Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
500.218
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rechtsanwaltskosten

| 26.11.2012 23:10 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Mein Rechtsanwalt hat mich in Verkehrangelegenheiten (4 Strafzettel) vertreten ohne das er eine unterschriebene Vollmacht hatte. Die Strafzettel waren jeweils unter 200€, berechnet hat jeweils 600€ pro Fall an Kosten.

Wie kann ich begründen, dass die Rechnungen nicht gerechtfertigt sind, er hat mich auch nicht über die horrenden Kosten in Kenntnis gesetzt.

Danke für eine schnelle Antwort!

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt.

Die Rechnungen sind gerechtfertigt, wenn der Anwalt im Rahmen seiner Beauftragung für Sie tätig geworden ist und sich die Höhe der Vergütung an das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) hält.

§ 1 Abs. 1 S. 1 RVG: "Die Vergütung [...] für anwaltliche Tätigkeiten der [...] Rechtsanwälte bemisst sich nach diesem Gesetz."

Sie haben den Anwalt mit der Vertretung in Bußgeldangelegenheiten beauftragt.
Es wurde jeweils ein Vertrag (Dienstvertrag, der eine Geschäftsbesorgung zum Gegenstand hat) geschlossen.

Um für Sie tätig zu werden, bedarf es keiner schriftlichen Vollmacht.
Offensichtliche wurde eine solche auch nicht von der Bußgeldstelle angefordert.

Die Höhe der Vergütung bestimmt sich nach dem Vergütungsverzeichnis der Anlage 1 zum RVG (§ 2 Abs. 2 S. 1 RVG).

Eine höhere als die gesetzliche Vergütung kann nur gefordert werden, wenn eine solche ausdrücklich schriftlich vereinbart ist (§ 4 Abs. 1 RVG).

Ich gehe anhand Ihrer Angaben davon aus, dass keine Vergütungsvereinbarung vorliegt.

Damit ergibt sich die gesetzliche Vergütung aus den Nr. 5100 ff. des Vergütungsverzeichnisses (VV) der Anlage 1 des RVG:

Für jede Gebühr gibt es einen Gebührenrahmen.
Die sogenannte Mittelgebühr, von der ich vorliegend ausgehe, entsteht für durchschnittliche Angelegenheiten.

Pro Angelegenheit, d.h. pro Bußgeldbescheid fällt eine
Grundgebühr für die Einarbeitung in die Angelegenheit an (Nr. 5100 VV RVG) 85 €

Für die Vertretung gegenüber der Bußgeldstelle fällt eine Verfahrensgebühr an, die sich nach der Höhe der Geldbuße richtet (Nr. 5101 oder 5103) 55 € / 135 €

Für die Wahrnehmung von Terminen bei der Polizei oder der Bußgeldbehörde fallen gemäß Nr. 5102 / 5104 ebenfalls 55 € / 135 € an

Vor Gericht ensteht ebenfalls eine Verfahrensgebühr und soweit es zu einen Gerichtstermin kommt auch eine Terminsgebühr an:

55 € / 135 € und 110 € / 215 €

Bei eine Geldbuße über 40 € können damit bei Vertretung gegenüber der Bußgeldbehörde und Verteidigung vor Gericht 570 € netto zusammenkommen. Zuzüglich Auslagenpauschale und Umsatzsteuer ergibt sich ein Rechnungsbetrag von 702,10 €.

Mit 600 € liegen Sie damit unterhalb der Vergütung für eine durchschnittliche Angelegenheit.


Der Rechtsanwalt muss ungefragt nicht über die Kostenpflichtigkeit seiner Tätigkeit aufklären (BGH NJW 1998, 136). Auf Nachfrage muss er aber wahrheitsgemäß und vollständig Auskunft geben.

Ohne Einsicht in die Rechnungen mit den angesetzten angefallenen Gebühren ist nicht erkennbar, dass die Rechnungen ungerechtfertigt sein sollen.

Bei Nachfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt



Nachfrage vom Fragesteller 28.11.2012 | 13:16

OK, dann werde ich die Rechnungen bezahlen.

Das Gericht hat zwischenzeitlich ein Vorverfahren angeordnet,
kann ich jetzt noch in meiner Stellungnahme Ratenzahlung beantragen?

Danke!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.11.2012 | 13:51

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich verstehe Ihre Nachfrage so, dass der Anwalt seine Honorarforderungen einklagt.

Sie können die Forderung anerkennen. Dann endet das Verfahren

In Kenntnis aller Unterlagen sollten Sie prüfen lassen, ob das für Sie die günstige Möglichkeit ist.

Wegen einer Ratenzahlung müssen Sie sich an den Kläger wenden.
Dass Sie nicht auf einmal zahlen können, ist keine druchgreifende Einwendung im Verfahren.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Neu

Darf's noch eine Frage mehr sein?

Viele oder regelmäßige Fragen? Mit der Frag-einen-Anwalt.de Flatrate unbegrenzt Fragen stellen.
Sie haben ein Problem, von dem Sie wissen, dass noch mehr Fragen kommen? Sie sind Handwerker, Arzt, Freiberufler oder Gründer? Dann sollten Sie sich das mal näher anschauen.
Details anschauen
Bewertung des Fragestellers 30.11.2012 | 12:06

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 30.11.2012 4/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 64203 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Gut verständliche und eindeutige Antwort. Liebe Frau Türk, gerne komme ich auf Sie zurück so notwendig. Momentan sind wir noch in der Phase in der meine Gegenüber meine alle besonders "schlau" zu sein..... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Bester Anwalt! Von drei persönlich aufsuchenden Anwälten erhielten wir immer nur unklare Auskünfte, haben viel Geld bezahlt und schlauer waren wir nach den Erstgesprächen nie. RA Steidel hat uns klare und präzise Antworten ... ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Sehr schnelle und kompetente Hilfe + Lösung. Danke! ...
FRAGESTELLER