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welcher Erbteil für Tochter?

15.07.2009 14:10 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Meine Mutter verstarb kürzlich, ohne Regelungen und ohne Testament.
Mein Bruder und ich als Tochter der Verstorbenen kommen dem 1. Rang nach als einzigste Erben in Frage, der Ehemann/unser Vater ist schon vor 12 Jahren verstorben.
Ich möchte aus verschiedenen Gründen das Erbe ausschlagen, mein Bruder nimmt es an. Meine Mutter hatte etwas gespart, was eigentlich auf meinen Bruder und mich aufgeteilt werden würde.
Frage:
Darf ich das Erbe ausschlagen, um es meiner Tochter (25 Jahre)zu geben? Sie möchte es annehmen.
Würde meine Tochter als Enkeltochter der Verstorbenen den gleichen Anteil ( 50/50?) wie mein Bruder bekommen? Oder sind es dann weniger Prozente?
Mit bestem Dank im Voraus

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

1. Ausschlagung
Es gibt in der Regel zweierlei Gründe für eine Ausschlagung eines Erbes, zum einen, um nicht etwaige Schulden des Erblassers übernehmen zu müssen, und zum anderen die von Ihnen hier angedachte Möglichkeit einer so genannten taktischen Ausschlagung zu Gunsten eigener Abkömmlinge.

2. Wirkung der Ausschlagung
Wird die Erbschaft ausgeschlagen, so gilt der Anfall an den Ausschlagenden als nicht erfolgt.
Die Erbschaft fällt demjenigen an, welcher berufen sein würde, wenn der Ausschlagende zur Zeit des Erbfalls nicht gelebt hätte; der Anfall gilt als mit dem Erbfall erfolgt.
Das Nachlassgericht soll die Ausschlagung demjenigen mitteilen, welchem die Erbschaft infolge der Ausschlagung angefallen ist.

In Ihrem Fall stellt sich dieses wie folgt dar:
Ihre Mutter hinterlässt zwei Abkömmlinge, Sie und Ihren Bruder als gesetzliche Erben erster Ordnung.
An die Stelle eines zur Zeit des Erbfalls nicht mehr lebenden Abkömmlings oder, wie hier, im Falle einer Ausschlagung des Abkömmlings des Erblassers, treten die durch ihn mit dem Erblasser verwandten Abkömmlinge (Erbfolge nach Stämmen) das Erbe zum gleichen Anteil an, hier also 1/2 (50/50) nach der gesetzlichen Erbfolge mangels einer Verfügung von Todes wegen (Testament oder Erbvertrag); die von Ihnen gemachte Vermutung ist richtig, Ihre Tochter erhält den gleichen Anteil, den Sie erhalten würden, wenn Sie das Erbe annehmen würden.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

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