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Heizung kaputt gegangen


27.12.2005 23:05 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger




SIE SIND HIER: MyRecht Startseite » Forum » Schadenersatz » Heizung kaputt gegangen
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Kategorie: Recht & Justiz
Forum: Schadenersatz
Thema: Heizung kaputt gegangen
Heizung kaputt gegangen

Hallo!
Ich wohne zur Miete in einem Haus mit mehrer Mietern. Heute Morgen ist die Heizung ausgefallen. Aber der Ausfall war nur dadurch hervor gerufen worden, weil die Öltanks leer waren. Was wir bisher immer gemacht haben ist, die beiden Hebel um zu legen, damit das Öl aus den andere Tanks genutzt wird. Ich wohne seit 6-7 Jahren hier und habe das schon ein Paar mal gemacht. Nur diesml ist die Heizung im warsten Sinne Explodiert. Die Schalter stellung habe ich vroher überprüft und war auch richtig. Nur nach dem die Heizung defekt war, es qualmte und Wasser auslief, habe ich die Schalter so gestellt, das kein Wasser austriit und den Notaus betätigt.

Wie gesagt, wurde das bisher immer so gehandhabt. Nur jetzt heißt es, warum habe

a) Ich das gemacht
b) Hätte ich es nicht richtig gemacht

Einen Auftrag das zu machen, hatte ich nicht. Ich selber habe eine Haftpflicht und da auch angerufen. Nur konnten die mir keine Zusage machen, ob das übernommen wird oder nicht.

Meine Frage, übernimmt so was eine Haftpflicht?

Was könnte ich noch machen oder sollte ich machen?

Die Haftpflicht schickt mir erstmal eine Schadensmeldung zu.

Wie gesagt, wurde das vorher auch von Vormietern hier im Haus gemacht, die als Hausmeister fungierten. Und da wir schon ein Paar mal im kalten standen, wurde mir das auch gezeigt, was zu machen ist.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihrer online-Anfrage möchte ich aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt Stellung nehmen:

Die private Haftpflichtversicherung umfaßt u.a. Schäden an Sachen Dritter, die durch den Versicherten oder mitversicherte Personen schuldhaft herbeigeführt wurden. Grundsätzlich nicht ersetzt werden hingegen vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführte Schäden und Schäden an geliehenen oder gemieteten Sachen.

Ergeben die Schadenermittlungen, dass die Explosion der Heizung und der dadurch verursachte Schaden allein aufgrund der von Ihnen vorgenommenen Umstellung der Schalter verursacht wurde, wird Ihre Haftpflichtversicherung dann erfolgreich in Anspruch genommen werden können, wenn Ihr Verhalten nicht grob fahrlässig, sondern nur fahrlässig war. Zwar handelten Sie ohne Auftrag Ihres Vermieters, jedoch in der Absicht, durch Betätigen des „Wasserschalters“ sowie des Notschalters, größeren Schaden zu verhindern. Darüber hinaus war die Folge einer Explosion keinesfalls sicher voraussehbar, so dass man Ihnen eine grob fahrlässige Schadenverursachung wohl kaum wird vorwerfen können. Im Übrigen wird auch die Tatsache, dass in der Vergangenheit die Heizungsausfälle erfolgreich allein durch Umstellung eines Schalters behoben werden konnten, was der Vermieter zumindest billigend in Kauf genommen hat, gegen das Vorliegen grober Fahrlässigkeit angeführt werden können, obwohl die Umstände heute wohl nicht mit denjenigen in den Vorjahren vergleichbar waren. Gegebenenfalls reichen die Gesamtumstände aus, um nicht einmal ein fahrlässiges Handeln zu bejahen. In diesem Fall fehlt es an Ihrem Verschulden, so dass weder Sie noch Ihre Haftpflichtversicherung in Anspruch genommen werden können.

Weiterhin handelten Sie richtig, indem Sie noch am gleichen Tag Ihre Haftpflichtversicherung über den Schadensfall in Kenntnis setzten. Zwecks Prüfung ihrer Eintrittspflicht wird diese nunmehr den Sachverhalt ermitteln, wobei ggf. erst durch Einholung eines Sachverständigengutachtens geklärt werden kann, ob die von Ihnen vorgenommenen Schalterumstellungen die Explosion verursachte oder ob hierfür eine andere Ursache in Betracht kommt. Außer den Angaben zu dem tatsächlichen Schadenhergang in dem Schadenformular und der Benennung etwaiger Zeugen können Sie derzeit nichts veranlassen.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jutta Petry-Berger
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 28.12.2005 | 15:03

Hallo Frau Petry-Berger

Erstmal danke für die Antwort.
Vielleicht hilft ja noch folgender Hinweis, um mehr Licht ins dunkel zu bringen.

1) Hatten wir vor 1-1,5 jahren hier im haus jemand, der das gemacht hat. Weil diese ja auch mal nicht da waren, habe ich das halt gezeigt bekommen und mr auch nichts dabei gedacht.

2) Der Mieter jetzt sagt, das diese ja einen Auftrag hatten, ich nicht. Beim letzten mal dieses Jahr, als die Tanks leer waren, war ich beruflich unterwegs. Da ist wohl ein Monteur gekommen, der das gemacht hat.

3) Laut dem Monteur gestern, ist diese Art der Schalter gar nicht mehr erlaubt. Genau aus dem Grund, weil es passieren kann, das sich vielleicht ein Luft/Öl Gemisch bilden kann, welche verpufft. Er sagte, das dieß nur noch durch ein einzigen Hebel sein darf, der danach umgelegt werden kann. In nur 2 Richtungen.

4) Ich habe versucht das Öl, nicht das Wasser ab zu stellen. Im ersten Augenblick habe ich gedacht, Öl läuft aus. Aber durch die starke Rauchentwicklung konnte ich auch erst nicht so viel erkennen. Dadurch war die Stellung der Schalter natürlich nicht so, wie sie sein sollten. Aber das war erst, nach der Verpuffung. Vorher hat sie gestimmt. Und so sind sie auch jetzt, wie ich es erst gemacht habe.

5) Der Mieter jetzt meint, ja das hat vorher ja immer so geklappt. Also ist das in Ordnung. Da habe ich natürlich Angst, das er das jetzt nicht machen lässt und es einfach auf meinem Fehler zurück führen will.

6) Werden zu dem ganzen Sachverhalt auch Wartungs protokolle des Mieters angefordert? Ich habe von unserem neuen "Hausmeister" gesagt bekommen, das die Heizung wohl nicht wirklich gewartet wurde. Nur kennen sich der Monteur und der Mieter sehr gut.

Wir kommen eigentlich auch ganz gut mit dem Vermieter aus. Er will auch erstmal alle Fakten zu sammen tragen und es seiner Brandversicherung melden. Ich sag mal, wenn meine Haftpflich das übernimmt, ist das kein Thema für mich. Dazu habe ich sie 1992 mir angeschafft, aber bis heute noch NIE in Anspruch genommen. Ich mußte mich erstmal erkundigen, wie hoch meine Dekung ist. Diese Beläuft sich auf 512000 €.

Das hört sich vielleicht für jeden Mieter hier, der das ließt an wie ein schlechter Traum.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.12.2005 | 22:07

Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass Anspruchssteller Ihr Vermieter bzw. der Eigentümer des Hauses ist und Sie aus diesem Grunde auf die Vorwürfe der Mieter nicht eingehen sollten.

Im Übrigen spricht die Auskunft des Monteurs meiner Auffassung nach dafür, dass die Ursache der Explosion wohl in erster Linie auf das Alter und die Konstruktion der Heizungsanlage und weniger oder zumindest nicht ausschließlich auf Ihr Verhalten zurückzuführen sein wird.

Im Übrigen werden Wartungsprotokolle regelmäßig von Fachfirmen im Rahmen zugrundeliegender Wartungsverträge erstellt. Selbst wenn Mieter die "Wartung" im Einverständnis des Vermieters übernommen haben sollten, würden die entsprechenden Protokolle mangels der Sachkunde der Mieter ohne fachlichen Wert sein, so dass die Versicherungen diese Schriftstücke wohl nicht anfordern wird.

Nachdem nunmehr sowohl die Brandversicherung des Hauses sowie Ihre Haftpflichtversicherung über den Schadenfall informiert wurden, sollten Sie zunächst in Ruhe den Ausgang der Schadenermittlungen abwarten. Erst hiernach läßt sich beurteilen, in wessen Verantwortungsbereich der Schaden fällt. Sollte sich herausstellen, dass der Schaden von Ihnen verursacht wurde, dürfte die Eintrittspflicht Ihrer Haftpflichtversicherung grundsätzlich gegeben sein. Probleme könnten in diesem Fall nur dann auftreten, wenn Ihnen grob fahrlässiges Handeln vorgeworfen wird, was Ihrer Sachverhaltsschilderung jedoch nicht offenkundig zu entnehmen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Petry-Berger
Rechtsanwältin

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