Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

zwischen Elternzeit und Mutterschutz

16.10.2019 12:20 |
Preis: 55,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jörg Klepsch


Sehr geehrte Damen und Herren,

unser erstes Kind ist in Februar 2018 geboren. Ich befinde mich noch bis Januar 2020 in Elternzeit. Mein geplanter erster Arbeitstag würde der 01.02.2020 sein.
Ich bin jetzt wieder Schwanger. Zwischen Elternzeit und Mutterschutz wäre noch 3 Wochen Zeit.
Ich weiss nicht, wie ich mich gegenüber dem Arbeitgeber verhalten sollte.
In der ersten Schwangerschaft hatte ich Beschäftigungsverbot. Jetzt würde ich das auch bekommen (Tätigkeit im Gesundheitswesen). Oder wäre eine Krankschreibung besser?
Wie hoch wird dann das Mutterschaftgeld? Oder das Elterngeld? Niedriger als in der ersten Schwangerschaft?
Was kann ich machen bzw. was sollte ich auf gar keinen Fall machen um finanziellen Nachteilen entgegenzuwirken?

Mit freundlichen Grüßen

In Ihrem Fall endet die Elternzeit bevor nächste Schutzfrist beginnt. Das bedeutet grundsätzlich, dass Sie ein Arbeitsverhältnis haben wie vor der Elternzeit mit den gleichen vertraglichen Konditionen, das Arbeitsverhältnis lebt einfach wieder auf. Sie müssen also der entsprechend Ihre Arbeitszeit erbringen und erhalten die entsprechende Vergütung mit allen weiteren Leistungen. Wenn das in Ihrem Fall dann bedeutet, dass Sie eine Tätigkeit ausüben müssten die nach dem Mutterschutzgesetz aber gefährdend ist, dann tritt, wie bei der ersten Schwangerschaft, sofort ein Beschäftigungsverbot ein. Letztlich werden Sie dann entsprechend Ihrer tariflichen Eingruppierung weiter bezahlt. (Ich gehe davon aus, dass ein Tarifvertrag Anwendung findet.) Entweder nimmt man den Lohn, den Sie im Rahmen des ersten Beschäftigungsverbots erhalten haben, allerdings um entsprechende Tariflohnsteigerungen erhöht, oder man nimmt das durchschnittliche Arbeitsentgelt einer vergleichbaren Arbeitnehmerin bzw. eines vergleichbaren Arbeitnehmers. (§ 18 i.V.m. § 21 MuSchG ) Das kommt aber letztlich auf dasselbe raus.

Eine Arbeitsunfähigkeit wäre ja wohl nicht vorhanden, der Weg über das Beschäftigungsverbot ist rechtlich eindeutiger und sauber.

Für das Elterngeld kommt es ja immer auf das Einkommen aus den zwölf Kalendermonaten vor dem Monat der Geburt des Kindes an. Allerdings bleiben die Zeiten der Schutzfristen und der Zeitraum in dem Elterngeld für ein älteres Kind bezogen wurde, unberücksichtigt. (§ 2b BEEG ) Das gilt auch für ein Beschäftigungsverbot. Im Endeffekt wird also das alte Einkommen aus der Zeit vor der ersten Schwangerschaft und damit letztlich das gleiche wie beim bisherigen Elterngeld zugrundegelegt.



FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 73885 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Frau Stadler ist auf alle unsere Fragen eingegangen und hat die Situation nicht nur rechtlich bewertet, sondern zusätzlich über den Tellerrand hinaus auch Hinweise erteilt. Wir danken Frau Stadler für ihre schnelle und ausführliche ... ...
FRAGESTELLER
4,0/5,0
schnell, kurz, bündig und informativ ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnell und sehr hilfreich - um es kurz zusammenzufassen. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER