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wirtschaftlicher Totalschaden - Werden die gerade durchgeführten Reperaturen bei der Wertfeststellun

| 13.02.2011 09:19 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Guten Tag
Vor 2 Tagen stand ich mit meinem PKW am Strassenrand einer Nebenstrasse, da ich mich an dieser Stelle zu einem Treff verabredet hatte. Es bestand kein Halteverbot und die Strasse war ausrechend breit und zudem auf 30 km/h begrenzt.
Während ich ca 5 Minuten wartete passierten mich einige Fahrzeuge ohne Probleme.
Leider galt dies nicht für einen Verkehrsteilnehmer der ungebremst in meinen PKW fuhr und mein Heck zertrümmerte.
Nach Lage der Dinge ist die Schuldfrage eindeutig
(laut Polizei "parkende Autos verursachen keinen Unfall")
Nun muss ich damit rechnen, dass der Gutachter bei meinem PKW einen wirtschaftlichen Totalschaden feststellt.
Da ich im PKW war wurde ich beim Aufprall mit dem Kopf an die Türumrahmung gestoßen. Die Folge war eine Beule und leichte Ziehschmerzen, die mich bisher nicht veranlassten zum Arzt zu gehen.
Mein Auto ist 9 Jahre alt und hat einen Wert laut Schwacke von ca 3000,--€
Allerdings ist es so, dass ich am 28.01. und am Unfalltag 2 umfangreiche Reperaturen durchführen liess im Wert von ca 2000,-- (Kat, kompl. Bremsen/Beläge/Scheiben und Klimaanlage)
Aus meiner Sicht wurde der Wert des PKW dadurch erhöht.

Meine Fragen:
1. muss ich wegen der leichten Beschwerden zum Arzt gehen?
2. Werden die gerade durchgeführten Reperaturen bei der Wertfeststellung des Schadens mit berücksichtigt?

Vielen Dank

Sehr geehrte(r) Rechtssuchende(r),

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich anhand Ihrer Sachverhaltsdarstellung wie folgt beantworten und vorab darauf hinweisen, dass dieses Forum nur geeignet ist, einen groben Abriss über die rechtliche Lage zu erteilen und kein tiefgründiges Mandantengespräch ersetzen kann, insbesondere das Weglassen wesentlicher Angaben kann das Ergebnis der Beantwortung beeinflussen.

1. Schmerzensgeldanspruch
Auf Grund eines Unfallgeschehens steht dem Geschädigten gemäß §§823 , 253 BGB ein Schmerzensgeldanspruch wegen Verletzung des Körpers zu. Der Geschädigte ist jedoch darlegungs- und beweisbelastet dafür, dass er überhaupt Verletzungen erlitten hat, diese zudem kausal bedingt durch das Unfallgeschehen eingetreten sind. Damit ist es insbesondere bei Verletzungen, die nicht äußerlich erkennbar sind, ratsam, diese ärztlich feststellen zu lassen.
Ich rate Ihnen an, dass Sie die Verletzungen schnellstmöglich feststellen lassen, damit nicht die Frage aufkommt, warum Sie erst einige Zeit später einen Arzt aufsuchen.

2. Wirtschaftlicher Totalschaden
Ein wirtschaftlicher Totalschaden liegt vor, wenn die Reparaturkosten mehr als 130% des Wiederbeschaffungswertes betragen. Damit wird lediglich der Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes erstattet.
Die Tatsache, dass Ihr Fahrzeug Neuteile enthält wird im Rahmen eines Sachverständigengutachtens hinsichtlich der Beschaffenheit und Pflegezustandes des Fahrzeuges berücksichtigt und ggf. den Restwert des Fahrzeuges erhöhen. Dies würde für Sie aber auch bedeuten, dass Sie nur dann einen Vorteil davon hätten, wenn Sie das Fahrzeug entsprechend dem Restwert veräußern würden.
Beim Schaden selbst wird nur das berücksichtigt, was reparaturbedürftig ist.

Ich hoffe, dass ich Ihnen vorerst behilflich sein konnte und verbleibe

Rückfrage vom Fragesteller 14.02.2011 | 15:57

Guten Tag
Vielen Dank für die schnelle Antwort und Einschätzung.
Eine Frage würde sich noch ergeben. Wie wäre die Schuldfrage in meinem Fall, wenn sich herausstellen würde, dass an dem Seitenrand der Strasse ein Parkverbot gilt.
Wie geschildert stand ich da und befand mich im Auto, da der Ort als Treff diente mit einer ortsunkundigen Person.
Vielen Dank vorab

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.02.2011 | 16:12

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass ein Mitverschulden dann anzunehmen, wenn ein Fahrzeug verkehrswidrig parkt. Das AG München, Urteil vom 06.4.2010, Az.: 341 C 15805/09 , hat entschieden, dass den Fahrer eines im ABSOLUTEN Halteverbot ein Mitverschulden trifft.

Handelt es sich um ein eingeschränktes Halteverbot, wie es offensichtlich hier der Fall ist, darf das Fahrzeug 3 min. halten, zum Ein- und Aussteigen darf die Zeit auch überschritten werden. Es müsste durch die Gegenseite bewiesen werden, dass Sie länger als 3 min gestanden haben, was nur schwer möglich sein wird. Um einem Mitverschulden zu entgehen, sollten Sie darauf verweise, dass Sie lediglich zum Einsteigen des Beifahrers gehalten haben und dies nicht länger als 3 min. betrug.

Ich weise daraufhin, dass grds. eine Betriebsgefahr in Betracht kommt. Hatten Sie jedoch Ihren Motor ausgeschalten, so entfällt diese.

Mit freundlichen Grüßen

Nicole Schwuchow

Bewertung des Fragestellers 14.02.2011 | 15:58

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