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Flugumbuchung/Verspätung

31.01.2008 18:33 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

guten abend,

wir buchten vom 06.01.08 bis 20.01.08 eine pauschalreise über einen reiseveranstalter nach thailand. der hinflug war ein anschlussflug ab berlin tegel über frankfurt/main nach bangkok. aufgrund der verspätung der lufthansa ab berlin, landeten wir verspätet in frankfurt/main, schafften es aber durch rennen ca.12 min vor weiterflug nach bangkok am entsprechenden schalter zu sein. die tickets für den weiterflug wurden uns bereits in berlin ausgehändigt. am schalter wurde uns dann gesagt, dass der flug "zu" sei und die lufthansa habe uns (ohne unser wissen) umgebucht. wir müssen uns direkt an die lufthansa wenden, da eine beförderung mit der thai airways nicht mehr möglich sei?! das flugzeug war aber noch da und wir hatten einen anschlussflug?!! ist diese ungewollte umbuchung überhaupt rechtens?

statt 14.10 uhr mit der thai airways sollte es dann erst um 22.45 uhr mit der lufthansa nach bangkok gehen. der abflug war natürlich wiederholt verspätet um 23.25 uhr. für die überbrückung dieser fast 11,5 stunden erhielten wir von der lufthansa pro person einen essensgutschein in höhe von 20,00 euro.
hat man für diese o.g. zeit einen anspruch auf eine ausgleichsleistung ähnlich wie bei linienflügen?
oder besteht wegen des unfreiwilligen alternativfluges kein recht darauf? wie hoch wäre das in diesem fall?
durch die zeitverschiebung haben wir auch einen ganzen geplanten urlaubstag in bangkok verloren (ankunft ca.15.30 uhr statt 06.20 uhr).
in bangkok kam dann unser ganzes gepäck nicht an. dies erhielten wir kaputt erst zwei tage später. besteht für die beiden sachverhalte auch die möglichkeit auf eine anteilige reisepreisminderung?
wann muss die beschwerde spätestens beim reiseveranstalter vorliegen?

vorab schon mal vielen dank für ihre antwort.

31.01.2008 | 19:46

Antwort

von


(12)
Echter Straße 24
41844 Wegberg
Tel: 02434-4272
Web: http://www.hassiepen-rechtsanwalt.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Basierend auf Ihren Angaben und gemäß der Höhe Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage gerne wie folgt:

Eine Fluggesellschaft kann die Beförderung eines Fluggastes ablehnen, wenn dieser nach einer bestimmten Frist zum Einchecken am Abflugschalter erscheint.

Nach Ihrer Schilderung gehe ich daher davon aus, dass Thai Airways der Lufthansa mitgeteilt hat, dass der Flug "zu" sei und die Lufthansa daher die Umbuchung durchgeführt hat. Grundsätzlich dürfte eine solche Umbuchung rechtens sein, da sie weiteren Verzögerungen durch noch spätere Vornahme der Umbuchung vorbeugt.

Zu Schadensersatzansprüchen:

Hinsichtlich der Verspätung haben Sie einen generellen Schadensersatzanspruch nach Art. 19 MÜ auf den durch die Verspätung entstandenen Schaden. Diese Regelung geht der nationalen Regelung des § 651f BGB: Änderungsvorbehalte; Preissenkung vor. Hier wäre zu prüfen, ob und ggf. welcher Schaden entstanden ist. Allerdings sind hier Entlastungsmöglichkeiten für die Luftfrachtführer gegeben.

Gepäckbeschädigungen werden nach Art. 18 MÜ geregelt, welche ebenfalls der nationalen Regelung vorgeht. Die Beschädigung des aufgegebenen Reisegepäcks müsste innerhalb von 7 Tagen nach Entdeckung des Schadens gem. Art. 31 Abs. 2 MÜ angezeigt worden sein. Sofern diese Anzeige also noch nicht erfolgte, dürften Sie von diesem Anspruch nunmehr ausgeschlossen sein, es sei denn, das Gepäck ist völlig zerstört worden, was Sie in Ihrer Anfrage aber nicht erkennen liessen. Hinsichtlich der reinen Verspätung des Gepäcks, gilt eine 21 tägige Frist. Eine schriftliche Schadensanzeige ist erforderlich.

Einen Ausgleichsanspruch dürften Sie für die Verspätung nicht haben, denn der geplante Flug wurde Ihren Angaben zu folge nicht annuliert.

Hinsichtlich der Verspätung stellt eine insgesamte Flugverspätung von über 11 Stunden sicherlich aber einen Reisemangel dar. Hier käme somit eine Reiseminderung in Betracht.

Auch kommt eine Reisepreisminderung hinsichtlich der Gepäckverspätung und –beschädigung in Betracht (allerdings ohne den eigentlichen Schadensersatz, s.o.)

Hinsichtlich der Geltendmachung der Reisepreisminderungen gegenüber Ihrem Reiseveranstalter besteht eine Frist. Gemäß § 651g BGB: Erhebliche Vertragsänderungen sind derlei Ansprüche innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise gegenüber dem Reiseveranstalter geltend zu machen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben dienlich gewesen zu sein.

Sollten Sie eine Interessenvertretung aus dem Bereich von frag-einen-Anwalt.de heraus wünschen, so kontaktieren Sie mich gerne unter der o.g. Email-Adresse.

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Haßiepen
-Rechtsanwalt-


ANTWORT VON

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