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KfZ-Rechnung


12.12.2016 18:32 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrter Rechtsanwalt,
sehr geehrte Rechtsanwältin,

ich habe mein Fahrzeug (BMW Z3 1.9) in eine Werkstatt gebracht, da dieses nicht mehr ansprang. Da das Fahrzeug heiß gelaufen war, vermutete die Werkstatt einen Schaden am Zylinderkopf und an der Zylinderkopfdichtung.

Wir vereinbarten, dass zuerst der Kopf und die Dichtung überprüft werden sollen, da ich das Fahrzeug verkaufen wollte. (Die Frage war, ob sich der Verkauf vor oder nach der Reparatur lohnt) Nachdem ich das Fahrzeug mit dem Schaden nicht verkaufen konnte und die Werkstatt mir mitteilte, der Zylinderkopf ist in Ordnung, nur die Zylinderkopfdichtung muss getauscht werden, erteilte ich der Werkstatt mündlich den Auftrag, die Zylinderkopfdichtung zu tauschen. (Ich hatte mit mehreren anderen Werkstätten gesprochen und meinten, ich würde noch ca. 1.800,00 € für das Fahrzeug mit getauschter Zylinderkopfdichtung bekommen.)

Ich hatte mit dem Meister gesprochen, dass ich das Fahrzeug also für ca. 1.800,00 € verkaufen werde und, dass das Fahrzeug auch nicht mehr Wert ist. (TÜV abgelaufen, neue Reifen, Spiegel wackeln sehr stark, Klarlack platzt ab) Für einen BMW Z3 kostet der Tausch der Dichtung ca. 900 - 1.100,00 €. Die Prüfung des Kopfes und der Dichtung 100,00 €.

Die Rechnung kam lange Zeit nicht. Nachdem ich mit dem Verkauf des Fahrzeugs nicht warten konnte, da ich es benötige um auf die Arbeit zu fahren, verkaufte ich es. (Auch vertraute ich der Werkstatt, dass Sie nur die Zylinderkopfdichtung wechseln) Das höchste Gebot war 1.665,00 €. Dieses Geld nutzte ich als Anzahlung für mein neues Auto.

Nach mehreren Wochen kam die Rechnung. 2.230,00 € wurden mir in Rechnung gestellt. Es wurden diverse andere Teile ausgetauscht, wie z.B. Kühler, Wasserpumpe und auch der Auspuff wurde geschweißt. Die Positionen, welche mit der Prüfung und dem Tausch der Zylinderkopfdichtung in Verbindung stehen, sind in Ordnung.

Als ich den Meister fragte warum er dies alles austauschte, meinte er ich habe angeblich von 8.000,00 € gesprochen, unter denen ich das Fahrzeug nicht verkaufen werde. Also tauschte er in eigenem Ermessen alle Teile aus, die aus seiner Sicht defekt sind und ausgetauscht werden müssen.

Hat die Werkstatt das Anrecht auf die komplette Zahlung? Die Rechnung steht nicht im Verhältnis zum Wert des Fahrzeugs. Auch gibt er zu (schriftlich per Mail), alle Teile ohne mein Einverständnis getauscht zu haben. Darf ich alle Positionen aus der Rechnung streichen, bei denen die Werkstatt zugibt diese aus eigenem Ermessen und ohne meine Rücksprache getauscht zu haben?
12.12.2016 | 19:00

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Rechtssuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt summarisch beantworten möchte:

Hat die Werkstatt das Anrecht auf die komplette Zahlung?

Grundlage für den Anspruch ist hier ein sogenannter Werkvertrag. Ein solcher Vertrag kommt zustande durch zwei auf einander Bezug nehmende, korrespondierende Willenserklärungen. Nun existieren zu Ihrem Problem zwei Versionen, die des Meisters und Ihre. Entscheidend wird sein, wer seine Version beweisen kann. Hierbei sind natürlich auch solche Dinge wie der Wertz des Fahrzeugs Indizien. Sollten Sie Unterlagen besitzen, die belegen, dass der Meister einräumt, sich geirrt zu haben und Arbeiten ausgeführt zu haben, die nicht beauftragt waren, so ist das ebenfalls zu Ihrem Vorteil.

Ein Anspruch auf die vollen 2.230,00 € aus der Rechnung bestehen seitens der Werkstatt jedenfalls nicht nach Ihrer Schilderung des Sachverhalts. Es besteht lediglich ein Anspruch auf Vergütung der beauftragten Arbeiten.

Ich möchte abschießend zudem darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine vollständige und persönliche Rechtsberatung kann hierdurch nicht ersetzen werden. Auch führt das Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen unter Umständen zu einer völlig anderen rechtliche Beurteilung.

Mit freundlichen Grüßen
N. Schulze


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