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Behandlungsfehler durch Zahnarzt


01.11.2007 10:17 |
Preis: ***,00 € |

Medienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler



Sehr geehrte Damen und Herren,
folgendes hat sich zugetragen.

Meine Frau war beim Zahnarzt und musste sich einer Wurzelresection* unterziehen.
Der Eingriff verlief vorerst Positiv und das Post operative Schmerzen entstehen war auch klar.
Jedoch nach einigen Tagen wurden die Schmerzen Zunehmend Schlimmer, so das ein erneutes Vorsprechen beim Behandelnden Zahnarzt angestrebt wurde.
Diese jedoch schob einen Kollegen vor der nach der Untersuchung mitteilte das der Benachbarte Zahn der Auslöser sei und das dies durch den Eingriff bedingt noch einige Zeit anhalten könne!
Falls keine Linderung eintritt müsse man eben den gleichen eingriff an dem nun neu Betroffenen Zahn ausführen.
Diese Aussage erstaunte uns etwas, da ja bei der ersten Diagnose dieser Zahn unversehrt war.
Daraufhin suchte Sie einen anderen Zahnarzt auf um sich eine Zweite Meinung zu holen!
Der andere Zahnarzt fertigte erst einmal ein Röntgenbild von der Betroffenen Zahnregion an und Diagnostizierte, das der nun Scherzende Zahn durch den Primären Eingriff Beschädigt wurde.
Es ist eindeutig zu erkennen das eine Halb runde Öffnung an der Zahnwurzel bis zum Nervenkanal führt. D.h. beim Primären eingriff wurde der Gesunde Zahn Beschädigt und die Verletzung verursacht nun Schmerzen.
Mit den neuen Erkenntnissen und den dazugehörigen Beweisen, wurde nun der Behandelnde Zahnarzt erneut um Klärung gebeten und diese nach dem 3 mal die Persönliche Kontaktaufnahme Scheiterte, wurde er Schriftlich zur Stellungnahme Aufgefordert.
Daraufhin ergab sich ein Kurzfristiger Besprechungstermin.
In diesem Termin wies er alle Schuld von sich und meinte er könne kein Verletzung erkennen und die Vertiefungen seien Natürlichen Ursprungs, dabei hielt er als Referenz seine Röntgen aufnahme des Gesamt Kiefers gegen den Ausdruck der Aufnahme der anderen Praxis die 3 Zähne umfasste!
Er Schob die Schmerzen auf die Infektion die vom eigentlichen Eingriff ausging und erklärt das bei Anhaltenden Zustand der Benachbarte Zahn das gleich Schicksal bevorsteht!
Um Auszuschließen das es evtl. wirklich nur ein Aufnahme oder Diagnose Fehler der Zweitmeinung besteht, wurden dann noch 2 andere Zahnärzte und 2 Kieferchirurgen konsultiert, die alle anhand der Röntgenaufnahmen der Zweitmeinung, die Beschädigung durch Fremdeinwirkung betätigen, ein Chirurg war zudem ganz Außer sich und bezeichnete den Gesamt Eingriff als Stümper/Laienhaft!
Er gab die Empfehlung sich durch die Landeszahnärztekammer ein Gutachten erstellen zu lassen und unverzüglich die Behandlung anzustreben!
Alle befragten Zahnärzte sagten auch aus, das eine erneute Wurzelresection* bei diesem Zustand unvermeidlich ist!
Das der erste Zahn zukünftig Stabilisiert und über Kront werden muss, hat mir der Behandelnde auch Verschwiegen, da ein Zahn Ohne ordentliche Wurzel keinen Dauerhaften halt hat und zudem mangels Mineralversorung durch den Körper auch Porös und Brüchig wird!
D.h. in Zukunft müssen 2 Zähne Geschraubt und Überkront werden, was neben der Behandlungs Tortur ein nicht unerheblicher Kostenfaktor ist!
Mittlerweile wurde die LZK angeschrieben und hat uns geantwortet das diese erst nach Einverständniserklärung zur Kostenübernahme in Unbekannter höhe, weil man den Aufwand nicht Abschätzen könne, tätig werden würde!
Solch ein Abkommen kann doch keiner als Grundlage erwarten und daher wurde dem ersuchen einer Kostenübernahme in noch Unbekannter Höhe widersprochen!
Das verhalten der LZK ist schon eine Art Unterlassenehilfeleistung, hätten die anhand der übermittelten Bilder einen Ordentlichen Kostenvoranschlag gemacht, währe das kein Problem, so aber wird die Körperverletzung des Behandelnden Zahnarztes und sicher auch Kammermitgliedes nur Unterstütz und somit das Kammermitglied zu Schützen!
Die anderen Zahnärtze sind der meinung das eine behandlung und somit Abstellung der Schmerzen erst nach einem Juristisch Fundamentalistischen Gutachten angebracht sei.
Auch der Medizinische Dienst der Krankenkasse ist bereits Aktiv, aber auch da kann es bis zu 6 Monate andauern bis ein Gutachten zustande kommt!

