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zahnärztliche Fehlbehandlung


09.09.2005 16:00 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem Austausch von vier Kronen der oberen
Schneidezähne bekam ich das Problem mit den beiden linken nicht mehr abbeißen zu können,
da ich das Gefühl hatte, diese würden mir beim Zubeißen abbrechen. Nach einem Sturz auf den Mund ist genau dieses eingetreten. Nun sagte mir ein anderer Zahnarzt, die Kronen hätten gar nicht erneuert werden dürfen, da der Zahnstumpf durch eine Parodontose nicht mehr ausreichend mit dem Knochen verbunden gewesen sei. Die Parodontitis war meinem Zahnarzt bekannt, denn der hat sie auch behandelt. Hätte man also vor dem Herausnehmen der alten Kronen eine Röntgenaufnahme gemacht und nicht erst nach dem Sturz, wäre mir gleich das Einsetzen einer Brücke empfohlen worden, was ich jedoch abgelehnt hätte,da dieser Austausch nur aus kosmetischen Gründen erfolgt ist.Jetzt komme ich um eine Brücke nicht mehr herum, was natürlich nicht der Sinn der Behandlung war.
In wie weit kann ich nun den Zahnarzt für die Fehlbehandlung verantwortlich bzw. haftbar machen, zudem die Zahlung der Kronen "schwarz" erfolgt ist. Die Quittungen der Barzahlungen sind natürlich noch vorhanden.


Mit freundlichem Gruß

Monika Hahn

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Grundsätzlich geht die Rechtsprechung davon aus, dass Verträge über Schwarzarbeit nichtig sind und daher Gewährleistungsansprüche und Rückzahlungsansprüche nicht bestehen.

Sollte es zum Streit kommen ist zunächst fraglich, ob de Arzt sich auf diese Rechtswidrigkeit berufen wird – schließlich drohen weitere strafrechtliche Konsequenzen.

Allerdings vermag hier ein Schadenersatz- und Schmerzensgeldanspruch bestehen. Diese setzten ein Vertragsverhältnis nicht voraus (§ 823 BGB).

Ob dieser in Ihrem Fall zu verwirklichen ist, bedarf der genauen Prüfung.

Der Beweis eines schuldhaften Behandlungs- oder Organisationsfehlers obliegt grundsätzlich dem Patienten. Bei einem einfachen Behandlungsfehler muss der Patient den Gesundheitsschaden und den Zusammenhang zwischen Behandlungsfehler und Schaden beweisen.

Hierzu wäre zunächst eine unfassende anwaltliche Beratung notwendig, die dieses Forum nicht leisten kann (siehe „Hilfe“).

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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