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weniger wohnfläche als im expose und komischer text im kaufvertrag von notar

08.02.2009 10:45 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


hallo,
habe 2008 ein haus gekauft.
im expose stand 120 m2 wohnfläche, aufgrund dieser aussage habe ich das haus besichtigt und gekauft.

es stellte sich nun heraus das das haus nur ca 90 m2 wohnfläche hat.

im notariellen vertrag steht ein passus der wie folgt lautet "...der verkäufer schuldet weder ein bestimmtes grundstücks- oder wohnflächenmaß.."

aufgrund der 120 m2 im expose habe ich ja haus besichtigt, meiner meinung liegt hier arglistige täuschung vor. kann ich haus komplett zurückgeben und meine auslagen..notarkosten..grunderwerbsteuer...usw zurückverlangen ??

Sehr geehrter Fragesteller,
ich beantworte Ihre Anfrage auf der Basis des geschilderten Sachverhaltes wie folgt:

Zur endgültigen Beurteilung Ihrer Fragen wären auf jeden Fall Kenntnis des gesamten notariellen Vertrages sowie auch des Exposés erforderlich. Ohne diese Kenntnis kann die nachfolgende Darstellung nur als allgemeine Beurteilung mit den entsprechenden Vorbehalten angesehen werden.

Nach inzwischen mehreren ergangenen Urteilen ist eine Abweichung von mehr als 10 % der vereinbarten oder auch nur angepriesenen mit der tatsächlichen Wohnfläche nicht mehr hinzunehmen, sondern löst grundsätzlich Ansprüche des Käufers aus, so z.B. BGH VII ZR 181/02 , BGH V ZR 398/98 , KG Berlin 16.11.1999 18 U 6271/98 und BGH vom 22.02.2001 VII ZR 459/99 .

Die Wohnfläche ist für den Erwerber von maßgeblicher und vor allem wertbildender Bedeutung sei, was regelmäßig für den Verkäufer auch erkennbar ist.

Ob durch die Klausel in Ihrem Vertrag, wonach der Verkäufer kein bestimmtes Wohnflächenmaß schuldet, Ansprüche ausgeschlossen sind, muss an Hand der weiteren Umstände sowie des sonstigen Vertragstextes beurteilt werden. Auf jeden Fall zeigt allein die Aufnahme dieser Klausel, die ja nur auf Initiative des Verkäufers erfolgt sein kann, dass er sich über diese Frage Gedanken gemacht hat und versucht hat, hier aus einer Haftung zu kommen. Das könnte auf eine Täuschung des Verkäufers hindeuten.

Sie sollten angesichts der möglichen Folgen hier einen Anwalt mit einer genauen Prüfung Ihrer möglichen Ansprüche beauftragen. Dies kann sicher nicht im Rahmen einer solchen Erstberatung geschehen, weil hierzu Kenntnis von Vertragsunterlagen etc erforderlich ist.

Aber auch schon nach der ersten Beurteilung scheinen Ansprüche auf Ihrer Seite gegeben zu sein.

Mit freundlichen Grüßen

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