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zugewinn u. unterhalt


02.09.2007 21:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



guten tag,
ich bin seit sept. letzten jahres von meinem mann geschieden, offen ist noch zugewinn, im oktober ist die nächste verhandlung. weiterhin soll ende des jahres nochmals die unterhaltzahlung an ihn überprüft werden. ich zahle monatlich 400 euro mietausgleich für das gemeinsam erworbene haus, in dem ich mit meinem sohn lebe, zusätzlich zahle ich 350 euro unterhalt und 500 euro monatlich seine schulden bei der bank ab. weiterhin zahle ich alle hauskredite allein ab, ca. 800 euro. unterhalt an meinen sohn zahlt mein exmann nicht, in vereinfachter form habe ich den klageweg nun bestritten. er war selbständig, wir hatten eine gemeinsame firma, er geschäftsführer, hat diese heruntergewirtschaftet aufgrund von massiver suchtthematik u. entsprechender schulden. weiterhin hat er letztes jahr eine herzbyepass-op. er schildert, er sei nicht erwerbsfähig- ohne arztbelege u. gutachten u. könne daher nicht arbeiten- unternimmt aber nichts, um aus der sucht herauszukommen. ganz im gegenteil, er setzt mich ständig unter druck ihm mehr geld, früher geld zu zahlen. andernfalls droht er mir seit über einem jahr mit der vernichtung meiner beruflichen existenz (bin selbständig)durch verleumdung. mein rechtsanwalt ist bisher nicht auf diese thematik eingegangen. bin ich weiterhin gezwungen ihm unter diesen umständen bis zu meinem lebensende unterhalt zu zahlen?
muß er nicht selber sich auch um arbeit bemühen? Im übrigen: er hat letztes jahr versucht mich umzubringen, aufgrund dessen kam es zur wohnungszuweisung bis okt. letzten jahres.
des weiteren:
wir haben vor 16 jahren gemeinsam ein haus gekauft, ich habe 75.000 euro aus meinem erbe u. bausparvertrag damals investiert, er nichts. die kredite habe ich seither alle allein bezahlt.
er kommt aus dem ausland, seine eltern verstarben zwischenzeitlich. er hat währenddessen eine kleine summe von ca. 5000 euro dort gezahlt bekommen, dieses geld aber nie für unser haus oder sonstiges ausgegeben, sondern für seine schulden bei der familie genutzt. er gibt nun an, dass eine dortige immobilie einen anfänglich hohen wert hatte umgerechnet. wird eine solche summe denn auch in den zugewinn zugerechnet?
anschaffungspreis haus: 260.000 dm,
gutachten heute: 140.000,- euro
das haus ist noch nicht abgezahlt, 40.000 euro müssen noch geleistet werden. 20.000 euro zahle ich seit letzten jahr für ihn noch an eigenen schulden bei der bank. des weiteren sind reparaturarbeiten , gutachterkosten von mir in höhe von ca. 10.000 euro seit der scheidung gezahlt worden. einkommensteuer, gemeinsam veranlagt, für 2005 bis 2007 stehen noch an in höhe von ca. mind. 20.000 euro.
er weigert sich , sich an diesen kosten sich zu beteiligen, sein anwalt hat 110.000 euro von mir gefordert an zugewinn. mit in die berechnung ist auch angeblich mein praxiswert geflossen, seine bewertung seiner selbständigkeit mit dem firmenaufbau von 12 jahren an internationalen kontakten blieb außen vor(allerdings ist die gmbh nun in insolvenz gegangen-firmenkontakte bestehen aber weiter).
aufgrund der immens hohen zugewinn-bewertung des gegnerischen anwaltes (prozesskostenbeihilfe) bin ich nicht mehr in der lage meinen rechtsanwalt in dieser höhe zu zahlen.
welche möglichkeiten habe ich? der richter sagte bei der letzten verhandlung, eine anwaltspflicht bestünde bei der nächsten zugewinnverhandlung nicht, stimmt das? wie kann ich mich einigen mit meinem exmann? (er ist übrigens aufgrund seiner sucht völligst unrealistisch und benötigt immer extrem viel geld).
welche summe käme auf mich zu bzgl. zugewinn?
bin ich wirklich verpflichtet, alle kosten allein zu zahlen?
kann ich mich direkt an den richter wenden und die situation schildern, anträge auf gutachten stellen usw.?


im voraus herzlichen dank!


-- Einsatz geändert am 03.09.2007 09:27:45

-- Einsatz geändert am 03.09.2007 10:05:26

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Sehr geehrte Ratsuchende,


nach dem von Ihnen geschilderten Sachverahlt werden Sie sicherlich nicht verpflichtet sein, "lebenslang" Unterhalt zu zahlen.

Denn selbst wenn Ihr Ex-Ehemann derzeit arbeitsunfähig wäre, wäre er nach der Rechtsprechung verpflichtet, ALLES Mögliche zu unternehmen, seine Arbeitskraft wieder herzustellen - und genau daran fehlt es hier, so dass Sie sich überlegen sollten, eine zeitliche Begrenzung der Unterhaltspflicht gerichtlich durchzusetzen. Dieses wäre mahbar, wobei allerdings eine individuelle Beratung noch vorzuschalten wäre.



Hinsichtlich des Zugewinnes besteht zwar in der Tat kein Anwaltszwang, ratsam wäre aber ein Vorgehen ohne anwaltliche Hilfe hier sicher nicht.

Denn der Gegenanwalt hat offenbar eine Rechnung aufgestellt, die das Gericht wohl nicht für unrealistisch erachten, wobei aber die Schulden, Ihre alleiige Kostenlast und auch die Frage der Billigkeit (Sie schreiben von einer eigenverschuldeten Sucht) zu prüfen und auch schriftlich vorzutragen sind - sicherlich wäre auch der Wert der Firma zum Stichtag zu berücksichtigen, was aber ebenfalls vorzutragen ist.

Daher sollten Sie mit Ihrem Anwalt sprechen, auch über eine mögliche Vergütungsvereinbarung und Zahlungsmodalitäten. Auch besteht ggfs. die Möglichkeit, Ihrerseits nun PKH zu beantragen.

Als Auftraggeber sind Sie vorrangig verpflichtet, die von Ihnen beauftragten Anwalt auch zu zahlen; ob Sie dann einen Ausgleichsanspruch gegen den Ex-Ehegatten haben werden, wird das Gericht in der Kostenentscheidung bestimmen, kann so nicht vorhergesagt werden (auch nicht die Frage der Durchsetzbarkeit).

In welcher Höhe tatsächlich Zugewinn zu zahlen ist, vermag ich mangels konkreter Berechnung - die so nicht möglich ist - nicht vorhersagen.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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