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wie vorgehen?


14.05.2006 09:26 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

folgende sachlage:

Mein EX-Lebenspartner hat sich das Leben genommen. Es sind ca. 10 Vollmachten für Banken, Eigentumsüberschreibungen, Bestattungsregeln, usw. vorhanden, alles auf meinen Namen ausgestellt, aber leider nicht handschriftlich verfasst, sondern nur Unterschriften beglaubigt bei der Ortsverwaltung. Also, ALLES soll an mich gehen, seine gesetzlichen Erben (Mutter, 3 Geschwister sind vorhanden) schliesst er ausdrücklich auf jedem der Verfügungen/Vollmachten aus...

die bestattung hab ich geregelt und bezahlt, war auch für die geschwister alles kein Thema.es wurde ausdrücklich der wunsch des verstorbenen respektiert-

bisher lief eigentlich alles ganz unkompliziert. Jetzt komme ich zum Thema GELD. Einige Banken wollen einen Erbschein. den bekomme ich nicht, weil ich kein gesetzlicher Erbe bin. und es kein Testament im herkömmlichen Sinne gibt.

Frage: wie bekomme ich das mit den Verwandten hin? Erbe abkaufen?? Erbe schenken lassen hat keinen sinn, da ich dann ja Erbschaftssteuer UND Schenkungssteuer bezahlen muss... (Je 23% ???)
Muss ich den Erben dann eine auflistung machen, was alles an Geld da ist???

bin heute bei seinem Bruder um mal nach zu fühlen, wie die so reagieren ...

wäre für jeden Tip wie ich am besten vorgehen soll dankbar---

Sternenprinz@t-online.de
14.05.2006 | 10:00

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,


1. Wenn Ihr ehemaliger Lebenspartner kein ordnungsgemäßes Testament verfasst hat, in dem er Sie als Erbe eingesetzt hat, können Sie nur noch Erbe geworden sein, wenn es sich hier um eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft handelt, die als solche eingetragen wurde (§ 10 LpartG). In diesem Fall würden Sie neben den anderen gesetzlichen Erben erster Ordnung (Kinder) ¼, neben gesetzlichen Erben 2.Ordnung (Eltern, Geschwister). Ansonsten sind Sie nicht Erbe geworden.

2. Sind Sie kein Erbe kraft Gesetz oder Testament, bekommen Sie keinen Erbschein.

3. Es bliebe nur die Schenkung der gesetzlichen Erben an Sie.

4. Ein Testament liegt nur vor, wenn es handschriftlich verfasst wurde und bestimmte weitere Voraussetzungen erfüllt, z.B. Unterschrift des Verfügenden. Eine Notiz auf einer Vollmacht kann, wenn sie die formellen Voraussetzungen für ein Testament erfüllt, ein Testament darstellen. Ich kann Ihnen daher nur den Rat geben, die vorliegenden Dokumente bei einem Anwalt vor Ort prüfen zu lassen, ob nicht doch in einer der Vollmachten oä ein Testament enthalten ist, die Sie zum Alleinerben macht. Das wäre nach den vorliegenden Informationen die einzige Möglichkeit, wie Sie Erbe werden können. Dann müssen Sie das Testament beim Nachlassgericht einreichen und nach Prüfung und Antrag bekommen Sie einen Erbschein.

Ansonsten bleibt nur die Schenkung der Familie an Sie.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Weiler Rechtsanwälte
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80331 München

Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de

Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen: Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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