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wegen nicht erhaltener ware warenbetrug?


16.10.2006 06:46 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



hallo,

ich hatte einen sehr hilfsbereiten nachbarn, welcher sich, weil ich keinen eigenen ebayaccount hatte, angeboten hat, das ich seinen nutzen könne...

ich versteigerte mehrere artikel von seinem account aus, und bei den ersten artikeln war alles ordnung, es gab positive bewertungen...

dann verkaufte ich aus geldmangel ein handy, eine gebrauchte xbox, und meinen alten rechner..
das handy kam nicht an, die xbox ebenfalls nicht.. der rechner kam an, die käuferin warf mir aber vor, das dieses nicht der rechner aus der auktion war.. ich habe dort folgendes geändert.. ich habe die verkleidung gegen eine meiner meinung nach neuwertigere ausgetauscht, und ich nahm alle einzelteile (grafikkarte, arbeitsspeicher) hinaus, packte diese in folie, und legte sie in den rechner, damit sie durch den transport nicht beschädigt werden.

nachdem das handy nicht ankam, und ich das geld nicht sofort zurück zahlen konnte, wendete sich der käufer an meinen nachbarn, dieser reagierte natürlich sehr böse und drohte mir dort schon mit anzeige, und der käufer gab ihm eine schlechte bewertung. aufgrund dieser schlechten bewertung sind auch die beiden anderen käufer alamiert gewesen, und der käufer der xbox meldete sich ebenfalls bei meinem nachbarn. kurze zeit später hatten beide käufer ihr geld zurück, aber mein nachbar trat mit beiden käufern in kontakt, und wiegelte sie (meiner meinung nach) auf, anzeige wegen warenbetrug zu erstatten.

ca. 2 monate später war eine einladung zur vernehmung der hiesigen polizei in meinem briefkasten. ich erschien zum termin, und der oberkommissar setzte mich extrem unter druck.. dazu ist noch zu sagen, das mein nachbar ebenfalls bei der selben polizei arbeitet, und ich das gefühl hatte, das da auch fetternwirtschaft mit im spiel war..
er war auf jeden fall der horror...

ich hörte daraufhin nichts mehr, als dann am freitag mein telefon klingelte, und der oberkommissar, welcher mich verhört hatte, mir sagte, das er immer noch auf meinen anwalt wartete.. und das ja jetzt noch eine dritte anzeige hinzugekommen ist...
so wie ich eben schon erwähnte, war mein nachbar recht hilfsbereit.. und da ich tagsüber arbeiten war, habe ich ihn gebeten, eine im internet aufgegebene bestellung entgegen zu nehmen.. ich gab bei der lieferadresse seine adresse und bei der rechnungsadresse meine adresse an.. die ware kam, und irgendwann hab ich dann eine mahnung per email erhalten, welche an meinen nachbarn gerichtet war. ich habe mich dann sofort bei dem anbieter gemeldet, um die angaben korrigieren zu lassen.. dieser sagte mir, das er dieses mache.. ich habe bis dato immer noch keine neue rechnung erhalten, dafür aber eine 3. anzeige von meinem nachbarn, wieder wegen warenbetrug.. ist es nicht so, das er mir hätte die rechnungen und mahnungen geben müssen????

zu der ebaysache ist noch zu sagen, das ich, da ich ja nicht in den emailaccount meines nachbarn konnte, einen neuen bei freenet eröffnet habe, damit ich dort zu meiner "verkaufszeit" die emails von ebay empfangen kann.. ausserdem gab er mir in schriftlicher form seinen login und sein passwort..

ich bin nicht vorbestraft, und die ebaysache ist komplett bezahlt, schon bevor mein nachbar und die beiden käufer mich angezeigt haben..

was kann ich tun, wie stehen meine chancen, und mit welcher strafe hab ich zu rechnen??

bitte um schnelle hilfe, da ich schon kaum noch schlafen kann...

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in).

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Grundsätzlich sind Sie als Beshculdigter nicht verpflichtet eine Aussage zu machen. Auch müssen Sie nicht zur polizeilichen Vernehmung erscheinen. Es ist ratsam nun alsbald einen Verteidiger zu beauftragen. Dieser wird nach Akteneinsicht das weitere Vorgehen mit Ihnen erörtern. Zuvor sollten Sie davon absehen weitere Aussagen zu machen.
Bezüglich der zu erwartenden Strafe kann ich mangels Kenntnis der Akten und der genauen Umstände keine seriöse Auskunft erteilen. Ich bitte hier um Verständnis.Da die Beträge aber zurückgezahlt sind, keine Vorstrafe gegeben ist und die Summen um die es sich handelt gering sind, spricht hier doch einiges für eine Geldstrafe, im schlimmsten, unwahrscheinlichen Fall für eine Bewährungsstrafe.

Zu den Anzeigen wegen Betruges im Falle des Handys und der XBox haben Sie sicherlich einen Einlieferungsbeleg des entsprechenden Frachtunternehmers. Für Sie spricht hier, dass die Gelder zurückerstattet wurden. Zudem sind die Waren - je nach Frachtunternehmer - versichert. Machen Sie Ihre Ansprüche geltend. Wurde beim Verkauf eine Schickschuld vereinbart, so haben Sie mit der nachweislichen Aufgabe zur Post alles Ihnen aus dem Kaufvertrag obliegende getan.

Bezüglich des Computer sei angemerkt, dass Sie nicht selbsttätig Teile nach Lust und Laune austauschen können wenn das Gerät verkauft ist. Hier ist auch an den Tatbestand des Betruges zu denken.

Ihr Nachbar ist selbstverständlich verpflichtet an Sie gerichtete Postsendungen weiterzuleiten. Wegen der letzten und dritten Anzeige können Sie sicherlich eine schriftliche Stellungnahme des Händlers bekommen, der darin Ihre Angaben bezüglich der Rechnungsadresse bestätigen kann.

Sofern Sie die oben genannten Beweise zur Entlastung nicht anbieten können sieht es etwas düster aus. Ltztlich ist die Anmeldung bei Ebay kostenfrei und für einen jeden möglich. Da erscheint es schon etwas seltsam die Verkäufe über einen Nachbarn abzuwickeln. Zudem sollten Sie sich ernsthaft fragen wieso Sie einen derartigen Nachbarn bitten Ihre Postsendungen entgegen zu nehmen.
Weiter sollten Sie es ab sofort tunlichst unterlassen den Account Ihres Nachbarn zu nutzen.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -
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