Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vorzeitiger Verkauf des Erbes - wie wir das Erbe aufgeteilt?


| 12.01.2006 21:42 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Meine Mutter hatte vor Jahren ein Testament bei einem Notar anfertigen lassen, indem Sie folgendes vereinbart hat:
Ich setzte meine drei Kinder zu gleichen Ateilen, also zu je einem Drittel ein.
Ohne jede Ausgleichungspflicht bei eventuellen Wertunterschieden wende ich folgenden Grundbesitz zu:
Mein Sohn (Ich) erhält das Haus, meine zwei Töchter zu gleichen Anteilen das landwirtschaftliche Grundstück.
Meinen Sohn beschwere ich mit der Pflege des Grabes und mit der Auszahlung von 1000 DM an den Sohn meines Stiefsohnes. (Stiefsohn berits verstorben)
Meine Mutter wurde vor zwei Jahren in ein Pflegeheim eingliefert und ich wurde vom Vormundschaftsgericht als Betreuer bestellt.
Letztes Jahr mußte ich das Haus verkaufen, um die laufenden Zuzahlungen für das Pflegeheim zu decken.
Nun ist meine Mutter vor einem Monat gestorben.
Das Haus das ich erben sollte ist nicht mehr vorhanden,
aber der Restbetrag des Verkaufs ist noch übrig. Sonst noch ca. 1000 EUR.
Bekomme ich nun anstelle des Hauses den Geldwert, oder wird der Geldbetrag unter uns 3 Kindern aufgeteilt! Wenn ich ein Recht darauf habe, wie gehe ich dann vor. Wir drei sind als Erbgemeinschaft eingesetzt und das landwirtschafliche Grundstück wurde bereits beim Notar auf meine Geschwister überschrieben.
12.01.2006 | 22:01

Antwort

von


221 Bewertungen
Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich möchte sie sogleich beantworten.

Ersichtlich liegt in dem von Ihnen geschilderten Fall eine Teilungsanordnung vor. Grds. räumt sie einen schuldrechtlichen Anspruch auf Durchführung der entsprechenden Auseinandersetzung ein. Dies ist grds. verbindlich, kann aber mit Einverständnis aller Erben der Erbengemeinschaft abgeändert werden. Ferner ist die Anordnung unwirksam, wenn nach Abzug der Verbindlichkeiten kein zu verteilender Nachlass mehr insoweit übrig bleibt. Wenn außerdem durch die Anordnung einen pflichtteilsberechtigtem Erben nicht die Hälfte des Pflichtteils verbleibt, was ich hier so verstehe, ist die Anordnung ebenfalls unwirksam.

Von daher der gesamte Nachlass neu auseinanderzusetzen sein, auch wertmäßig. Sie sollten dazu einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens mit der Abfassung einer neuen Auseinandersetzungvereinbarung beauftragen bzw. eine entsprechende Auseinandersetzung notfalls klageweise umsetzen!

Ich hoffe, dass Ihre Fragen mithin beantwortet worden sind. Ansonsten stehe ich für Rückfragen im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

Burgwedel, den 12.01.2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 12.01.2006 | 23:53

Hallo Herr Hellmann,

es ist noch der gesamte Geldbetrag des varkauften Hauses, plus 1000 EUR auf dem Konto vorhanden.
Also der Erlös vom Verkauf des Hauses ist komplett noch vorhanden, denn ich konnte ja als Betreuer nicht wissen,
wie lange meine Mutter noch lebt, also mußte ich das Haus rechtzeitig verkaufen, damit flüssiges Geld vorhanden ist!
Erlös vom Verkauf des Hauses war 62.000 EUR
Das Flurgrundstück hat einen Wert von 30.000 EUR
Vrmögen gesamt ist 93.000 EUR
93.000 durch 3 Geschwister ist 31.000 EUR, hälfte Prlichtteil wären 15.333 EUR. Also Pflichtteil für meine Geschwister wäre gegeben!

Mit den besten Wünschen

Raymund

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.01.2006 | 12:23

Sehr geehrter Ratsuchender,

nach nochmaliger Überprüfung des Sachverhalts und auch der maßgeblichen Judikatur komme ich zu dem Ergebnis, dass hier gerade doch keine Teilungsanordnung vorliegt, sondern ein Vorausvermächtnis.

Dies ergibt sich nämlich daraus, dass der Vater gerade keine Wert aus Gleichungen Wertausgleichungen laut Testament wünscht, was allerdings dazu führen muss, dass keine Teilungsanordnung angenommen werden kann, vergleiche dazu BGH NJW-RR 1990, 391, 392. Vielmehr handelt es sich nämlich bei dem Fall der „wertverschiebenden Teilungsanordnung“ um ein Vorausvermächtnis.

Dieses Vermächtnis erstreckt sich auch auf das Surrogat, nämlich den Erlös. Dieser muss nicht verteilt werden. Ich kann ihn aber nur nochmals nahe legen, einen Anwalt mit der Auseinandersetzung des Erbes zu beauftragen. Es geht um ihr Vermögen!

Hochachtungsvoll

Hellmann
-Rechtsanwalt-



Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Antort des Rechtsanwaltes hat mir sehr geholfen, denn meine Annahme hat sich hier juristisch bestätigt! "
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER
5/5.0

Die Antort des Rechtsanwaltes hat mir sehr geholfen, denn meine Annahme hat sich hier juristisch bestätigt!


ANTWORT VON

221 Bewertungen

Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Versicherungsrecht, Verkehrsrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht