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ware beschädigt angekommen

21.12.2005 14:08 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich benötige eine Beratung für den Nachfolgend geschilderten Fall. Konkrete Fragen stelle ich Am Ende des Textes.

Sachlage:
Ich habe als Privatkauf zwei Packete mit insgesamt 21 Sockelleisten bestellt und nach dem Empfang der Ware (Lieferung per UPS, Bezahlung per Nachnahme)festgestellt, dass die Ware beschädigt ist. Eine erste Begutachtung liess keine Beschädigung erkennen (Gründe: Fehler durch Verpackung verdeckt, Verpackung reflektiert, Schmutz auf der Verpackung, Fehler teilweise auf der Unterseite). Die Beschädigungen sind so zahlreich, dass die komplette Ware unbrauchbar ist.

Zusatzinfos:
Bin auf den Versender über Ebay aufmerksam geworden, mit diesem telefonisch verhandelt und per Email bestellt.

Die Ware ist nur mit einer Plastikfolie verpackt. Ausnahme: die Enden sind mit Pappe umwickelt (ca 25 cm).

Die Beschädigung ist zweifelsfrei beim Transport entstanden. die Sockelleisten weisen Risse und Dellen auf, die zu 90% auf der selben Höhe liegen.

Habe bereits den Versender kontaktiert. Mit diesem Ausgemacht, dass ich ihm eine Aufstellung über den Schaden schicke, worauf er mir die beschädigten Leisten ersetzen wird. Zu diesem Zeitpunkt war mir der Umfang des Schadens nicht bewusst.


Meine nächsten Schritte:
Habe Fotos der Beschädigten Ware gemacht, welche ich dem Versender per email zukommen lasse.


Meine Fragen:
Wie gehe ich idealerweise vor, um ohne Schaden zu meinem Recht zu kommen? (eine Fehlerfreie Ware zu erhalten)

Habe ich das Recht die Ware komplett zurückzuschicken und einen fehlerfreien Ersatz zu fordern?

Muss ich dabei Versandkosten tragen?

ist es klüger die Ware schon zurückzuschicken, oder eine Schadensbegutachtung von UPS abzuwarten?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben summarisch beantworten möchte.

1. Die Idee mit den Fotos ist gut (dokumentieren Sie auch die Verpackungsweise); sie sollten die Ware unfrei zurücksenden und dem Verkäufer eine angemessene Frist zur Nachlieferung setzen. Da der Verkäufer (der ja auch einen Anspruch gegen die Frachtfirma hat) kooperativ scheint, mahne ich zur Gelassenheit. Sollte der Verkäufer nicht innerhalb der Frist liefern, können Sie vom Vertrag zurücktreten und Ihr Geld zurückverlangen. Handelt es sich natürlich um einen Privatverkäufer, bestehen Ansprüche nur gegen den Lieferanten auf Schadensersatz; aber ich unterstelle hier, dass der Verkäufer gewerblich gehandelt hat.

2. s.o.
3. Nein, die Versandkosten trägt der gewerbliche Verkäufer
4. Ich denke, Sie können die Ware durchaus zurücksenden (soweit nicht nur Ansprüche gegen den Lieferanten, s.o.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben. Ich stehe für Rückfragen im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail! Frohes Fest!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-


Burgwedel, den 21.12.2005
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)



Nachfrage vom Fragesteller 22.12.2005 | 12:14

Sehr geehrter Herr Hellmann,

Danke für Ihre rasche Antwort.

Der Verkäufer handelt tatsächlich gewerblich.

Folgende Punkte sind mir noch unklar:

1. Ein Gespräch mit dem Lieferanten ergab, dass die Ware nicht ohne weiteres zurückgesendet werden kann. Es muss erst jemand den Schaden begutachten. Ich zögere nun die Ware ohne Begutachtung zurückzusenden, da sich ein Nachteil für den Verkäufer ergeben könnte (ohne Gutachten kein Anspruch auf Erstattung?)und ich am Ende der Leidtragende sein könnte, falls ein großer Streit daraus wird. Mir ist sehr daran gelegen, dass alles ohne Rechtlichen Streit über die Bühne geht.

2. Ich bin ab heute für 14 tage im Urlaub. Habe gestern sowohl Spedition als auch Verkäufer informiert. Gerate ich in den Konflikt durch meine Abwesenheit irgendwelche Fristen zu verpassen?

3. Auf welches "Gesetz" kann ich mich beziehen, wenn der Verkäufer auf dem Standpunkt beharrt ich hätte die Ware bei Erhalt auf Schäden überprüfen müssen, was er bereits angedeutet hat zitat "Wurde der Schaden beim Empfang notiert? Nicht? Ja, dass hätte aber geschehen sollen!" ? (ich erinnere: eine kurze Begutachtung ergab keine Mängelfestestellung)

4. Da ich mit solchen Fällen keine Erfahrung habe: Wie "Gut" sind meine Chancen? (Der Fall verdirbt mir fast den Urlaub)


Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.12.2005 | 12:42

1. Dann warten Sie die Begutachtung ab; daraus dürfte sich kein Problem ergeben, setzen Sie der Firma aber eine Frist.
2. Nein, es ist nicht Ihre Aufgabe, Fristen hier einzuhalten.
3. Zitieren Sie ihm die Vorschrift des § 447 BGB. Selbst bei Nichtprüfung bleibt es bei der dortigen Rechtsfolge (Gefahrtragung Verkäufer).
4. Ihre „Chancen“ sind gut, schöne Ferien!

Hochachtungsvoll RA Hellmann

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