Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.578
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Haftpflichtschaden


| 12.08.2007 13:13 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Habe bei Bekannten Deckenlampe in der Diele angeschlossen. Frau des Bekannten kam nach Hause und betätigte automatisch den Lichtschalter. Kurzschluß. Dabei sprang ein Funke auf mein Brillenglas und brannte sich ins Glas ein. Versicherung von Bekannten verweigert die Reparatur. Begründung: Der Schadenfall war weder vorhersehbar noch vermeidbar. Ist das ok?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Aus den Versicherungsbedingungen der privaten Haftpflichtversicherung ergibt sich kein Leistungsausschluss für "weder vorhersehbare noch vermeidbare Schadefälle".

Allerdings muss die Haftpflichtversicherung nur zahlen, wenn ihr Versicherungsnehmer den Schaden vorwerfbar verursacht hat. Die Begründung des Versicherers bedeutet also, dass sie sich nicht für einstandspflichtig hält, weil ihr Versicherungsnehmer bereits keine Verantwortung für den Schadenseintritt trägt.

Diese Begründung erscheint auch nachvollziehbar. Sie könnten die Frau Ihres Bekannten grundsätzlich aus § 823 BGB in die Haftung nehmen. Dieser setzt aber entweder vorsätzliche oder fahrlässige Schadensverursachung voraus.

Im Einschalten einer Lampe kann ich aufgrund Ihrer Schilderung jedoch kein fahrlässiges Verhalten erkennen.

Anders wäre es, wenn der Grundsatz gelten würde "es ist bekannt, dass das Einschalten erstmalig angeschlossener Lampen mit einem signifikant erhöhten Risiko von Kurzschlüssen verbunden ist. Daher muss zuvor jede in der Nähe befindliche Person gewarnt werden".

Ein solcher Grundsatz exisitiert in der Rechtsprechung jedoch nicht.

Ich bedaure Ihnen keine positivere Auskunft geben zu können, hoffe aber, Ihnen trotzdem eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.08.2007 | 16:43

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Der Kurzschluß entstand nicht durch das einschalten der Lampe nach der Montage sondern während der Montage. Ich wollte gerade den Plus- und Minuspol in die Lüsterklemme einschrauben und die beiden Pole sind zusammengestossen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.08.2007 | 21:01

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Die von Ihnen geschilderte Situation wurde bislang gerichtlich nicht entschieden.

Im Streitfall wird es daher auf die Wertung des zur Entscheidung berufenen Richters ankommen.

Fahrlässigkeit kommt hier durchaus in Betracht, wenn die Frau Ihres Bekannten wusste, welche Tätigkeit Sie gerade noch ausführen, da bei Arbeiten an Lampen vor Beendigung dieser Arbeiten kein Einschalten erfolgen sollte.

Demgegenüber ist aber auch an ein (überwiegendes) Mitverschulden durch Sie zu denken (offen gestanden möchte ich dies mangels detaillierter Fachkenntnisse nicht abschließend beurteilen): hätten Sie bei Arbeiten, bei denen zwei verschiedene Pole in Kontakt kommen können, aus Sicherheitsgründen nicht die Sicherungen entfernen sollen ?

Da es noch kein vergleichbares Urteil gibt und Denkansätze in beide Richtungen existieren, vermag ich hier nur auf die Probleme der Beurteilung hinzuweisen, bitte aber um Vrständnis, dass ich aus Gründen der Seriosität hier keine exakte Erfolgsprognose abgeben kann- mit dieser Fallgestaltung wären Sie verfahrenstechnisch ein "Pionier".

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Ich danke Ihnen für Ihre ausführliche Beratung. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER