Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kontensperrung


03.03.2005 11:00 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte Damen und Herren,

heute, rund sieben Monate nach meinem Ausscheiden aus meinem zu einer Bank bestehenden Arbeitsverhältnis macht die Bank Schadensersatzansprüche aus widerrechtlichen, unerlaubten Handlungen gegen mich geltend.
Hierzu teilt mir die Bank mit, dass sämtliche bei der Bank bestehenden Konten, auch Gemeinschaftskonten mit meiner Frau gesperrt sind und keinerlei Zahlungen mehr erfolgen. Da ich über kein eigenes weiteres Konto bei einer anderen Bank verfüge, bin ich zahlungsunfähig.
Die Schadensersatzansprüche der Bank bestreite ich von der Sache als auch von der Höhe her.
Die Bank hat mich seinerzeit außerordentlich gekündigt, wogegen ich geklagt habe. Meine Klage vor dem Arbeitsgericht wurde mittels Vergleich (da machte die Bank noch keinen Schadensersatz geltend) beendet.
Meine Fragen:
1. Ist die Bank berechtigt, ohne Titel meine Konten und die
Gemeinschaftskonten zu sperren.
2. Stellt diese Sperre nicht auch eine strafbare Handlung dar.
3. Welche Möglichkeiten, eilt sehr, habe ich meine Konten
frei zu bekommen
4. Ich unterhalte bei der Bank noch ein Wertpapierdepot welches
zur Besicherung eines Darlehens verpfändet ist. Das Darlehen
ist jederzeit rückzahlbar. Meinen Auftrag, sämtliche
Wertpapiere zu verkaufen, das Darlehen zu tilgen und den
Restbetrag an mich auszubezhalen ignoriert die Bank. Kann
ich die Bank hierzu zwingen.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Ein dankbarer Unbekannter

P.S. machen Sie sich um Ihr Honorar (wegen der Kontensperre)keine Sorgen, dieses wird selbstverständlich beglichen.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen wie folgt beantworten:
Zunächst einmal wäre interessant zu wissen, ob die Bank eine nähere Begründung für die Kontensperre mitgeteilt hat. Hiervon hängt Ihr weiteres Vorgehen ab.

Ich unterstelle einmal, dass die Bank ein Zurückbehaltungsrecht (§ 273 BGB) geltend macht. Dies müsste aber auch so erklärt worden sein. Ob dies hier durchgreift könnte insoweit fraglich sein, als das es sich auf dasselbe Rechtsverhältnis beziehen muss.
Zivilprozessual sehe ich nach Ihrer Schilderung keine Möglichkeit der Bank, ohne ei-nen entsprechenden Titel oder Hypothek gerichtlich zu vollstrecken. Einzige Möglichkeit wäre, im Rahmen eines vorläufigen Zahlungsverbotes die gerichtliche Sperre des Kontos zu bewirken. Hierzu müssen jedoch besondere Schutzbedürfnisse des (auch potentiellen) Gläubigers vorliegen, die ich hier nicht sehe.

Gibt es darüber hinaus vielleicht noch weitere Vertragliche Regelungen, die ein ent-sprechendes Recht der Bank begründen?
Ihre Ansprüche auf Freigabe des Kontos und Verfügungen des Wertpapierdepots müssten Sie ggf. im Wege einer einstweiligen Anordnung bei Gericht erwirken. Spätestens hier wird die Bank sich erklären müssen. Diesen Antrag auf einstweilige An-ordnung setzt zwar auch gewisse Punkte voraus, die Eilbedürftigkeit dürfte Ihrem Fall jedoch immanent sein. Ein Anwalt vor Ort wird Sie entsprechend bearten und den Antrag für Sie stellen.
Nebenbei: Gab es im arbeitsgerichtlichen Vergleich evtl. eine Regelung, dass alle wechselseitigen Ansprüche erledigt worden sind? Dann könnte hierunter der vermeintliche Schadenersatzanspruch auch fallen.

Die strafrechtliche Prüfung kann auch nur unter Kenntnis der genauen Gegebenheiten erfolgen, an Untreue pp. wäre aber zu denken.

Im Hinblick auf die Bedeutung der Angelegenheit kann ich Ihnen nur raten, einen Kollegen vor Ort zu konsultieren, der dann auch alle Unterlagen sichten und Sie da-her individueller beraten kann. Im Hinblick auf die Komplexität der Angelegenheit und deren Bedeutung ist eine abschließende Online-Beratung weder sinnvoll noch möglich.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER