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Geräuschbelastung durch Baumangel in Nachbarswohnung

| 30.03.2016 00:15 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Guten Tag,

ich habe vor ca. 4 Jahren eine Eigentumswohung in einem Mehrfamilienhaus gekauft und umgebaut. Meine Nachbarn über mir wohnten dort schon in ihrer Wohnung. Ich weiß dass sie ihren Fußboden mit Dielen selber umgebaut haben, ohne fachliche Hilfe.

Nun ist es so, dass wenn sie über eine bestimmte Stelle laufen, ein sehr nerviges Geräusch erzeugt wird, dass kurioserweise nur in meiner Wohnung zu hören ist. Das passiert mehrmals am Tag immer nur für ein paar Minuten, es reicht aber aus dass ich jedesmal davon Kopfschmerzen bekomme und auch nicht richtig schlafen kann, wenn es morgens zu hören ist.

Ich habe mit meinen Nachbarn schon oft darüber gesprochen, nach ein paar Tagen vorsichtigem gehen an der Stelle ist aber dann wieder alles beim Alten.

Ich würde gerne wissen, was ich dem Fall unternehmen kann. Das Geräusch war anfangs nicht zu hören, erst nach ein paar Monaten, nachdem ich eingezogen bin, trat es das erste mal auf und wenn es besonders kalt ist, ist es nicht zu hören. Ich vermute, dass es ein Holzbalken in der Deckenkonstruktion ist, der auf irgendeine Art belastet wird und dieses Quitschgeräusch (wie eine Stufe die knarrt) erzeugt.

Beim Umbau meiner Wohnung wurde in der Nähe der Stelle eine Wand entfernt und abgestützt (von einem Fachmann). Ich kann mich erinnern, dass meine Nachbarn einmal eine Feier hatte, auf der ich auch war, wo ziemlich genau an der Stelle eine Kickertisch stand, wo viele Leute auf einem Fleck standen, ungefähr dort wo jetzt das Geräusch herkommt, zu der Zeit trat das Geräusch dann auch das erste mal auf.

Ich möchte wissen, was ich machen kann, welche Schritte ich unternehmen muss um das Problem beheben zu lassen. Bei einer Eigentümersitzung habe ich das Thema schonmal angesprochen und alle Beteiligten haben sich das Geräusch einmal eingehört und einstimmig dagegen entschieden etwas zu unternehmen - Kunststück, den als Teil des Gemeinschaftseigentum hätten alle was zahlen müssen.

Ich habe mich schonmal nach einem Geräuschgutachten erkundigt, diese Kosten fast 1.000€ und ich vermute, dass ich damit keine Chance habe, da das Geräusch nicht regelmäßig Auftritt sondern nur sporadisch, aber wie gesagt ist es nicht nur Gesundheitsschädlich für mich, sondern senkt den Wert der Wohnung auch erheblich.

Ich würde mich sehr freuen einen Vorschlag zu hören, was ich in diesem Fall unternehmen kann.

Herzliche Grüße

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben "nur" einen Unterlassungsanspruch bzgl. des Geräusches gegen den Nachbarn. Wie er das Geräusch beseitigt, ist dabei ihm überlassen.

Allerdings müssen Sie beweisen, daß der Nachbar das Geräusch verursacht. Dazu können Sie aber verlangen, daß er über die Stelle läuft. Sie müssen aber in der Lage sein, diese Stelle genau zu bezeichnen. Aufgrund Ihrer Schilderungen sehe ich da kein Problem.

Ein Geräuschgutachten ist nicht notwendig, da der Richter im Zweifel eh das Geräusch selbst hören will.

Ich empfehle daher, einen Anwalt einzuschalten und den Unterlassungsanspruch geltend zu machen.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.04.2016 | 23:53

Guten Tag Herr Weber,

welches Fachgebiet müsste der Anwalt haben? Muss es ein Anwalt aus der Nähe sein? Womit müsste ich den Anwalt beauftragen? Schaltet der Anwalt den Richter ein?

Danke für ihre Antworten.

Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.04.2016 | 01:27

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Anwalt sollte auf Nachbarrecht spezialisiert sein, Kenntnisse im privaten Baurecht wären hilfreich. Ein Anwalt aus der Nähe muß nicht sein, wäre aber sehr hilfreich, da der Anwalt dann schneller vor Ort ist, um z.B. sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen.

Wenn der Anwalt die Möglichkeit einer Klage bestätigt, würde er Klage vor dem Gericht erheben, wenn Sie dies wollen.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.04.2016 | 09:43

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