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vorzeitige erbfolge

| 17.07.2019 18:14 |
Preis: 30,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


20:03
Meine Schwester hat kurz vor dem Tod unserer Mutter selbige zum Notar geschleppt und sich im 'Rahmen der vorzeitigen Erbfolge' eine Wohnung im Wert von 250000€ übertragen lassen.Die grundbuchamtliche Umschreibung erfolgte erst Wochen nach dem eingetretenen Tod.
Das Barvermögen war auf 20.000€ reduziert, ein Schließfach aufgelöst.
Unsere Mutter hat unübersichtliche Schulden und Gerichtsfälle hinterlassen. Meine Schwester ist somit nun Eigentümerin der Immobilie, hat aber das Erbe ausgeschlagen, um nicht für die Schulden haften zu müssen.
Ich habe nicht aussgeschlagen.
Kann ich diese Immobilien-Übertragung rückabwickeln lassen und das Erbe antreten oder bin ich nur für die Schulden zuständig? Kommunikation mit meiner Schwester ist nicht möglich. Gepflegt hatte ich unsere Mutter, meine Schwester hat sich 11 Jahre zuvor nicht blicken lassen, auch wenn das rechtlich wohl nichts ausmacht.
Wie kann ich vorgehen, sofern hier ein Handeln überhaupt Sinn macht.
17.07.2019 | 19:08

Antwort

von


(288)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Wenn ein Ausgleichungspflicht nicht im Vertrag festgehalten wurde, ist die Schwester zunächst nicht zum Ausgleich verpflichtet.
Wenn aber durch den Entzug der Immobilie aus dem Vermögen Sie auf einen Erbanteil herabgesetzt werden der den rechnerischen Pflichtteil unterschreitet, haben Sie einen Ausgleichsanspruch.

Der Asgleichunsanspruch ist wie folgt zu ermitteln. Wert der Immobilie plus Restvermögen (die Veruntreuungen, "das Abräumen" ist voll auszugleichen) abzüglich der Schulden, ergibt die Erbmasse. Für das Beispiel gehen wir einmal von 300.000€ aus. Ihr Pflichtteil wären dann 75.000€. Wenn also das tatsächlich vorhandene Erbe noch aus 20.000€ besteht, haben Sie einen Ausgleichsanspruch in Höhe von 55.000€ gegenüber Ihrer Schwester.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 17.07.2019 | 19:19

Vielen Dank, aber eigentlich interessiert mich, wie es rechtlich einzuordnen ist, dass man vorzeitig ein Erbe annimmt und nach dem Tod dann ausschlägt. Wenn im Vertrag ausdrücklich die vorweggenommene Erbfolge steht und dann ausgeschlagen wir, um sich der Schulden zu entledigen, bezieht sich die Ausschlagung dann nicht auch auf das vorzeitig vorweggenommene Erbe?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.07.2019 | 20:03

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich verstehe Ihre Überlegung. Leider ist der Begriff "vorweggenommene Erbfolge" missverständlich. Tatsächlich handelt es sich um einen Vertrag zwischen Lebenden. Eine spätere Ausschlagung der Erbschaft ist ohne weiteres möglich.

Sollten Sie weitere Rückfragen haben, können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.07.2019 | 20:13

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