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web.de Club, Inkasso trotz Einzugsermächtigung, Rechnungen liegen nicht vor

17.01.2009 12:19 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe mich irgendwann mal zur web.de Club-Mitgliedschaft angemeldet, die Mitgliedsbeiträge (EUR 60,00 p.a.) wurden von meinem Konto abgebucht.

Letztes Jahr im Oktober wies mein Konto keine ausreichende Deckung für die Einlösung der Lastschrift auf, woraufhin mir web.de den betreffenden e-Mail-Zugang sperrte.

Da ich den Account ohnehin nur gelegentlich nutzte, und ich auf eine weitere Geschäftsbeziehung mit web.de keinen Wert legte, betrachtete ich die Sache als erledigt.

Heute (17.01.09) jedoch, bekam ich ein Schreiben von der "Bayerischen Inkasso Dienst AG", das mich auffordert, neben der Hauptforderung von EUR 65,00 (statt 60) Gebühren und Zinsen in Höhe von EUR 75,88, also insgesamt 140,88 zu zahlen.

Rechnungen (und wahrscheinlich auch Mahnschreiben) gingen bei web.de aber stets an den mittlerweile gesperrten e-Mail Account, so dass ich davon keine Kenntnis nehmen konnte und auch bis heute nicht kann. Kommunikation per Post/Fax/Telefon fand nicht statt.

Die Hauptforderung werde ich wohl begleichen müssen (oder nur nach Zugang einer Rechnung?). Die horrenden und frei erfundenen Inkassogebühren möchte ich auf keinen Fall bezahlen.

Was schreibe ich dem Inkassobüro? Und was zahle ich?

17.01.2009 | 13:06

Antwort

von


(474)
Fuhrstr. 4
58256 Ennepetal
Tel: 0 23 33 / 83 33 88
Web: http://www.rechtsanwalt-ennepetal.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

Nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des genannten Anbieters wird "der je nach Club-Angebot spezifizierte Club-Beitrag innerhalb von 14 Tagen nach Zustandekommen der Club-Mitgliedschaft zur Zahlung fällig. Bei Verlängerungen sind die Club-Beiträge innerhalb von 14 Tagen nach Beginn der Vertragsverlängerung zur Zahlung fällig." Sie geraten dementsprechend gem. § 286 II Nr. 2 BGB ohne Mahnung in Verzug, wenn der Anbieter mangels Deckung auf Ihrem Konto den vereinbarten Einzug nicht rechtzeitig vornehmen kann. Der Zugang einer Rechnung ist bei dieser Vertraggestaltung keine Voraussetzung für die Fälligkeit des Club-Beitrages.

Da Sie sich in Verzug befinden, schulden Sie dem Anbieter neben dem Beitrag für die vereinbarte Vertragslaufzeit tatsächlich Zinsen iHv. fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz (§ 288 BGB ), ggf. Mahnkosten sowie die angemessenen Kosten der Rechtsverfolgung. Die Höhe der Zinsen sollten Sie mit einem Zinsrechner überprüfen.

Obergrenze der Inkassokosten sind die üblichen Gebühren eines Rechtsanwaltes. Dies betragen bei einem Streitwert von 60,- € bei Ansatz einer 1,3 Geschäftsgebühr und der Auslagenpauschale netto 39,- €; ich gehe davon aus, dass der Anbieter zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, so dass die Umsatzsteuer nicht zu erstatten ist. Über diesen Betrag hinausgehende Inkassokosten sind überhöht und sollten von Ihnen nicht erstattet werden. Ggf. entstandene ergänzende Auslagen (z.B. Kosten für Einwohnermeldeamtsanfrage) sind allerdings zusätzlich zu erstatten.

Inwiefern die Hauptforderung sich erhöht haben soll, ist nicht nachvollziehbar und sollte mit der Gegenseite geklärt werden. Ggf. handelt es sich bei den zusätzlichen 5,- € um den Mahnaufwand des Anbieters vor Beauftragung des Inkassounternehmens.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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