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Malerpfusch


| 27.06.2006 14:17 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Guten Tag,

vor kurzem habe ich einem Maler einen schriftlichen Auftrag zur Wohnungsrenovierung gegeben.

Vereinbart wurde dabei u.a. folgendes:

"... Die Arbeiten sind in der Zeit von voraussichtlich 23.05.2006 - 28.05.2006 auszuführen. ... Der Maler haftet für eventuelle Mängel der Malerarbeiten (unsauberes Arbeiten, Flecken etc.) die vom Vermieter bei der Wohnungsübergabe moniert werden.
Sollten Mängel festgestellt werden, müssen diese nachträglich ohne Kostenerstattung umgehend nachgebessert werden. Bezahlung erfolgt umgehend nach Abnahme durch Auftraggeber. Ja nach Wunsch in Bar oder gegen Rechnung Das Angebot ist ein Festpreis
inklusive aller Arbeits-und Verbrauchsmaterialien. "

Er kam auch und hat die Arbeiten am 27. und 28. 5. ausgeführt. Ich habe ihm dann auch schriftlich bestätigt, dass keine Mängel
bei der Abnahme durch mich ersichtlich waren. Bei der späteren Abnahme durch den Vermieter waren aber in mehreren Zimmern deutliche Mängel zu sehen. Laut Vertrag kam es ja letztlich auf die Abnahme durch den Vermieter und nicht durch mich an.

Für den 13. 6. wurde also ein neuer Termin mit dem Maler vereinbart, zu dem er aber nicht erschien. Angeblich kam er
4 Stunden später als vereinbart und angeblich konnte er mich an dem Tag nicht erreichen und ich ihn nicht erreichen,
da er sein Handy auf einer Baustelle hatte liegen lassen.

Am 16. Juni habe ich ihn wieder telefonisch erreicht und er erklärte sich bereit, die Arbeiten am darauffolgenden Tag (Samstag) zu erledigen. Da ich an dem tag nicht konnte, sollte der Vermieter ihn in die Wohnung lassen und der maler sich
diesbezüglich mit dem Vermieter verabreden. Der maler hat aber nie beim Vermieter angerufen und war unmittelbar nach
meinem telefonat mit ihm weder am Freitag noch am Samstag telefonisch zu erreichen.

da die zeit drängte, habe ich in der dann folgenden Woche die malerarbeiten notgedrungen selbst erledigt. da die vom maler verwendete farbe im baumarkt nicht zu bekommen war, habe ich 4 Zimmer nochmals ganz streichen müssen. Ausbesserungen waren wegen der unterschiedlichen weißtöne so deutlich sichtbar, dass man alles ganz neu streichen musste.

Wegen der Zeitnot (Ende des Mietvertrags war ja Ende Mai) konnte ich dem maler keine schriftliche Frist zum Ausbessern mehr geben.

Meine Frage:

Kann ich jetzt dem Maler eine eigene Rechung stellen (auf Stundenbasis + Kosten für Farbe und Pinsel) oder kann ich nur den bisherigen Lohn zurückfordern? (Dabei entstünde aber das Problem, dass der Maler auch Lackierarbeiten vorgenommen hat, die in Ordnung waren und die in seinem Pauschalpreis mit enthalten waren.

Welche Vorgenensweise empfehlen Sie mir?

Vielen Dank






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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

gerne will ich Ihre Anfrage beantworten.

Sie können Ihre Arbeitskosten und die von Ihnen verwendeten Materialien von dem Maler ersetzt verlangen. Grundsätzlich verhält es sich zwar so, wie Sie zutreffenderweise selbst ausführen, dass Sie dem Maler eine angemessene Frist zur Nachbesserung hätten setzen müssen.

Ausnahmsweise ist dies aber in Ihrem Fall entbehrlich. Denn zum einen mussten Sie unbedingt ausziehen und damit war Ihnen die Fristsetzung nicht mehr zumutbar, zum anderen haben Sie mehrfach um Nachbesserung gebeten, der Maler ist Ihrem Anspruch aber nicht nachgekommen.

In diesen Fällen können Sie dann Ersatz Ihrer Aufwendungen verlangen. Diese bestehen in den verwendeten Materialien und Ihrer Arbeitskraft.

Daher empfehle ich Ihnen, den Maler anzuschreiben, ihm Ihre Kosten in Rechnung zu stellen und ihm eine Zahlungsfrist von ca. einer Woche zu setzen. Verschicken Sie Ihre Rechnung am besten per Einschreiben/Einwurf, und lassen Sie einen möglichst neutralen Zeugen zuschauen, wie Sie die Rechnung in einen Briefumschlag tun und zur Post bringen.

Sollte der Maler dann nicht zahlen, so können Sie einen Mahnbescheid gegen ihn beantragen.


Ich hoffe, Ihnen gedient zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens O. Gräber
Rechtsanwalt



www.rechtsanwalt-graeber.de
info@rechtsanwalt-graeber.de

Nachfrage vom Fragesteller 27.06.2006 | 15:27

Guten Tag Herr Gräber,
herzlichen Dank für Ihre schnelle und hilfreiche Antwort.

- Wäre ein Stundensatz von 50.- Euro angemessen?
- Muss ich dann auch Mehrwertsteuer verlangen?
- Extra ein Gewerbe anmelden?

(reichen die 20.- Euro noch?)

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.06.2006 | 16:25

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne will ich Ihre Nachfrage kurz beantworten.

Sie können den Stundenlohn in Ansatz bringen, den ein Lohnempfänger in beruflich abhängiger Stellung erhalten würde (so BGHZ 59, 328). Das sind etwa EUR 30, eher noch etwas weniger. Diesen Betrag können und sollten Sie aber auch fordern.

Mehrwertsteuer müssen Sie nicht berechnen, da ja ein Ersatzarbeitslohn eines abhängig Beschäftigten zu zahlen ist.

Schließlich müssen Sie auch kein Gewerbe anmelden. Sie handeln ja nicht dauerhaft mit Gewinnerzielungsabsicht, was Voraussetzung hierfür wäre.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens O. Gräber
Rechtsanwalt


www.rechtsanwalt-graeber.de
info@rechtsanwalt-graeber.de

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