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wohnungsbordell legal?


05.05.2007 04:36 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Hoyer



hallo

"ANGENOMMEN"

ich möchte in einem dazu erlaubten
stadt gebiet eine wohnung mieten und nen kleinen
bordelartigen betieb eröffnen ganz legal mit allen
genehmigungen.

darf ich von den frauen(mit denen ich sonst nix zu tun habe)
40% umsatzbeteiligung oder nur
ne pauschale miete verlangen?

mache ich mich in irgendeiner weise strafbar?

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Sehr geehrter Rechtsratsuchender,

Sofern Sie einen Betrieb eröffnen wollen, in dem Frauen der Prostitution nachgehen sollen, muss darauf geachtet werden, dass diese Damen von Ihnen nicht überwacht werden, würden Sie sich sonst gemäß & 181a strafbar machen, der da heisst:


§ 181a Zuhälterei

(1) Mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer

1.
eine andere Person, die der Prostitution nachgeht, ausbeutet oder
2.
seines Vermögensvorteils wegen eine andere Person bei der Ausübung der Prostitution überwacht, Ort, Zeit, Ausmaß oder andere Umstände der Prostitutionsausübung bestimmt oder Maßnahmen trifft, die sie davon abhalten sollen, die Prostitution aufzugeben,

und im Hinblick darauf Beziehungen zu ihr unterhält, die über den Einzelfall hinausgehen.

(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer die persönliche oder wirtschaftliche Unabhängigkeit einer anderen Person dadurch beeinträchtigt, dass er gewerbsmäßig die Prostitutionsausübung der anderen Person durch Vermittlung sexuellen Verkehrs fördert und im Hinblick darauf Beziehungen zu ihr unterhält, die über den Einzelfall hinausgehen.

(3) Nach den Absätzen 1 und 2 wird auch bestraft, wer die in Absatz 1 Nr. 1 und 2 genannten Handlungen oder die in Absatz 2 bezeichnete Förderung gegenüber seinem Ehegatten vornimmt.


Sofern Sie sich also am Umsatz beteiligen wollen, müsste eine wie auch immer geartete Überwachung stattfinden, die darin schon bestehen kann, wenn Sie Einsicht in die Einküfte der Damen haben.

Des weiteren ist § 180a StGB zu beachten, der wie folgt lautet:


§ 180a Ausbeutung von Prostituierten

(1) Wer gewerbsmäßig einen Betrieb unterhält oder leitet, in dem Personen der Prostitution nachgehen und in dem diese in persönlicher oder wirtschaftlicher Abhängigkeit gehalten werden, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer

1.
einer Person unter achtzehn Jahren zur Ausübung der Prostitution Wohnung, gewerbsmäßig Unterkunft oder gewerbsmäßig Aufenthalt gewährt oder
2.
eine andere Person, der er zur Ausübung der Prostitution Wohnung gewährt, zur Prostitution anhält oder im Hinblick auf sie ausbeutet.


Eine persönliche und wirtschaftliche Abhängigkeit kann ohne Zweifel nur dann vermieden werden, wenn die Damen völlig selbstständig in Ihrer Wohnung arbeiten können und hierfür eine -wenn auch erhöhte-Miete an Sie abführen.Hier muss nicht die ortsübliche Miete bezahlt werden, da bei einem Bordellbetrieb anerkannt ist, dass diese um einiges höher ausfallen darf, als bei "normalen"Geschäftsräumen.

Um also gar nicht erst Zweifel aufkommen zu lassen, dass Sie einen Straftatbestand erfüllen könnten, muss geraten werden, lediglich Miete zu fordern.Für eine intensivere Beantwortung auch im Hinblick mit geltender Rechtsprechung ist der Einsatz in Höhe von 20 Euro zu niedrig.Sollten Sie eine ausführlichere Antwort wollen, so stehe ich Ihnen im Rahmen einer gesonderten Mandatierung gerne zur Verfügung.

freundliche Grüße

Andreas Hoyer
Rechtsanwalt
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