Was kann man machen, die Schmerzen werden immer Unerträglicher und seit 14tagen werden Schmerzlindernde Medikamente eingenommen.

Das kann doch nicht sein das man einen Menschen Leiden lässt um ihm im Nachhinein seine Rechte zu zusprechen, die wohl immer weniger Anschlagen?

Wir suchen auf diesem weg Rat eines Juristen, der wenn möglich die Sache dann auch Anschließend übernimmt und über unsere RSV der Allianz Abrechnet!

Wir würden uns die Örtliche nähe zum RA wünschen und währen bereit Westlich zwischen Bergstraße und Rhein und zwischen Darmstadt und Mannheim einen RA zu Beauftragen!

Der betroffene Zahnarzt hat seine Paxis in Pfungstadt bei Darmstadt und wir haben den Wohnsitz in 64584 Biebesheim

Mit freundlichen Grüßen

*=Zahnwurzelkürzende Behandlung durch Operativen eingriff am Kiefer!

PS: der hier angegebene Betrag ist natürlich exklusiv, der RSV!
Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Für Ihr weiteres Vorgehen sind zwei Dinge zu unterscheiden. Zum einen der gesundheitliche Zustand Ihrer Frau und zum anderen die rechtliche Aufarbeitung. Ersterer bedingt, schnellstmöglich eine Lösung zu finden, die die Schmerzen abstellt und eine ordnungsgemäße (abschließende) Behandlung sichert. Bei der rechtlichen Aufarbeitung ist dagegen leider mit einem gewissen Zeitfaktor (für Gutachten und/oder außergerichtliche oder gerichtliche Verhandlungen) zu rechnen, der nicht allein mit Schmerzmitteln überstanden werden kann.

Für den „rechtlichen“ Nachweis eines Behandlungsfehlers bedarf es eines Gutachtens, aus dem ersichtlich wird, dass das Vorgehen des Zahnarztes nicht dem derzeitigen zahnmedizinischen Standard entsprach. Dafür ist notwendig, schnellstmöglich, den derzeitigen Zustand in einem Sachverständigengutachten feststellen zu lassen, um diesen sodann schnellstmöglich beheben zu können. Erfolgt die Behebung des Fehlers vor dessen Feststellung, ist im Nachhinein die Beweisführung erschwert oder im schlimmsten Fall nicht mehr möglich.

Daher haben Sie bereits die richtigen Wege eingeschlagen. Zum einen haben Sie Zweitmeinungen eingeholt, die Sie sich, soweit möglich, schriftlich bestätigen lassen sollten. Zum anderen haben Sie sich auch um ein Gutachten bemüht. So unterstützen sowohl die LZK, als auch die Krankenkassen betroffenen Patienten bei der Erstellung eines Gutachtens. Diese Gutachten sind für den Patienten (überwiegend) kostenlos, allerdings zumeist mit einem festgestellten zeitlichen Faktor (3-9 Monate) verbunden. Die unbeschränkte Kostenübernahmeaufforderung der LZK verwundert übrigens.

Darüber hinaus bestehen jedoch weitere Möglichkeiten, ein entsprechendes Gutachten zu erhalten, um Schadens- und Schmerzensgeldansprüche vorzubereiten und begründen zu können. Zum einen kommt die Beauftragung eines Privatgutachtens durch einen Zahnarzt in Betracht. Dies ist zumeist zeitnah möglich, allerdings mit einigen Kosten verbunden. Zum anderen kommt die Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens in Betracht. In Ihrem Fall besteht die Möglichkeit, durch ein gerichtliches Beweissicherungsverfahren eine zeitnahe Beurteilung durch einen Sachverständigen zu erhalten. Dieses kann sodann Grundlage einer zeitnahen Einigung sein; zumindest wäre damit der derzeitige Zustand relativ zeitnah festgestellt. Den Vorteil, den Sie dabei haben ist, dass Sie schildern, rechtsschutzversichert zu sein. Soweit Deckungsschutz besteht würde damit die Rechtsschutzversicherung die Kosten des Verfahrens übernehmen.

Auf weitere Verzögerungen durch den behandelnden Zahnarzt oder die LZK sollten Sie sich dagegen nicht einlassen. Gleiches gilt für Behandlungen, die den derzeitigen Zustand zwar beseitigen, nach denen aber eine rückwirkende Feststellung/Nachvollziehung eines Behandlungsfehlers nicht mehr möglich ist.

