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Mehrerlösvereinbarung

| 29.03.2010 17:05 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban


Hallo und Guten Tag,

ich habe eine Mehrerlösvereinbarung in Verbindung mit dem Verkauf einer Wohnanlage mit einem Verkäufer geschlossen. Statt einer so genannten Innenprovision werde ich also am erzielten Kaufpreis beteiligt.

Beispiel:

Preisvorstellung des Verkäufers 1.000.000,-- €
Erzielter Kaufpreis 1.100.000,-- €

Mehrerlösklausel besagt, dass damit 100.000,-€ verdient sind.

Trifft die Meinung des Verkäufers zu, dass dieser Betrag umsatzsteuerfrei ist, da er zum Kaufpreis zählt und keine Innenprovision, die ja in jedem Fall umsatzsteuerpflichtig ist, darstellt??

Danke für die baldige Nachricht.
Eingrenzung vom Fragesteller
29.03.2010 | 17:52

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Frage im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und den Vorgaben dieser Plattform.

Die Umsatzsteuerpflicht entsteht, wenn eine Lieferung oder sonstige Leistung (Dienstleistung) im Inland erbracht wird (§ 1 Abs. 1 UStG). Bei Austausch von Dienstleistungen gegen Geld fällt also grundsätzlich Umsatzsteuer an.

Auch in Ihrem Fall erhalten Sie für eine Dienstleistung, die mit dem Verkauf eines Grundstücks an einen Käufer im Zusammenhang steht, ein Honorar von Ihrem Vertragspartner, dem Verkäufer.

Dabei wird Ihre Leistung nicht Teil des Grundstückskaufvertrages, dass dieses Geschäft erfolgreich durchgeführt wurde, ist lediglich Voraussetzung, dass überhaupt das Honorar entstanden ist. Der Grundstückskaufvertrag wird auch ohne ihre Mitwirkung durchgeführt zwischen den beiden Parteien.

Ihre Leistung ist daher umsatzsteuerpflichtig.

Es ist dann die Frage, wie der Vertrag mit dem Geschäftspartner ausgestaltet ist.

Ist ein Festpreis enthalten, so ist zivilrechtlich betrachtet die Umsatzsteuer bereits darin enthalten und Sie können diese nicht noch auf den Betrag der Euro 100.000 berechnen, es handelt sich um einen Bruttobetrag. Sie sind im Zweifel beweispflichtig, dass dieser Betrag als Nettobetrag vereinbart ist.

Sie sollten daher den Vertrag und die rechtlichen Möglichkeiten prüfen lassen, damit Sie hier den sichersten Weg gehen können.

Eine solche Beratung ist bei dieser Erstberatung nicht möglich, wir können bei diesen Fragen ohne Vorlage der Verträge nur eine erste rechtliche Orientierung liefern.

Ich stehe Ihnen für eine weitergehende Beratung gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin




Bewertung des Fragestellers 30.03.2010 | 12:29

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