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zu Unrecht verurteilt

19.02.2008 17:17 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Sohn (17) und sein Freund (18) wurden beide beschuldigt und auch verurteilt wegen schwerer Körperverletzung. Wir wissen, dass die beiden Jungs den Beschuldigten nicht verprügelt haben. Die wahren Täter sind beide vorbestraft und keiner der Zeugen hat aus Angst, selber Prügel zu beziehen eine eindeutige Aussage gemacht. Es gab zwei Verhandlungstage und keiner der Zeugen konnte aussagen, wer den Jungen verprügelt hat. Eine Zeugin, die mit einem der wahren Täter ein "Bettverhälnis" hatte, sagte aus, dass mein Sohn und der Freund es gewesen sind. Auf Grund dieser einzigen Aussage wurden die Jungs schuldig gesprochen. Selbst der Geschädigte weiß wer ihn verprügelt hat- und sagt es nicht, aus Angst er könnte noch mal verhauen werden. Nun müssen wir alles Bezahlen - die Gerichtskosten, Schmerzensgeld etc...
Einer der Täter hat sich geäußert, sich an den Kosten zu beteiligen - was für mich ein eindeutiges Geständnis ist. Aber ich habe keine Gewißheit, ob er es wirklich tut. Mein Sohn hatte zur ersten Gerichtsverhandlung keinen Anwalt und es wurde im auch kein Pflichtverteidiger gestellt - die Anwälte haben die Jungs auch schlecht beraten - sie hätten die Jungs darauf hinweisen müssen, von Anfang an zu sagen, wer es wirklich gewesen ist und das sie keine Angst haben müßten selber verprügelt zu werden. Was kann ich denn jezt noch machen, das die wahren Täter bestraft und mein Junge offiziell unschuldig gesprochen wird. Gibt es denn noch irgendwo Gerechtigkeit?

19.02.2008 | 17:37

Antwort

von


(67)
Alt-Moabit 62-63
10555 Berlin
Tel: 030 / 397 492 57
Web: http://www.rechtsanwalt-ausländerrecht.de
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in);

Ihre Frage beantworte ich Ihnen gerne wie folgt:

Um einen Freispruch zu erreichen muss gegen das vom Amtgericht gesprochene Urteil unbedingt FRISTGERECHT und in der vorgeschriebenen FORM RECHTSMITTEL eingelegt werden. Die Frist beträgt im Regelfall eine Woche, gerechnet ab der mündlichen Urteilsverkündung. Sollte diese Frist versäumt werden, wird es sehr sehr schwierig, noch einen Freispruch zu erzielen, weil das Urteil dann rechtskräftig ist.

Es sollte im Übrigen nicht sofort Berufung eingelegt werden. Denn ob das Rechtsmittel als Berufung oder Revision durchgeführt werden soll, hängt insb. von den schriftlichen Urteilsgründen ab.

Wenn Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt wird, kommt es zu einer zweiten Hauptverhandlung (im Falle der Berufung). In dieser wird das Landgericht entscheiden.

Wenn der bisherige Anwalt Ihren Sohn nach Ihrer Einschätzung schlecht beraten hat, sollten Sie für die zweite Instanz einen anderen Anwalt beauftragen. Dies sollte wegen der laufenden Frist schnell erfolgen.

Der Anwalt wird dann sofort Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen und gleichzeitig Akteneinsicht beantragen. Nach Erhalt der Akteneinsicht und des erstinstanzlichen Urteils kann dann eine Verteidigungsstrategie erarbeitet werden.

Inhaltlich kann ich ohne Akteneinsicht zu dem besten Vorgehen nur wenig sagen. Es sollte unbedingt versucht werden, die Zeugen zu einer wahren Aussage oder die wirklichen Täter zu einem Geständnis zu bewegen. Wenn sich das Angebot eines der Täter, einen Teil der Gerichtskosten zu übernehmen, beweisen lassen könnte, wäre dies ein starkes Indiz für die Unschuld Ihres Sohnes.

Wie diese Aussagen am besten zu erreichen sind, kann nur nach Akteneinsicht abschließend entschieden werden. Evtl. bietet sich hier auch eine versteckte Aufnahme eines Gesprächs mit dem Täter auf Band an (um nur ein Beispiel zu nennen).

Bitte teilen Sie mir im Rahmen der kostenlosen Nachfrage noch mit, wann das Urteil von welchem Gericht gesprochen wurde (Tag der mündlichen Urteilsverkündung) und zu welcher Strafe Ihr Sohn verurteilt worden ist. Natürlich können Sie auch noch eine sonstige Nachfrage stellen.

Ich hoffe, Ihnen bis hierher schon einmal eine erste Übersicht geboten zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Cziersky-Reis
Rechtsanwalt

Alt-Moabit 62-63
10555 Berlin

Tel: 030 / 397 492 57
Fax: 030 / 397 492 79

kontakt@kanzlei-cziersky.de
www.kanzlei-cziersky.de


ANTWORT VON

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