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Motorschaden ca. 6 Monate nach Kauf - Opel und Autohaus bleiben hart.


27.11.2008 15:57 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Guten Tag,

verzweifelt wende ich mich an Sie.
Was kann ich tun bei so einem Fall:

Seit 2005 habe ich den Opel Astra H Caravan 1.9 l - 150 PS Diesel über die Firma geleast.
Privat und geschäftlich genutzt.
Bin ein normaler Fahrer und auch ohne Maken bisher zufrieden gewesen.

Seit 30.04.08 (genaues Datum spielt dann später noch ne Rolle) hat meine Firma den Opel vom Autohaus gekauft
für 8.000 € netto
(zzgl. 200 € Bearbeitungsgebühr die nicht vereinbart waren, aber das ist ein anderes Thema)

Jahresinspektion wurde im August 2006 (bei 40.000 km) bei Opel Autohaus durchgeführt.

Nun vor ein paar Tagen (18.11.08 , also bisschen über 6 Monate NACH dem Kauf)
raucht es aus dem Motor.
--> Kühlerflüssigkeitsbehälter komplett schwarz und Öl ist dort auch schon rausgespritzt
--> Autohaus meinte darauf (nach 2 Tagen "überprüfen"):

Schaden kann man so nicht feststellen, da Motor, Kühler und Heizkörper komplett mit Öl voll verdreckt ist.

Vermutung auf "Haarriss" meinte Autohaus und das der Motor, Kühler und Heizkörper komplett ausgetauscht werden müssten.

Kosten ca. 8000 € für Reparatur

Nach einigem Hin und Her zeigte sich Autohaus mit 10 % Materialkosten-Beteiligung und Opel AG mit 20 % Materialkosten-Beteiliung "kulant", weil:

1) 6 Monate nach Autohaus-Gewährleistung bereits vorüber sind (@ --> 18 Tage)
2) Die nächste Inspektion nach 2 Jahren oder 50.000 km später (nach der ersten) hätte durchgeführt werden müssen.
(@ ok. Ich hab es im August 2008 vergessen und bin nun ca. 1.000 über 50.000 also bei ca. 91.000 km)

Nun muss ich die Inspektion (Vorraussetzung für Opel AG - Kulanz) nachholen für ca. 430 € und dann noch die Kosten abzgl. Kulanzrabatt in Höhe von

ca. 5.000 € bezahlen um mein Auto wieder fahrbereit zu bekommen !

Was halten Sie davon, bzw. hab ich irgendwelche anderen Möglichkeiten

bzw. haben Sie einen Tipp was ich nun tun könnte ?

Ich bin nun grad ziemlich verzweifelt und ratlos.

Vielen Dank für jede Antwort

Mit freundlichen Grüßen
Martin

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Nun aber zu Ihrer Frage, welche ich auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Wenn ein Verbraucher von einem Händler ein gebrauchtes Fahrzeug kauft, muss der Händler mindestens ein Jahr Gewährleistung geben. Bei einem Kauf zwischen einer Firma und einem Händler können andere Fristen vereinbart sein, so dass man hierfür zunächst die vertraglichen Vereinbarungen überprüfen muss.

Sofern der Händler zur Gewährleistung verpflichtet ist, muss dennoch der Käufer grundsätzlich nachweisen, dass ein aufgetretener Mangel bereits von Anfang an, das heißt seit Vertragsschluss bestanden hat. Das bedeutet, dass ausgeschlossen sein muss, dass der jetzt aufgetretene Defekt erst nach Vertragsschluss entstanden ist.

Wenn also in Ihrem Fall die vereinbarte Gewährleistung nicht nur sechs Monate betragen hat, ist es schon möglich, die Beseitigung eines Mangels noch durchzusetzen. Jedoch tragen Sie – bzw. Ihre Firma – die Beweislast dafür, dass der Motordefekt bereits von Anfang an vorgelegen hat und nicht erst später entstanden ist. Das bedeutet für Sie, dass im Falle eines Prozesses ein gewisses Risiko besteht, diesen Nachweis nicht führen zu können.

Von dieser ganzen Problematik unabhängig ist, ob zusätzlich eine Herstellergarantie greift. Eine solche ist gesetzlich nicht geregelt und ergibt sich aus einer freiwilligen vertraglichen Verpflichtung des Autoherstellers. Diese Garantie kann von gewissen Voraussetzungen abhängig gemacht werden. In der Regel wird vereinbart, dass für die Erhaltung der Garantie regelmäßig Inspektionen durchgeführt werden müssen. Wenn dies nicht erfolgt, greift die Garantie nicht.

Da Sie leider die Inspektion vergessen haben, sehe ich hier wenig Möglichkeiten, über die Garantie zu ihrem Anspruch zu kommen. Selbstverständlich müssten für eine abschließende Beurteilung Ihre vertraglichen Vereinbarungen insoweit überprüft werden.

Ich hoffe, ich konnte eine hilfreiche erste Einschätzung geben und wünsche Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche viel Erfolg. Sollten Sie hierbei meine Hilfe benötigen, stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen



S. Schorn
Rechtsanwältin
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