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warenbetrug


07.09.2007 05:19 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Maurice Moranc



Hallo,
ich habe zur zeit von 4 Leute ein Verfahren am laufen die sagen sie haben die daten zu dem spiel das ich über ebay verkaufe (world of warcraft) nicht bekommen jedoch hat jeder der 4 seine daten bekomme nun ist es für mich schwer das zubeweisen.. und ich frage jetzt hier ob sie mir da helfen können der betrag pro mann beträgt sich auf ca. 450 euro pro person, da ich alles will ausser in das gefängniss muss ich das ja auch irgendwie beweisen können.... ich habe zwar bilder die, die spieler im spiel zeigen aber mein gerichtshelfer meinte das dies nicht wirklich viel beweißen könnte.. und ich persönlich glaube fest daran das die 4 leute sich abgesprochen haben, weil sie eine sammelklage gemacht haben. mein gerichtshelfer teilte mir auch mit das es möglich sei ein halbes jahr ins gefängniss zukommen oda 3 jahre auf bewährung..bitte helfen sie mir!

Vielen Dank im vorraus

Eingrenzung vom Fragesteller
07.09.2007 | 05:20
Eingrenzung vom Fragesteller
07.09.2007 | 05:27
Eingrenzung vom Fragesteller
07.09.2007 | 05:38
Eingrenzung vom Fragesteller
07.09.2007 | 05:43

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Sehr geehrter Fragensteller,

die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt auf Grundlage der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Meine Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung, da das Weglassen oder Hinzufügen von Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Nach Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass Sie bereits eine Anklageschrift der Staatsanwaltschaft vorliegen haben. Bei dem von Ihnen erwähnten "Gerichtshelfer" handelt es sich offenbar um einen Mitarbeiter der Jugendgerichtshilfe.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe wird Ihnen ein Betrug nach § 263 StGB vorgeworfen. Da hier nicht von einem besonders schweren Fall auszugehen ist, sieht das Gesetz eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe vor.

Da Sie bei Begehung jedoch noch minderjährig waren, kommt das Jugendgerichtsgesetz (JGG) zur Anwendung. Als Sanktionen kommen in Ihrem Fall also auch mildere Mittel, wie Sozialstunden, Freizeitarrest etc. in Betracht.

Sollten Sie, wovon ich ich nach Ihrer Schilderung ausgehe, nicht vorbestraft sein, ist - im Falle einer Verurteilung - nicht von einer Haftstrafe auszugehen. Sie wären Ersttäter und der Schaden ist nicht außerordentlich groß. Sie hätten eher mit einer erheblichen Zahl von Sozialstunden und einer Wiedergutmachung zu rechnen. Eine genaue Prognose ist aber nicht möglich, da es gerade bei den Jugendgerichten zu Abweichungen bezüglich des Strafmaßes kommt.

Zu Ihrer Beweisfage: Grundsätzlich hat die Staatsanwaltschaft Ihre Schuld zu beweisen. Angesichts der von Ihnen genannten 4 Zeugen scheint der Staatsanwaltschaft dieser Beweis zu gelingen. Bei der Frage, wie Sie beweisen könnten, dass Sie die Dateien tatsächlich verschickt haben, bin ich leider überfragt. Hier sollten Sie jemanden zu Rate ziehen, der sich mit Computern auskennt. Vielleicht ist anhand Ihrer Daten auf der Festplatte zu beweisen, dass die besagten Dateien von Ihnen an die Zeugen verschickt wurden. Hierbei kann ich Ihnen leider nicht behilflich sein.

Zur Frage der Zeugen vor Ort: Grundsätzlich könnte das Gericht die Zeugen vorladen. Wenn diese aber tatsächlich sehr weit weg wohnen, wäre eine Vorladung zur Vehandlung nicht unbedingt nötig. Das zuständige Gericht kann ein anderes Gericht am Wohnort der Zeugen damit beauftragen, die Zeugen vorzuladen und diese dann durch einen Richter vernehmen zu lassen. Die Aussagen werden protokolliert, an das zuständige Gericht gesandt und sind Gegenstand der Verhandlung.

Zur Frage Ihrer Anzeige:Zunächst einmal ist eine Bewärung nur bei einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr (unter schärferen Voraussetzungen auch 2 Jahre)und für eine Dauer von 3 Jahren möglich. Darüber hinaus nicht mehr. Straftaten, die während der Bewährungszeit erfolgen, können zu einer Aufhebung der Bewährungsstrafe führen. D. h., sie hätten die Haft anzutreten. Auch hier gibt es jedoch Ausnahmen.
Sollte die Anzeige die fünfte Tat darstellen, kann diese mit dem laufenden Verfahren verbunden werden. Dies führt in der Regel zu einer höheren Strafe, da fünf Straftaten nunmal schwerer wiegen als vier. Ob letztendlich mit einer Haftstrafe (Jugendarrest) zu rechnen ist, kann von hieraus nicht beantwortet werden, da dies, wie schon erwähnt, stark vom jeweiligen Richter und, nicht zu vergessen, auch von Ihnen und Ihrem Verhalten bei Gericht abhängt.

Ich kann Ihnen nur dringend empfehlen, sich einen Anwalt vor Ort zu nehmen und mit diesem eine Strategie zu besprechen.


Mit freundlichen Grüßen
Maurice Moranc
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