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zahlen Töchter für Ihren Vater?

03.08.2008 17:20 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


19:58
Vater 55 Jahre hat keine Krankenversicherung und keine Haftpflicht und keine ausreichende Rentenabsicherung.
Ansonsten gesund und arbeitsfähig.
Nicht gemeldet bei Arbeitsamt.
Bezieht kein Sozialhilfe oder Hartz IV
Sondern selbständig und Gelegenheitsarbeiter.
Lebt von der Hand in den Mund.
Hat keine weiteren Einnahmen und Besitz.
Ist vor 8 Jahren geschieden worden mit "gegenseitigen Unterhaltsverzicht"
Wie stellt sich diese Situation für die 5 Töchter im Alter von 32 bis 17 Jahre? Die Töchter stehen alle im Berufsleben.
Zahlen die Töchter irgendwann mal für Ihren Vater?
03.08.2008 | 17:33

Antwort

von


(78)
Wandsbeker Marktstraße 24 - 26
22041 Hamburg
Tel: 040 / 79691494
Web: http://www.rechtsanwaeltin-bastian.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Gem. § 1601 BGB sind Verwandte in gerader Linie einander zum Unterhalt verpflichtet. Dies bedeutet, dass alle 5 Töchter dem Vater grundsätzlich Unterhalt zu zahlen haben, sofern dieser bedürftig ist.
Bedürftigkeit ist anzunehmen, wenn der Vater außerstande ist, sich selbst zu unterhalten.

Der Staat tritt grundsätzlich erst subsidiär für den Unterhaltsbedürftigen ein, d.h. erst wenn dieser tatsächlich keine Unterhaltsansprüche hat. So werden bei Hartz IV Unterhaltszahlungen voll angerechnet. Sofern der Vater irgendwann einmal Sozialleistungen beanspruchen sollte, ist in den meisten Fällen ein Übergang des Unterhaltsanspruches auf den Sozialhilfeträger vorgesehen. D.h. der dem Vater zustehende Unterhaltsanspruch geht auf die Behörde über und würde von dieser gegen die Töchter geltend gemacht werden.

Insofern besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Töchter für ihren Vater Zahlungen zu leisten haben.


Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.



Mit freundlichen Grüßen

Doreen Krüger
Rechtsanwältin



Rückfrage vom Fragesteller 03.08.2008 | 19:39

Sehr geehrte Frau Krüger,
vielen Dank für Ihre prompte Antwort.
Also es sind meine Töchter und meine Situation.
Ich komme damit nicht klar, dass sich der Vater meiner Töchter
nicht um seine Zukunft kümmert.
Ich bin voll berufstätig habe in den letzten Jahren kein Unterhalt gesehen für meine noch minderjährigen Töchter.
Heute kann ich sagen: Durch die Scheidung bin ich jedenfalls geschützt, für diesen Mann nochmal zahlen zu müssen".
Aber ich wollte meinen Kindern gerne die Situation klar machen.
Bzw. diesem Mann, wie verantwortungslos er lebt und in welche
undenkbare Situation er seine eigenen Töchter bringt.
Kann ich irgendetwas tun, damit die Mädels nicht die Belastung Ihres Vaters tragen?
Eigentlich sind die Mädels selbst sehr verantwortungsvoll und engagiert im Beruf geworden, so dass die eine oder andere bereits jetzt schon sehr gut verdient?
Bis wohin darf man denn verdienen, dass man nicht bezahlen muß für irgendwelche Kosten des Vaters? Ob es durch Krankheit bedingt ist, also Arztkosten oder Krankenhauskosten?
Nimmt ihn überhaupt noch eine Krankenversicherung?
Jeder Mensch braucht eine Haftpflicht für sein Auto, aber für seine Lebenskosten wird er nicht zwangsweise dazu verpflichtet erst mal dafür selbst zu sorgen.
Es belastet mich, diese Dinge evtl. für die Kinder so übergeben zu haben.
Danke für Ihr Hilfestellungnahme.
mfg
xxxx44xxxx

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.08.2008 | 19:58

Sehr geehrte Fragestellerin,

gegen die Unterhaltsverpflichtung Ihrer Kinder können Sie naturgemäß natürlich nichts mehr tun.

Der Selbstbehalt der Kinder beim Elternunterhalt liegt regelmäßig bei netto EUR 1.400,00. D.h. Einkommen, welches über diesen Betrag liegt, ist grundsätzlich mit der Hälfte für den Unterhalt einzusetzen.

Hier möchte ich nochmals klar stellen, dass Ihre Töchter für den laufenden Unterhalt herangezogen werden können, jedoch nicht für Verbindlichkeiten, die ihr Vater eingegangen ist.


Mit freundlichen Grüßen


Doreen Krüger
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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