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zwangsweise Stillegung des Schwimmbades durch den Verwalter


17.07.2006 00:38 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrter Damen und Herrn,

In einer Wohnanlage mit 18 Wohnungen wurde von mir vor einigen Jahren eine Einzimmerwohnung im Untergeschoß erworben. Hauptsächliche damalige Kaufentscheidung war, dass sich gleich neben der Wohnung das Schwimmbad der Wohnanlage befindet.

In den vergangenen Eigentümerversammlungen wurde immer wieder über die Stilllegung des Schwimmbades abgestimmt und da die Stilllegung nur vorgenommen werden kann wenn alle Eigentümer zustimmen kam es bis jetzt nicht dazu, da ich immer dagegen war.

Nun ist eine große Reparatur notwendig, ohne diese ein Weiterbetreiben des Schwimmbades nicht möglich ist. In einer außerordentlichen Eigentümerversammlung welche in meinem Urlaub anberaumt und abgehalten wurde, kam es zur Entscheidung kein Geld mehr für die Reparatur zu genehmigen.
Somit wird nun das Schwimmbad zwangsweise stillgelegt.

Stellt sich nun die Frage:

- Gibt es für mich eine Möglichkeit die Stilllegung zu vermeiden ?
- Wenn nicht, habe ich die Möglichkeit wegen einem Wertverlust meiner Wohnung eine Entschädigung von der Hausgemeinschaft zu bekommen.(ist nun nur noch eine normale Kellerwohnung)
- Sollte meine Mieterin nun eine Mietminderung veranlassen, da ein wesentlicher Bestandteil des Mietobjekt nicht mehr vorhanden ist, habe ich Anspruch auf eine Entschädigung von der Hausgemeinschaft.

Vielen Dank
Guten Tag,

die Wohnungseigentümergemeinschaft ist u.a. nach § 21 V WEG zu einer ordnungsgemäßen Instandhaltung bzw. Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums verpflichtet.

Hierzu gehört auch, schadhaftes Gemeinschaftseigentum zu reparieren, soweit die Reparatur wirtschaftlich vertretbar und sinnvoll ist. Ob dies der Fall ist, hängt vom Einzelfall, insbesondere von den Kosten und den Erfolgsaussichten einer Renovierung ab. Ob unter diesen Gesichtspunkten ein Beschluß der WEG-Versammlung fehlerhaft ist, nicht zu reparieren, sondern stillzulegen, kann ich nicht abschließend beurteilen.

Ein derartiger Beschluß wäre grundsätzlich fehlerhaft, da die Gemeinschaft nicht nur mehrheitlich beschließen kann. Der Beschluß wird allerdings wirksam, wenn Sie nicht binnen eines Monats ab der Beschlußfassung Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit beim Amtsgericht stellen. Diese Frist müssen Sie unbedingt einhalten, da ansonsten der Beschluß, unabhängig davon, ob er nur mehrheitlich ergangen ist, wirksam wird.

Nur dann, wenn der Beschluß fehlerhaft ist (also auch in der Sache falsch), haben Sie die Möglichkeit, die Gemeinschaft auf Schadensersatz in Anspruch zu nehmen. Dieser beträfe zum einen die etwaige Wertminderung Ihres Eigentums und etwaige Mietkürzungen.

Ich hoffe ich habe Ihnen weiter geholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Astrid Wiemer
Rechtsanwältin

Freilichtbühnenstr. 24
26639 Wiesmoor
Tel. 04944-6066
Fax 04944-6077
email: info@fachanwalt-aurich.de

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