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wöchentliche Heimreise / doppelte Haushaltsführung

| 15.02.2013 11:31 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Ich bin geschieden und habe 3 Kinder. Vergangenes Jahr bin ich berufsbedingt (mir wurde gekündigt) von Baden-Württemberg nach NRW umgezogen in ein möbliertes Appartement. Während der Dauer der Probezeit (3 Monate) hatte ich auch meinen Hauptwohnsitz in Baden-W. aufrechterhalten. Einen Monat nach der Probezeit habe ich die Wohnung in BW aufgegeben und auch das möblierte App. in NRW geräumt, weil ich in eine Mietwohnung in NRW umgezogen bin. Ich hatte also für insgesamt 4 Monate doppelte Haushaltsführung und ich möchte bei der Steuererklärung die doppelte Miete sowie Maklerprovision und Umzugskosten geltend machen, das dürfte unstrittig sein.

Gleichzeitig möchte ich für den 4-Monatszeitraum aber auch wöchentliche Familienheimfahrten geltend machen. Bei 600 Entfernungskilometer à € 0,30 x 16 Wochenenden kämen da immerhin rund € 3.000,- zusammen. Meine Kinder, weswegen ich die wöchentlichen Heimfahrten unternommen hatte, wohnen aber logischerweise bei der Mutter. Kann ich die wöchentlichen Heimfahrten trotzdem geltend machen und wie kann ich das ggf. begründen ( §§ ?). Ich habe leider nicht alle Tankbelege von den Heimfahrten aufbewahrt.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:

Sofern das Finanzamt die doppelte Haushaltsführung anerkennt, werden notwendigerweise auch die Familienheimfahrten, hier einmal pro Woche, anerkannt. Wo sich Ihre Kinder aufhalten, spielt insofern keine Rolle. Steuerrechtlich ist allein relevant, dass Sie am Ort, zu welchem Sie zurückkehren, Ihren hauptsächlichen Hausstand unterhalten.
Diesen Umstand können Sie dem § 9 Nr. 5 EStG wortwörtlich entnehmen.

Gleichwohl jedoch müssen die Familienheimfahrten nachweislich unternommen worden sein. Können Sie also eine der Fahrten nicht mehr belegen (hier würde uU auch ein Zeugenbeweis in Frage kommen) dann werden Ihnen die Kosten auch nicht erstattet.

Ich hoffe Ihre Frage ausreichend beantwortet zu haben. Sollten nocht Unklarheiten bestehen, so benutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass diese Webseite lediglich dazu dient, Ihnen einen erste Einschätzung zur Rechtslage zu liefern. Eine ausführliche und persönliche Beratung soll und kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Jan-Torben Callsen, Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 15.02.2013 | 12:26

§ 9 EStG ist und war mir natürlich bekannt. Aus § 9 Nr. 5 EStG ergibt sich für mich aber nicht zwingend die Notwendigkeit eines NACHWEISES über die jeweilige Familienheimfahrt. Insofern ist mir nicht geholfen. Ein Zeugenbeweis wird auch schwer zu bekommen sein, zumal dafür nur meine Ex-Frau in Frage käme.
Ich möchte vielmehr eine Handhabe (idealerweise ein Urteil (Az) ) um PAUSCHAL die wöchentliche Heimfahrt zum Zweck des Besuchs meiner (minderjährigen) Kinder (gemeinsames Sorgerecht)ansetzen zu können, ohne für jedes einzelne Wochenende einen Nachweis erbringen zu müssen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.02.2013 | 12:45

Sehr geehrter Fragesteller,

eine Möglichkeit des pauschalen Ansatzes der Familienheimfahrten ohne Nachweisverpflichtung gibt es nicht.

Das Finanzamt ist grds. berechtigt, einen Nachweis über die tatsächlich durchgeführten Familienheimfahrten zwecks Glaubhaftmachung von Ihnen zu verlangen. Dieses ergibt sich bereits aus § 90 AO , wonach Sie zur Mitwirkung bei der Ermittlung der steuerrelevanten Sachverhalte verpflichtet sind. Außerdem tragen Sie als Steuerpflichtiger die Feststellungslast für steuermindernde Tatsachen.

Zwar ist es bei der Abgabe der Steuererklärung noch nicht notwendig, Belege beizufügen, das Finanzamt kann diese jedoch später anfordern.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine positivere Antwort auf Ihre Nachfrage geben kann.

Bewertung des Fragestellers 15.02.2013 | 12:48

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