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während der Bewährung weiter betrogen


01.12.2004 16:26 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe vor ca. 2 Jahren eine Bewährungsstrafe wegen Betruges erhalten.Der Schaden lag bei ca. 25.000 euro. Ich habe daraufhin 2 Jahre und 6 Monate Bewährung erhalten und musste 80 sozialstunden abarbeiten.Ausserdem muss ich dem Geschädigten jeden Monat 50 euro von meinem Lehrlingsgeld zahlen.Von dem geld damals ist nichts übrig geblieben.Während der bewährung nach ca. 1 Jahr, bin ich wiederrum auf die falsche bahn geraten und über ebayauktionen weiteren Schaden im wert von ca. 10.000 euro verursacht. Die Polizeisucht jetzt nach mir. Ich habe dadurch auch meinen Ausbildungsplatz und Wohnung verloren.Ich habe jetzt keinen festen Wohnsitz und kein Geld, da ich seid 2 Monatenimmernoch kein Geld oder schlafplatz vom Arbeitsamt oder Sozialamt erhalte.

Meine Frage ist nun: Mit welcher strafe darf ich rechnen,wenn ich mich der polizei stelle, was für konsequenzen wird es nach sich ziehen, wenn ich mich nicht der Polizei stelle,wird das Verfahren irgendwann eingestellt, wenn ich nicht auffindbar bin???

Die sachen tuen mir wirklich leid,doch ich habe im moment nichts, eine klage gegen meinen ehemaligen arbeitgeber läuft und es wurde auch festgestellt, das ich zu unrecht gekündigt wurde.

Alles was ich will, ist meine lehre zu beenden und danach würde ich auch ins gefängniss gehen.


Was soll ich nun machen.wie erfahre ich, das ein HB gegen mich vorliegt, wann wird dieser aufgehoben.

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Auf Ihre Anfrage möchte ich wie folgt antworten:

Der Umstand, dass Sie ohne festen Wohnsitz und nicht auffindbar sind stellt vor dem Umstand, dass Sie unter einer laufenden Bewährung aufgrund einer einschlägigen Tat - nämlich Betruges - stehen ein nicht unerhebliches Risiko eines Haftbefehles dar.

Im Falle einer Verurteilung müssten Sie nämlich nach § 56 f StPO mit dem Widerruf Ihrer laufenden Bewährung rechnen, was dazu führen würde, dass die zur Bewährung ausgesetzte Freiheitsstrafe zu verbüßen wäre.

Nicht unerheblich ist die Frage, wie hoch die zur Bewährung ausgesetzte Strafe ist. Ich gehe davon aus, dass die Freiheitsstrafe nicht über zwei Jahre lautet, da sonst regelmässig keine Bewährung ausgesprochen werden kann.

Der Umstand, dass die Polizei nach Ihnen sucht muss allerdings nicht unbedingt bedeuten, dass ein Haftbefehl besteht. Denkbar sind auch andere Maßnahmen wie mögliche Vernehmung o.ä.

Dass Sie keinen festen Wohnsitz haben stellt allerdings - wie gesagt - ein nicht unerhebliches Risiko für den Erlass eines Haftbefehls dar. Dies gilt um so mehr, wenn auch die sozialen Verhältnisse aus denen Sie kommen, nicht gefestigt sind. Hierzu zählt auch der Umstand, wenn Sie ohne Arbeit sind.

Sich "zu verstecken" ist keine gute Taktik. Denn dies erhöht nur die Gefahr, dass Sie letztlich eine entsprechend höhere Strafe bekommen können. Sofern ein Haftbefehl existiert würde dies natürlich bedeuten, dass Sie in Untersuchungshaft genommen werden würden und deshalb auch Ihre Ausbildung gegebenenfalls nicht weiterführen könnten. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit von Haftprüfungen und Haftbeschwerden, in denen die Voraussetzungen für den Erlass des Haftbefehls zu überprüfen sind und die durchaus dazu führen kann, dass dieser aufgehoben wird.

Ein Rechtsanwalt kann zunächst durch Legitimation zunächst in Erfahrung bringen, ob ein Haftbefehl existiert oder nicht.

Da Sie bereits einschlägig vorbelastet sind und zudem der Verdacht einer einschlägigen Tat während der laufenden Bewährung besteht lässt dies befürchten, dass im Falle einer Verurteilung erneut eine Freiheitsstrafe verhängt werden wird und auch eine Risiko besteht, dass diese nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt wird. Hinsichtlich der entsprechenden Frage, ob eine günstige Sozialprognose gestellt werden kann (diese ist Voraussetzung für eine Aussetzung zur Bewährung) ist insbesondere auch die soziale Festigung und persönlichen Situation wichtig.

Unbedingt empfehle ich Ihnen, sich von einem Rechtsanwalt vertreten zu lassen. Da in Ihrem Fall ein möglicher Bewährungswiderruf im Raume steht besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer Pflichtverteidigung.

Gerne bin ich Ihnen in der Angelegenheit behiflich. Meine Daten sind über 123recht bzw. google abrufbar. Telefonnummer der Kanzlei: 0511 / 35 77 106.

Mit freundlichen Grüßen


Alexandra Zimmermann
Rechtsanwältin
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