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zugewinn und erbe

22.04.2017 16:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Zur Auswirkung einer Erbschaft auf Zugewinn.

sehr geehrte dame, sehr geehrter herr,
ich habe folgenden fall zum zugewinnausgleich:
es gibt zwei erben und einen pflichtteilsberechtigten.
das bankguthaben (10 teur) des verstorbenen reicht nicht aus um den pflichtteil (30 teur) zu bedienen.
das geerbte haus (170 teur) soll nicht verkauft werden, es bleibt zunächst in der zweier-erbengemeinschaft und dient einem der erben als neue wohnung in einem trennungsfall, der erst nach obigem todesfall eintritt.
um die differenz auszugleichen würde nun jeder erbe -zusätzlich zu dem bankguthaben- aus seinem geldvermögen 10 teur an den pflichtteilsberechtigten zahlen, damit wäre der anspruch bedient.

meine frage ist nun, wie sich diese zahlung des getrennt lebenden erben auf den zugewinnausgleich mit seinem ehepartner auswirkt:
1. wird der ehepartner im rahmen des zugewinnausgleichs an dieser zahlung (indirekt) mit 5 teur beteiligt?
2. ist es von bedeutung ob der pflichtteilsanspruch vor oder nach der trennung geltend gemacht wurde?
3. gibt es weiteres zu beachten?

ich freue mich auf ihre antwort und grüsse sie freundlich


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Zugewinn ist nach § 1373 BGB der Betrag, um den das Endvermögen eines Ehegatten das Anfangsvermögen übersteigt.

Dabei ist nach § 1374 Abs. 2 BGB Vermögen, das ein Ehegatte nach Eintritt des Güterstandes von Todes wegen erwirbt (erbt), nach Abzug von Verbindlichkeiten dem ANFANGSVERMÖGEN zuzurechnen. Der Zweck dieser Ausnahmeregelung besteht darin, solche Vermögensbestandteile. die inkeinem Zusammenhang mit der ehelichen Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft stehen, sondern einem Ehegatten von Dritter Seite aufgrund persönlicher Beziehungen oder ähnlicher Umstände zufließen, an denen der andere Ehegatte keinen Anteil hat (BGH NJW 1995,3113).

2.
Ihre Fragen beantworten sich daher wie folgt:

Zahlungen der Miterben aus eigenen Mitteln an den Pflichtteilsberechtigten beeinflussen den Zugewinnausgleich nicht.

Es ist ohne Bedeutung,ob der Pflichtteisanspruch vor oder nach der Trennung geltend gemacht wurde.

Die Belege über die Überweisungen an den Pflichtteilsberechtigten sollten aufbewahrt weden, damit die Zahlungen nachgewiesen werden können.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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