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Ausschluss aus Sportverein

14.12.2010 21:25 |
Preis: ***,00 € |

Vereinsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden


Ich möchte mich dagegen wehren, dass ich aus dem Sportverein, in dem ich seit Jahren ordentliches Mitglied bin, ausgeschlossen werde, wenn ich weiterhin behaupte, dass der Verband, in dem mein Verein seinerseits ordentliches Mitglied ist, mich und die zahlreichen anderen Mitglieder meines Vereines seit Jahren wissentlich und willentlich über Art und Umfang ihrer satzungsgemäßen Rechte täuscht, um uns nach Gutdünken rechtlich diskriminieren bzw. privilegieren zu können.


Um arglose Sportler rechtlich diskriminieren / privilegieren zu können, ist den Vereinen und Verbänden jedes Mittel recht:


• Aufstellung erkennbar falscher Behauptungen (Drittwirkung von Satzungen)


• Bescheinigung von Rechten, die es in den Satzungen der Vereine und Verbände wohlweislich nicht gibt


• Androhung von nicht-satzungsgemäßen Sanktionen (Vertragsbruch, Missbrauch des Hausrechtes)


• Vereinnahmung von Leistungen („Gebühren") ohne Erbringung von Gegenleistungen („Sachkunde-/Befähigungsnachweise")




Bei der bewussten und gewollten Umgehung des gesetzlichen Verbotes der rechtlichen Diskriminierung von Teilnehmern am Rechtsverkehr nehmen sowohl die Vereine als auch Verbände billigend in Kauf, dass Sportler in einer Vielzahl von Fällen über Jahre und Jahrzehnte hinweg sowohl in ihrem Ansehen als auch in ihrem Vermögen substanziell beschädigt werden.


Um arglose Sportler auch zukünftig nach Gutdünken rechtlich diskriminieren / privilegieren zu können, kommt es sowohl meinem Verein als auch dem Landesverband darauf an, dass die arglosen Sportler in ihrem Vermögen substanziell geschädigt werden. Tatsache ist, dass die Verbände sich den Irrtum, den sie sich bei ihren Vertragspartnern (Sportler) seit Jahren schaffen und erhalten, nur dadurch auf der Dauer erhalten können, dass die vorwiegend jugendlichen Sportler es sich auch finanziell nicht leisten können, sich positive Kenntnis von Art und Umfang derjenigen Rechte zu verschaffen, die ihnen kraft Gesetz (Schadenersatz, Unterlassung) und kraft Satzung (Feststellung) zustehen.


Der Tatbestand des Betruges ist bei jedem einzelnen der mehreren tausend Sportler mit Eintritt in einen Mitgliedsverein vollendet, in aller Regel aber erst nach Jahren beendet.


Die Angelegenheit ist für die Vereine und Verbände von grundlegender Bedeutung, weswegen diese bislang nichts unversucht gelassen haben, um meinen Darlegungen und Behauptungen zur Sach- und Rechtslage zu widerlegen.


Ich bin rechtsschutzversichert.


14.12.2010 | 22:03

Antwort

von


(344)
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel: 0211/133981
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

Zunächst wäre genau zu prüfen, in welchem Stadium der Auseinandersetzung Sie sich befinden. Sofern eine Kündigung bereits ausgesprochen wurde, müsste geklärt werden, ob laut Satzung ein schiedsgerichtliches Verfahren zu führen wäre, oder ob die ordentlichen Gerichte zu bemühen sind. Sodann wäre zu prüfen, ob der Ausschluss formell und materiell rechtmäßig gewesen ist. Zu beachten wären u.a. die Möglichkeit einer Anhörung vor Ausschluss sowie das Vorliegen von Ausschlussgründen. Diese müssten im Einzelfall beurteilt werden. Ergibt eine Vorabprüfung, dass eine Kündigung rechtlich nicht haltbar sein könnte, so kann eine entsprechende Feststellungsklage eingereicht werden. Sofern Sie sie stets nachweislich (!) satzungs- und gesetzeskonform verhalten, ist ein Ausschluss selbst bei Einhaltung der formellen Erfordernissen rechtswidrig. Ist ein Ausschluss noch nicht erfolgt, so müsste anhand des jeweiligen Einzelfalles geprüft werden, ob weitere Schritte einzuleiten sind. In Betracht kommen möglicherweise Unterlassungsansprüche etc.

Allerdings müssen Sie damit rechnen, die Kosten für ein Verfahren ggf. selber tragen zu müssen. Die Rechtsschutzversicherungen übernehmen solche Auseinandersetzungen nicht. Es sollten die Erfolgsaussichten einer Klage daher vorher genau abgewogen werden. Gewinnen Sie in Klageverfahren, so muss der Verein die Kosten tragen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion. Darüber hinaus stehe ich Ihnen selbstverständlich auch gerne für eine Interessenvertretung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
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Fax. 0211/324021


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