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Aufzugsmotor ist zu laut


| 09.11.2016 21:09 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking



Hallo , wir sind eine Vierköpfige Familie mit 2 Kindern , 7 und 1 Jahr, und wohnen in einem Mehrfamilienhaus.
Das Haus hat 7 Stöcke , Erdgeschoss ,und zwei Untergeschosse für Keller, Zentralheizungs -raum und Waschraum.
In dem Haus befinden sich 24 Wohnungen und leben ca. 70 Personen.
Das Haus wurde 1962 gebaut , und verfügt über einen Aufzug aus dem gleichen Baujahr.
Unsere Wohnung befindet sich im letzten Stock, direckt über uns befindet sich der Afzugsmotorraum.
Der Aufzug wird ca. 150 bis 170 mal am Tag betätigt, von früh morgens bis spät in die Nacht.
Der Aufzugsmotor generiert ein sehr starkes und unangenehmes Krachen und Brummen beim los fahren, anhallten, Tür öffen und schließen.
Das Geräusch ist ca. 40 db stark. (gemessen mit selbsgekauftem Gerät), und verursacht mir gerade starke Schlafstörungen und bin den ganzen Tag genervt, komme wegen diesem Geräusch nicht zur Ruhe.
Bin jetzt in Behandlung bei einem Neurologen/psicotherapeuten, der mir homeopatische Beruhigungstropfen verschrieben hat, und musste mit Ohrschtöpsel schlafen jetzt hat sich aber eine Alergie gegen diese Ohrstöpsel ausgelöst und nun kann ich diese auch nicht mehr tragen um mich vor dem störenden Geräusch zu schützen.
Als wir eingezogen sind ,dacht ich, ich würde mich an das Geräusch gewöhnen was aber nicht der Fall ist im Gegenteil es stört mich immer mehr.
Wir würden gerne umziehen , aber in unsere Gegend sind die Mietpreise unglaublich teuer, und wir wollen in diesen Stadtteil bleiben da user Arbeitsplatz , Kindergarten, Schule sich hier befinden . Haben uns bei vielen Baugenossenschaften beworben ,aber die wartezeit ist sehr lang.
Ich würde gerne wissen , wen ich anschprechen kann, so das der alte Motor mit einen neueren und leiseren Motor ausgetauscht wird. Oder das der Aufzugsmotor Raum isoliert wird . Mein Vermieter mein ich musste mit dem Hausmmeister reden,dieser meint ich muss die Verwaltung anschprechen. Der Aufzug wird jedes Jahr von einer Fima geprüft.
Vielen Dank
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihr Ansprechpartner ist der Vermieter. Er ist gemäß § 535 BGB verpflichtet, Ihnen die Wohnung in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen und sie während der Mietzeit in diesem Zustand zu erhalten.

Übermäßig störende Lärmbeeinträchtigungen müssen Sie dabei als Mieter grundsätzlich nicht hinnehmen. Gemäß der DIN-Norm 4109 und die VDI-Richtlinie 2566 dürfen Fahrstühle in Wohnräumen aktuell keinen höheren Schallpegel als 30 dB hervorrufen. Bei Altbauten kommt es darauf an, dass die zum Zeitpunkt der Errichtung des Gebäudes maßgeblichen Schallschutzvorschriften der DIN 4109 eingehalten wurden.

Überschreitet der durch einen Aufzug verursachte Lärm in Wohngebäuden die Normwerte um mehr als 10 dB, nimmt die Rechtsprechung einer erheblichen Mangel der Mietsache an, der eine Mietminderung rechtfertigt (AG Wiesbaden, Urteil vom 19.1.2006, 93 C 2004/05). Sind die Bremsgeräusche des Aufzugs in der Wohnung eines Mieters deutlich wahrnehmbar, kann dies eine Mietminderung von 10 % rechtfertigen (LG Berlin, Urteil vom 11.11.2010, 67 S 241/08).

Wichtig ist, dass Sie die Lärmbelästigung über einen gewissen Zeitraum schriftlich dokumentieren, also wann und wie oft er genutzt wird und welcher Lärmpegel dabei entsteht. Legen Sie dem Vermieter dieses Protokoll vor und verlangen Sie Abhilfe in Form von Schallschutzmaßnahmen. Verweigert der Vermieter dies, sollten Sie einen auf Mietrecht spezialisierten Rechtsanwalt vor Ort einschalten. Dieser kann dann prüfen, inwieweit eine Mietminderung gerechtfertigt ist und ein Anspruch auf Schallschutz rechtlich durchsetzbar ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 25.11.2016 | 12:32


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