Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Bankfehler-Abbuchungen anderer Kreditkarte auf Girokonto


05.04.2006 09:51 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht



Hallo,
es geht hier um einen schweren Abrechnungsirrtum meiner Bank. Das Girokonto über das auch meine Kreditkarte läuft wurde zwischen 14.6.06 und 15.11.06 insgesamt 4 mal mit den Beträgen eines anderen Kreditkartenbesitzers belastet. Leider ist mir das erst im Dezember 2006 auf den Kontoauszügen aufgefallen, obwohl der Gesamtbetrag bei 713 Euro liegt. Der Telefonservice der Bank recherchierte kurz und es stellte sich heraus dass die Bank wohl aufgrund eines Eingabefehlers Kreditkartenabbuchungen des anderen Kunden der selben Bank irrtümlich von meinem Konto abgebucht hatte. Man sicherte mir schnelle Korrektur und Rückzahlung zu. Nachdem nichts passierte rief ich ca. wöchentlich einmal den Service an und erfuhr immer die Sache wäre bald erledigt. Im Februar war die versprochene Rückzahlung leider immer noch nicht da. Eine briefliche Nachfrage brachte keine Antwort, bzw. ein "dummstellen" der Bank ("um was geht es?").

Meine Frage: Die Reklamationsfrist für Buchungsirrtümer ist natürlich abgelaufen. Allerdings handelt es sich in diesem Fall um einen besonders schweren Fehler der Bank, was mich, vom Service in meiner Ansicht bestätigt, in dem Glauben ließ, daß hier trotzdem eine Rückzahlung erfolgen würde.

Habe ich eine rechliche Handhabe, die Beträge zurückzuerhalten?

Hätte ein Rechtsstreit angesichts der fahrlässigen Hnaldungsweise der Bank Aussicht auf Erfolg, obwohl ich meiner Prüfungspflicht bzg. der Kontoauszüge nicht rechtzeitig nachgekommen bin?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Rechtssuchender,

aufgrund der vorliegenden Informationen nehme ich wie folgt Stellung:

Mit dem von Ihnen genannten Abrechnungszeitraum soll wohl das Jahr 2005 und nicht 2006 gemeint sein.

In der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Banken (AGB) ist die Haftung der Bank und ein eventuelles Mitverschulden des Kunden geregelt. Da diesseits nicht bekannt ist, bei welcher Bank Sie Kunde sind, sollten Sie sich die AGB besorgen. Es wird aber auch bei Ihrer Bank geregelt sein, dass der Kunde die Kreditkartenauszüge auf ihre Richtigkeit und Vollständigkeit hin zu überprüfen hat. Einwendungen gegen den Rechnungsabschluss der Bank sind unverzüglich anzuzeigen.
Rechnungsabschlüsse gelten als genehmigt, wenn Ihnen nicht innerhalb von 6 Wochen nach Zugang widersprochen wurde. Regelmäßig erfolgt ein entsprechender Hinweis auf den jeweiligen Rechnungsabschlüssen. Untätigkeit geht somit zu Ihren Lasten, den mit Ihrem Schweigen haben Sie die Buchungen genehmigt.

Zumindest könnten Sie gegen die Abbuchung bzw. Abbuchungen vom November 2005 noch rechtzeitig Einwendungen erhoben haben, da Sie schreiben, sie hätten im Dezember die Unrichtigkeiten bemerkt. Da Sie aber lediglich telefonisch mit der Bank in Kontakt traten, sind die Schriftformvoraussetzungen für Einwendungen nicht erfüllt.

Obgleich Sie diese Sechs-Wochen-Frist versäumt haben, könnte Ihnen die AGB Ihrer Bank weiterhelfen. Denn hier sollte ferner geregelt sein, dass im Falle der nachträglicher Feststellung der Unrichtigkeit sowohl die Bank als auch der Kunde eine Richtigstellung nach den gesetzlichen Vorschriften verlangen kann. Im Zweifelsfall müssen Sie bewiesen, dass Ihr Konto zu Unrecht belastet wurde.

Ich rate Ihnen für die weitere Vorgehensweise an, von weiteren Telefonaten mit der Bank abzusehen und sich nochmals in Schriftform mit der Bank auseinander zu setzen (Einschreiben mit Rückschein). Neben der Schilderung des Sachverhaltes einschließlich des Eingeständnisses der Bank, eine Falschbuchung vorgenommen zu haben sollten Sie der Bank eine Frist von 14 Tagen zur Rückzahlung der fälschlicherweise abgebuchten Forderungen setzen. Grundsätzlich würden Ihnen auch die Erstattung von eventuellen Zinsschäden zustehen. Angesichts des Umstandes, dass Sie eine längere Zeit keine Einwendungen erhoben haben, könnte die Geltendmachung dieses Schadensersatzanspruchs als rechtsmissbräuchlich angesehen werden.

Sollten Sie nach schriftlicher Kontakttaufnahme und nachfolgender Stellungnahme Ihrer Bank noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich unter Anwalt-Kiel@web.de an mich.

Diese Stellungnahme soll Ihnen nur eine erste Orientierung bieten. Sie ersetzt nicht die umfassende Beratung durch einen Anwalt.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Pilath
Rechtsanwalt


FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER