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| 10.10.2019 12:34 |
Preis: 60,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Krueckemeyer


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frau und ich sind verheiratet ohne Ehevertrag. Unsere 2 Kinder sind aus dem Haus und studieren.
Sie möchte sich räumlich trennen und eine Scheidung ist erst mal nicht vorgesehen. Meine Frau ist seit ca. 3 Jahren selbständige Heilpraktikerin, verdient aber noch kein Geld (ihren Angaben nach reicht es eben so, dass die Betriebs- Kosten gedeckt sind, aber es bleibt nichts zum Leben übrig. Ich habe jedoch keinerlei Kontoeinsicht um das zu bestätigen).
Nun erwartet sie von mir einen monatliche Unterhalt von 2000,-€ netto (ich verdiene 6000,-€ netto monatlich), damit sie sich eine eigen Wohnung usw. leisten kann.
Hinzu noch eine schriftliche Bürgschaft für den Vermieter ihrer Wohnung (da sie ja noch kein richtiges Einkommen hat), dass ich im Falle einer Zahlungsunfähigkeit meiner Frau, die Miete übernehme/garantieren.

Was tun, damit ich rechtlich auf der sicheren Seite bin und mich nicht "in die Nesseln setze"?

Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Rechtlich schulden sie Ihrer Frau während der Trennungszeit Trennungsunterhalt. Dieser beträgt 3/7 des bereinigten Nettoeinkommens. Das heißt, dass von Ihnen angegebene Einkommen ist noch zu bereinigen (beispielsweise mit berufsbedingten Aufwendungen). Insoweit sind die 2.000€ eine durchaus realistische Forderung (vorausgesetzt Ihre Frau verfügt tatsächlich nicht über Einnahmen).

Da Sie auch zur Zahlung dieses Unterhalts aufgefordert wurden, nutzen auch Verzögerungen nichts. In diesem Fall könnten Nachforderungen geltend gemacht werden.
Rechtlich machen Sie alles richtig wenn Sie "unter Vorbehalt der Überprüfung" bezahlen. Außerdem sollten Sie Ihre Frau auffordern Auskunft über ihre Einkünfte zu erteilen. Insbesondere in den kommenden Jahren (wenn die Praxis besser läuft) wird dies von Bedeutung sein.

Übernahme der Haftung: Das ist natürlich ein rechtliches Minenfeld. Rechtlich muss ich davon abraten hier eine Bürgschaft zu übernehmen. Andererseits müssen Sie natürlich Ihrer Frau den Auszug ermöglichen. Die Bürgschaft sollte in jedem Fall der Höhe nach ausdrücklich begrenzt sein. Außerdem muss Ihnen klar sein, dass diese Bürgschaft auch noch in Jahren eingefordert werden kann.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Bei Rückfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.10.2019 | 14:10

Vielen Dank für die sehr informative Antwort. Wenn sich meine Frau nicht scheiden lassen will, wie lange bin ich den verpflichtet ihr den Unterhalt zu zahlen? Wie sieht es auch mit ihrer Wohnungseinrichtung aus, muss ich die als momentaner "Alleinverdiener" auch bezahlen? Es ist alles so verworren. Ich möchte eigentlich weder eine Trennung, noch eine Scheidung. Sie besteht auf eine Trennung, aber nicht auf eine Scheidung (vorerst jedenfalls).

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.10.2019 | 14:28

Sehr geehrter Fragesteller,

Eine Trennung/Scheidung ist immer kompliziert. Auch wenn ich gerne versuche Sie hier zu beraten, werden Sie für eine wirklich umfassende Beratung einen Anwalt aufsuchen müssen.

Ich gehe davon aus, dass die Ehe einige Zeit angedauert hat und sie beide daher auch bereits ein gewisses Lebensalter erreicht haben. Grundsätzlich ist jeder Ehegatte nach einer Trennung gehalten selbst für sein Auskommen zu sorgen. Mit steigendem Lebensalter wird allerdings die Übergangsfrist länger. Daher ist Ihre Frage so pauschal nicht zu beantworten. In jedem Fall kann es Ihnen nur recht sein wenn Ihre Frau alles unternimmt um selbst erfolgreich zu sein und damit auch selbst für ihren Unterhalt aufzukommen.

Wenn ich davon ausgehe, dass sie in einer klassischen Hausfrauenehe gelebt haben (der Mann geht arbeiten; die Frau kümmert sich um Haushalt und Kinder) und das 50. Lebensjahr bereits überschritten haben, würde ich von einer Unterhaltsverpflichtung von 3 Jahren ausgehen. Angesichts der selbstständigen Bemühungen Ihrer Frau wird der Unterhaltsanspruch aber immer geringer werden (auch rechtlich). Sie werden also nicht die vollen 3 Jahr Unterhalt in dieser Höhe zahlen müssen.

Ich kann Ihnen und Ihrer Frau nur empfehlen sich einmal generell zu Fragen der Trennung/Scheidung beraten zu lassen, damit auch eine Aufklärung zu Fragen der Rente und des Vermögens erfolgt.

Wenn Sie weitere Rückfragen haben, können Sie mich gerne via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.10.2019 | 10:47

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