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wiederholter Warenbetrug


03.09.2007 12:57 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Guten Tag,
ich bin des Warenbetruges bei Ebay mit 550,50 Euro angezeigt worden. Ich bekam ein Schreiben vom Rechtsanwalts des Käufers, daraufhin meldete ich mich bei ihm und bat ihm um zwei Ratenzahlungen, mit denen er auch einverstanden war.
Er selber aber zeigte mich trotzdem an, obwohl es ausdrücklich ausgemacht wurde das ich sobald ich zahlen kann, zahlen soll.Nun habe bei der Polizei freitags auch eine Aussage gemacht, heute war ich bei der so gennannten Erkennungsdienstlichen Behandlung, weil ich schon zweimal wegen Betrugs (auch obwohl ich den Schaden beglich) angezeigt wurde und auch bestraft Geldstrafe. (2x)
Nun meine Frage, was hab ich zu erwarten. Ich bin schwerhörig und Mutter zweier Kleinkinder, seelische/physische Störungen (in Therapie) ich befand mich zum Zeitpunkt des Betruges in finanzieller Notlage, besonders stolz bin ich nicht drauf. Was habe ich zu erwarten, kann ich nochmal eine Geldstrafe bekommen oder irgendwie soziale Arbeitsstunden ableisten? Sollte ich mir Rechtsbeistand holen oder was denken Sie oder raten Sie mir?
Es ist ziemlich unglücklich gelaufen obwohl ich mit dem Rechtsanwalt eine Ratenzahlung vereinbart habe, die erste heute und den rest zum 15.9.2007. Kann ich mich auch mit der Staatsanwaltschaft in Verbindung setzen um mit ihnen eine Lösung zu finden oder entscheidet dieser allein? Herzlichen Dank schon jetzt für Ihre Hilfe

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Sehr geehrte Fragestellerin,

der Strafrahmen bei Betrug ist Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe, gem. § 263 StGB.

Bedingt durch Ihre Vorstrafen, kann eine Verurteilung zu einer Haftstrafe (möglicherweise zur Bewährung) nicht ausgeschlossen werden. Eine nochmalige Geldstrafe ist unwahrscheinlich, da die bisherigen Verurteilungen Sie nicht bewogen haben keine weiteren Straftaten zu begehen. Abhängig ist die Strafhöhe u.a. auch vom Zeitraum der zwischen den jeweiligen Taten lag.

Sie sollten daher einen Kolllegen vor Ort mit Ihrer Vertretung beauftragen. Dieser kann zuerst prüfen inwieweit überhaupt ein Betrugvorliegt und dann versuchen mit der Staatsanwaltschaft eine Einigung zu erzielen.

Rein vorsorglich mache ich Sie darauf aufmerksam, dass ich im Falle der Nichtzahlung des ausgelobten Betrages gegen Sie ebenfalls Anzeige wegen Betruges erstatten werde.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

Nachfrage vom Fragesteller 04.09.2007 | 12:17

Guten Tag, Herr Bordasch,lieben Dank für Ihre Antwort. Die Zeiträume der letzten Anzeigen lagen ziemlich nah beieinander, die Beträge hielten sich immer unter 30,00 €. Daher ging ich davon aus ind er neuen Sache evtl. vielleicht eine Geldstrafe zu erhalten. Kann man denn in so einem Falle eine Freiheitsstrafe auf Bewährung bekommen oder linde ausgedrückt ist Ihnen so eine Strafe bekannt, das es möglich wäre? Ich habe die Schäden auch immer gleich beglichen und somit auch diesen Schaden des Käufers. Trotz das es ausdrücklich mündlich besprochen (ich schrieb auch noch extra eine Mailbestätigung an den Anwalt) wurde das ich in zwei Raten zahlen kann, die erste ist mittlerweile gezahlt, hat der RA mich an dem Tag des Einverständnisses angezeigt, das mich sehr irritiert. Oder ist eine mündliche Zusage des Anwaltes nicht bindend? Mit lieben Grüssen und herzlichen Dank für Ihre Mühe

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.09.2007 | 13:55

Sehr geehrte Fragestellerin,

da der letzte Betrug einen Schaden von € 550 verursacht hat und Sie trotz der vorigen Verurteilungen nach kurzer Zeit erneut straffällig wurden, ist mit einer Verschärfung der Strafe zu rechnen. Dies ist in Ihrem Falle eine Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung.
Letztendlich liegt dies aber immer in der Entscheidungsgewalt des Gerichts. Dabei werden auch weitere, bisher möglicherweise noch nicht angesprochene entlastene Tatsachen mit berücksicht werden.

Nachdem eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen Sie vorliegt, kann dies nun auch nicht mehr rückgängig gemacht werden, da bei der Schadenshöhe, selbst wenn zurückgezahlt, ein Strafantrag nicht Voraussetzung für eine mögliche Anklage/Verurteilung ist.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

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