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wiederholter Ladendiebstahl geringwertiger Sachen durch Opa

10.09.2012 17:58 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Ich habe die Vorsorgevollmacht für meinen Opa.
Opa ist nach Schlaganfall Pflegefall, befindet sich im Pflegeheim.Er kann aber noch laufen, spazieren gehen. Seine Rente geht für die Heimkosten drauf.Er bekommt wöchentlich sein Taschengeld ausgezahlt.Behördenformalitäten mache ich- da er dazu nicht in der Lage ist.
Nun mein Anliegen.
Ende letzten Jahres war mein Opa einkaufen und hat eine Kleinigkeit nicht bezahlt. Es folgte eine Strafanzeige-Diebstahl geringwertiger Sachen.
Diese Anzeige wurde eingestellt-wegen einmaliges Fehlverhalten. Gott sei Dank.
Habe meinen Opa nochmal gesprochen und ihm versucht zu erklären, dass so was nicht nochmal passieren darf.
So nun ist es doch passiert.
Heute kam er aufgelöst bei mir an.
Er war im Laden und hat dort Süssigkeiten( ca. 6Euro) eingesteckt.
Die Ladenbesitzerin hat ihm was unterschreiben lassen, aber er hat keine Durchschrift. Das einzigste was er mir sagen konnte ist, dass er die Möglichkeit hat bis morgen 100 Euro zu zahlen. Dann soll wohl, wenn ich es richtig verstanden habe, keine Strafanzeige bei der Polizei folgen.
So nun meine Fragen:
Was soll ich machen? Anzeige abwarten oder 100 Euro bezahlen?
Was passiert meinem Opa im Wiederholungsfall?
Welche Kosten kommen auf uns zu?




Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Bei den geforderten 100,-€ handelt es sich sicherlich um die übliche "Fangprämie" eines Ladendetektives.
Sie sollten zum Inhaber des Geschäftes oder dem Geschäftsführer gehen und diesen darüber aufklären, dass ihr Opa verwirrt und nur noch bedingt zurechenbar ist. Im übrigen sollten Sie auf die vermutlich bestehende Demenz verweisen, mit anderen Worten, er hat schlicht vergessen zu zahlen.
Gleichzeitig sollten Sie anbieten, für den entstandenen Schaden aufzukommen. Hier dürfte der eigentliche Schaden im nichtentrichteten Kaufpreis besten, insofern man Ihrem Opa die Ware übergeben hat. Danach sollte das Interesse des Inhabers o. Geschäftsführers an einer weiteren strafrechtlichen Verfolgung gering sein.
Der Einzige, welcher noch ein Interesse an einem Verfolgungsdruck hätte, ist der Detektiv, da dieser in der Regel die Fangprämie erhält. Der Detektiv hat jedoch kein eigenes Strafantragsrecht.
Ein Strafantrag ist bei einem Diebstahl geringwertiger Sachen jedoch erforderlich. Wir ein solcher seitens des Geschädigten, hier Ladeninhaber oder GF, nicht gestellt, erfolgt in der Regel auch keine Verfolgung durch die Staatsanwaltschaft.
Selbst wenn die Staatsanwaltschaft der Meinung wäre, gegen ihren Opa vorgehen zu müssen, besteht die berechtigte Hoffnung, dass ein vernünftiger Richter die Sache beendet bevor es zu einem gerichtlichen Verfahren kommt.
Selbst wenn würde ihrem Opa hier nur eine geringe Geldstrafe 15- 30 Tagessätze in Höhe eines 30igstel seines monatlichen Nettoeinkommens, in Form einer Geldstrafe drohen.
Sie sollten daher sowohl mit dem Verantwortlichen im betroffenen Ladengeschäft, als auch ggf. mit dem Detektiv sprechen, diesen die besondere Situation erläutern und im Zweifel einen vernünftigen Vorschlag zur außergerichtlichen Beilegung machen. Hierbei würde ich max. 50,- e anbieten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Fachanwalt Bau- u. Architektenrecht, Miete- u. WEG Torsten Vogel, Rechtsanwaltogel

Rückfrage vom Fragesteller 10.09.2012 | 21:04

Vielen Dank für die schnelle Beantwortung.
Werde morgen zur Ladenbesitzerin gehen.

Habe beim Opa nochmal nachgefragt, wer den Diebstahl gesehen hat. ( kein Ladendetektiv)
Er meinte eine Angestellte, welche die Regale aufgefüllt hatte. Muss ich für eine Angestellte auch die 100 Euro Fangprämie bezahlen?
Geldstrafe vom Nettoeinkommen (Rente + Wohngeld)- werden die Heimkosten dann abgezogen oder nicht?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.09.2012 | 22:24

Betreiben von Einzelhandelsunternehmen loben regelmäßig für die Ergreifung von Ladendieben eine solche Fangprämie aus.
Wenn man dem Auslobenden klar machen kann, dass kein Ladendiebstahl vorliegt, da der Opa verstört oder dement ist, besteht eben auch kein Anspruch auf den ausgelobten Betrag.

Bei der Ermittlung des zu berücksichtigenden Nettoeinkommens sind vom Nettoeinkommen bsw. Unterhaltsansprüche sowie zwingend notwendige Ausgaben in Abzug zu bringen.
Ich gehe davon aus, dass hierunter auch die notwendigen Kosten der Heimunterbringung zu fassen sind.

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