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weniger Licht bei Nachbarn durch Anbaumaßnahme


06.09.2005 20:21 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben ein Reiheneckhaus, bei dem wir die Terasse im letzten Monat mit einem Glasdach versehen haben. Der südlich an uns angrenzende Nachbar hat schon seit vielen Jahren eine geschlossene Terassenüberbauung Marke Eigenbau (Kunsstoffwelldach mit Stroh gedeckt, zum Garten hin Glasfenster). Die aneinander grenzenden Terassen werden durch eine ca 1,8m hohe und 2m breite Mauer begrenzt. Als der Nachbar damals seinen Wintergarten machte, schloß er die Lücke oben zwischen Mauer und seinem Terassendach mit orangen, wenig lichtdurchlässigen Glasbausteinen (also ca 2m lang und 40cm hoch). Da diese nun optisch gar nicht zu unserem neuen Glasdach paßten, haben wir davor eine weiße lichtundurchlässige Verkleidung setzen lassen. Nun behauptet unser Nachbar, es sei zu dunkel in seinem Vorbau und wir hätten drei Wochen Zeit diese Verkleidung zu entfernen und das ganze in einem ziemlich üblen Ton. Ist unser Nachbar im Recht? Dazu muß man noch erwähnen, daß wir vorher die Nachbarn mündlich um Erlaubnis für das Glasvordach gefragt haben und diese einverstanden waren. Jetzt meinte er, daß sei ein Mißverständnis gewesen, er sei von einer Glasverkleidung ausgegangen und nicht von einer lichtundurchlässigen Verkleidung (das hatten wir ihm aber vorher so gesagt). Eigentlich geht es hier nicht um viel Geld, aber es ist doch sehr ärgerlich, zumal mir klar ist, daß das ganze nur reine Schikane seitens unserer lieben Nachbarn ist (warum deckt er sein Terassendach mit Stroh, wenn er Licht haben will?).

Vielen Dank
Arno Scholz
06.09.2005 | 21:06

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Aufgrund Ihrer Schilderungen ist davon auszugehen, dass die geschlossene Terassenüberdachung Ihres Nachbarn gegen baurechtliche Vorschriften verstößt. So ist die Verwendung einer Wellplastiküberdachung tatsächlich nicht ganz unbedenklich, wenn es sich bei dem Kunststoff um nicht brandfestes Material handelt.
Aus diesem Grund müssen Sie davon ausgehen, dass die ganze Konstruktion Ihres Nachbarn gegen die Brandschutzordnung Ihres Bundeslandes verstößt.

Hinsichtlich Ihrer eigenen Überdachung haben Sie das Problem, dass nur ein mündliches Einverständins besteht. Daher besteht nun für Sie das Risiko, dass Ihr Nachbar Sie beim Bauamt anschwärzen kann. Das Bauamt wird dann prüfen,ob das Dach genehmigungspflichtig ist. Bei der Beurteilung kommt es auf den Inhalt des Bebauungsplans und die Baurechtsvorschriften Ihres Landes an.Unabhänging von der Frage, ob die Überdachung den baurechtlichen Bestimmungen entspricht, wird Ihr Nachbar kaum mit seinem Anspruch nach mehr Licht durchdringen können. Die zivilrechtliche Rechtsprechung gewährt einem Nachbarn nur in ganz wenigen Ausnahmefällen einen Anspruch auf Licht zu, wobei dieser fast gegen Null tendiert. Ihr Nachbar wird zumindest auf zivilrechtlichem Wege kaum etwas erreichen können. Problematischer erscheint hier allerdings die Frage, nach der baurechtlichen Zulässigkeit. Sprechen Sie am besten mit dem Bauamt, wobei ich annehme, dass die Konstruktion Ihres Nachbarn gegen Brandschutzvorschriften verstößen könnte.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit ferundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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