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weiviel Kindesunterhalt steht volljährigen in Ausbildung befindlichem Kind zu?

09.09.2013 11:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Hallo, folgende Situation: mein Stiefsohn lebt mit uns in einem Haushalt (meine Frau, meine Tochter (minderjährig), mein Stiefsohn (20) und ich) und bekam bisher Barunterhalt von seinem Vater (ebenfalls wieder verheiratet, lebt mit einem anderen gemeinsamen Kind (minderjährig) und seiner Frau).
Nach dem Abitur beginnt mein Stiefsohn nun eine Ausbildung (500€ brutto ca. 400€ netto), der Kindesvater hat nun Unterhalt reduziert und leistet diesen nicht mehr an uns sondern direkt an meinen Stiefsohn. Frage: wieviel € Unterhalt steht ihm denn generell zu?
a) Barunterhalt vom Kindesvater (Einkommen unbekannt, nehmen wir 5T€ brutto an, die Ehefrau des Kindesvaters ist selber berufstätig)
b) ist die Mutter auch barunterhaltsverpflichtet (meine Frau hat einen 400€ Job)? Wie würde man den durch uns geleisteten unbare Unterhalt monetär "werten" (wohnen, komplette Versorgung mit Lebensmittel etc.)


09.09.2013 | 13:43

Antwort

von


(2535)
Damm 2
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Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich fasse die Beantwortung Ihrer Fragen zusammen.

Mit dem Eintritt der Volljährigkeit sind beide Elternteile dem Kind gegenüber barunterhaltspflichtig, demgemäß auch Ihre Frau. Da diese nur über Einkünfte in Höhe von 400,00 € verfügt, stellt sich natürlich die Frage, ob hier auf Seiten der Kindesmutter fiktive Einkünfte anzurechnen wären.

Es besteht einem volljährigen Kind gegenüber zwar nicht mehr die gesteigerte Unterhaltspflicht. Demgemäß wären hier die Grundsätze für eine Erwerbsobliegenheit wie beim Ehegattenunterhalt heranzuziehen.

In Ihrem Fall wird man nach meinem Dafürhalten aber auf diese Problematik nicht eingehen müssen, denn die Mutter erbringt zwar keine Betreuungsleistungen mehr, aber der Sohn bezieht Naturalleistungen ( Wohnen, Lebensmittel etc.).

Somit wird es dabei verbleiben, dass allein das Einkommen des Vaters ausschlaggebend sein wird. Eine Unterhaltsberechnung ist dergestalt durchzuführen, dass zunächst der Bedarf aus dem zusammgerechneten Einkommen beider Elternteile zu berechnen ist. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass im Ergebnis der Vater nicht mehr zahlen müsste, als bei einer Einstufung in der Düsseldorfer Tabelle, allein nach seinem anrechenbaren Einkommen. Dieses Einkommen ist zunächst zu ermitteln, damit die Einstufung in die Düsseldorfer Tabelle erfolgen kann. Daraus ermittelt sich der Bedarf des Sohnes. Es ist kein fester Bedarfssatz gegeben, da der Sohn noch bei seiner Mutter lebt. Auf den dann ermittelten Bedarf ist das Einkommen des Sohnes, vermindert um 90,00 € ausbildungsbedingte Aufwendungen und das Kindergeld in voller Höhe anzurechnen.

Ausgehend davon verfügt der Sohn allein über 494,00 € anrechenbarer Einkünfte( 184 € Kindergeld zuzüglich 310,00 € Ausbildungsvergütung nach Abzug der 90,00 € ).

Die Einkommensberechnung des Vaters kann auch mit Ihren Angaben nicht vorgenommen werden. Die Unterhaltsberechnung basiert auf dem Nettoeinkommen. Der Unterhalt für das minderjährige Kind des Vaters ist von diesem Einkommen auch noch vorweg abzuziehen.

Es wäre "im Trüben fischen" einfach eine Einstufung in der Düsseldorfer Tabelle vorzunehmen.

Es ist somit eine umfassende Einkommensberechnung vorzunehmen.
Erst dann können verlässliche Angaben zur Höhe des Anspruches gemacht werden.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
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Rückfrage vom Fragesteller 09.09.2013 | 16:22

o.k., habe ich glaube ich verstanden. Was käme also raus, wenn wir von 2500€ beim Kindesvater netto ausgehen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.09.2013 | 17:11

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn es sich bei den 2.500,00 € bereits um das bereinigte Nettoeinkommen handelt, also schon nach Abzug des Kindesunterhaltes für das minderjährige Kind, steht dem Sohn noch Betrag in Höhe von 68,00 € zu.

Der Bedarf in dieser Einkommensstufe beträgt 562,00 €. Abzüglich der eigenen Einkünfte und des Kindergeldes verbleibt dann ein ungedeckter Bedarf in Höhe von 68,00 € (562,00 € abzüglich 494,00 € ).


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
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