Soweit Sie dies wünschen, stehe ich Ihnen bei der Überprüfung des Geschehenen und der Vorbereitung und Durchsetzung Ihrer Ansprüche gegen den behandelnden Zahnarzt und insbesondere dessen Haftpflichtversicherung gerne zu Verfügung. Dazu gehört auch die vorherige Einholung einer Deckungszusage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung. Ich bin schwerpunktmäßig im Medizinrecht tätig und begleite eine Vielzahl von Patienten, die von gleichartigen Fehlern betroffen sind. Der Sitz der Kanzlei befindet sich in Mainz, so dass die räumliche Nähe gegeben ist. Gerne können Sie sich daher zur Vereinbarung eines zeitnahen Besprechungstermins per Telefon (06131/223625 – bitte beachten Sie, dass heute Feiertag in Mainz ist) oder per eMail (mail@ra-freisler.de) mit der Kanzlei in Verbindung setzen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.


Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -

www.ra-freisler.de
www.kanzlei-medizinrecht.net

Nachfrage vom Fragesteller 02.11.2007 | 11:21

Hallo Hr. Freisler und vielen dank für ihre Spontane Antwort.

Mir stellt sich nur die Frage, warum die bisherigen Röntgenaufnahmen keine Beweiskraft haben.
Im falle des Bestreitens könnten diese durchaus als Nachweis dienen. Wir haben die Röntgenaufnahme des Beschuldigten der den Zustand vor dem Eingriff darstellt und die der Zweitmeinung nach dem Eingriff.

Könnte man in dem fall das es zum Prozess kommt nicht diese Röntgenaufnahmen als Beweis vorlegen und statt eines Gutachtens die Ärtzte der Zweitmeinung als Zeugen aufrufen?

Es geht nur darum das ihr jetztige zustand immer unerträglich wird und eine Baldige Linderung eintretten muß und nicht noch tage und wochen bis zu irgend welchen Gutachten vergehen sollen.

Ob die Dauermedikation der Schmerzmittel nicht auch noch Sekundäre Auswirkungen hat ist auch noch zu klären, so Depressiv und Handlungseingeschränkt war sie noch nie, nicht einmal nach der Sektio zur Geburt.

Es dürfte allgemein bekannt sein das Schmerzen im Kopfbereich, egal ob Ohren oder Zähne, besonderes Unangenehm sind und wenn die Kostenintensiven Spätfolgen nicht währen, würde wir das schon längst behoben haben! Wer mag schon 3 Wochen Zahnschmerzen haben...

Zur beauftragung muss leider erwähnen werden, liegt ihre Kanzlei, sofern Mainz nicht Umgezogen ist :-) , nicht in dem von uns eingegrenzten Gebiet.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.11.2007 | 11:36

Vielen Dank für die Nachfrage.

Selbstverständlich stehen die bereits gefertigten Röntgenaufnahmen für eine Beweisführung zur Verfügung. Zudem können auch die bereits aufgesuchten Zweitmeinungen als Zeugen aufgeführt werden.

Ob dies ausreichend ist, kann ich hier allerdings nicht beurteilen. Dafür kommt es darauf an, ob sich allein aus den Aufnahmen sämtliche Ableitungen für einen Behandlungsfehler schließen lassen oder ob dafür noch weitere Feststellungen erforderlich wären. Da dies eine medizinische Frage ist, kann Ihnen über die Aussagekraft ggf. einer der Zweitmeinungen nähere Angaben machen. Selbstverständlich können auch die Zweitmeinungen als Zeugen vorgebracht werden. Aus der Erfahrung spricht aber, dass mündliche Aussagen zumeist nicht in der Art vor Gericht wiederholt werden und schriftliche zumeist nur gegen Geld erfolgen. Das Gericht wird daher und äußert wahrscheinlich ein eigenes Sachverständigengutachten einholen. Das Verfahren ist somit so vorzubereiten, dass diesem Sachverständigen die relevanten Informationen vorliegen.

Mir ist bewusst, dass Mainz nicht in dem geographisch umrissenen Gebiet liegt, allerdings besteht entfernungstechnisch kein Unterschied. Selbstverständlich bleibt es aber Ihnen überlassen, wie und unter welcher Begleitung Sie weiter vorgehen.

Lösungen für ein baldiges Gutachten habe ich Ihnen aufgezeigt. Für die gesundheitliche und rechtliche Durchsetzung Ihrer Interessen wünsche ich guten und insbesondere schnellen Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Martin P. Freisler
Rechtsanwalt

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