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zusammen veranlagt, kann Hausfrau Weiterbildundskosten geltend machen

07.11.2005 23:21 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers


Ich bin mit meiner Ehefrau zusammen veranlagt. Meine Frau ist seit 7 Jahren Hausfrau und sorgt für die Kinder (7 und 4 Jahre). Seit Dez. 2003 ist sie (ehrenamtlich / Honorar in 2004, 100,- Euro) im Vorstand eines allgemeinnützigen Vereins tätig. Sie ist dort u.a. für die Buchhaltung zuständig. 2x pro Woche ist sie für ca. 2-3 Stunden in den Vereinsräumen zum arbeiten. Weiterhin arbeitet sie auch zu Hause am Schreibtisch und Computer für den Verein.

Sie übt diese Tätigkeit auch aus dem Grund aus, um sich in ihrem Beruf (Bürokauffrau) wieder zu qualifizieren / weiterzubilden und nach der Kindererziehung die Einstiegschance für den Beruf zu verbessern.

Frage:
Kann ich Werbungskosten für meine Frau überhaupt geltend machen, wenn sie keine eigenen Einkünfte hat (keine Anlage N ausfüllt)?
Kann ich die Fahrtkosten, Parkgebühren, Arbeitsmittel und Arbeitszimmer als Werbungskosten absetzen?
Kann ich ihre Weiterbildungsmaßnahmen absetzen?

Vielen Dank / Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Online-Anfrage und beantworte diese wie folgt:

Die Aufwendungen, die Ihrer Ehefrau in Zusammenhang mit der Ausübung des Ehrenamts entstehen, kann diese dann als Werbungskosten geltend machen, wenn objektiv ein Zusammenhang mit der zukünftigen beruflichen Tätigkeit besteht, hier insbesondere der berufliche Wiedereinstieg durch die jetzige ehrenamtliche Arbeit erleichtert wird, und subjektiv diese Aufwendungen zur Förderung der späteren beruflichen Tätigkeit gemacht werden. Dies ist hier offenkundig der Fall, da eine enge inhaltliche Bindung zwischen beruflicher Tätigkeit (Bürokauffrau) und Ehrenamt (Buchhaltung) besteht.

Dass Ihre Ehefrau derzeit keine eigenen Einkünfte erzielt, steht enem Werbungsksotenabzug nicht im Wege. Sowohl die Fahrtkosten/Parkgebühren als auch Arbeitsmittel und Weiterbildungskosten können als sog. vorab entstandene oder vorweggenommene Werbungskosten bereits im Jahr ihrer Entstehung geltend gemacht werden. Was allerdings die Kosten für ein Arbeitszimmer anbelangt, sind diese nur dann (bis max. 1.250,00 EUR) abziehbar, wenn die Nutzung des Arbeitszimmers mehr als 50 % der gesamten ehranamtlichen Tätigkeit beträgt.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Achim Schroers
Rechtsanwalt

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