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Einnahmen-Überschuss-Rechnung statt doppelter Buchführung


| 24.10.2007 12:45 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Ich betreibe nebenberuflich ein kleines Unternehmen ohne Mitarbeiter. Neben Grafik- und Internetdesign vertreibe ich als "Zwischenhändler" Drucksachen und Werbeartikel. Mein Jahresumsatz ligt zwischen 10.000 und 15.000 EUR.

Da ich größstenteils mit Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes zusammenarbeite, habe ich mich ins Handelsregister eintragen lassen, um die Seriösität meiner Unternehmung zu unterstreichen.

Als eingetragener Kaufmann (e.K., ich habe jedoch keine kaufmännische Ausbildung) besteht laut HGB die Pflicht zur doppelten Buchführung. Hierfür muss ich eine externe Buchhalterin in Anspruch nehmen, da ich selber keine Ahnung von dieser Materie habe. In einem Buch über "doppelte Buchführung" habe ich nun gelesen: Hierdurch werden alle gewerbetreibende Einzelkaufleute zur Buchführung verpflichtet, es sei denn, dass "das Unternehmen nach Art un Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert". Als Quelle dieses Zitates wird das HGB angegeben.

Nun meine Frage: Welche Kriterien muss man erfüllen, damit eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung ausreicht und keine doppelte Buchführung betrieben werden muss?
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Nach § 238 Abs. 1 HGB sind Sie als eingetragener Kaufmann in der Tat grundsätzlich zur Buchführung verpflichtet.

Da es sich bei dem nebenberuflich betriebenen Gewerbe aber nur um ein kleines Unternehmen handelt, besteht ohne Weiteres nach § 2 Satz 3 HGB die Möglichkeit, sich wieder aus dem Handelsregister austragen zu lassen.
In diesem Fall würden dann auch die Voraussetzungen der doppelten Buchführung wegfallen und Sie könnten eine Einnahmenüberschussrechnung erstellen.
Zur doppelten Buchführung wären Sie nach § 141 Abs. 1 AO erst dann wieder verpflichtet, wenn Sie entweder Umsätze von mehr als 500.000,00 € oder einen Gewinn von mehr als 50.000,00 € im Kalenderjahr erzielen würden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen

Reinhard Schweizer
Rechtsanwalt, Dipl.-Finanzwirt

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Nachfrage vom Fragesteller 24.10.2007 | 14:07

Vielen Dank für Ihre Antwort. Also sehe ich es richtig, dass ich MIT Handelsregistereintrag keine Möglichkeit habe, die doppelte Buchführung zu umgehen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.10.2007 | 14:27

Das sehen Sie völlig richtig!

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