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vorzeitige Kündigung eines Mietvertrags als Mieterin

| 26.09.2018 18:20 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


22:49
Guten Tag,

ich brauche Ihre Hilfe: Ich wohne im Eigentümerbereich einer Wohnungsbaugesellschaft, bin Mieterin einer Wohnung. Ich wohne seit einem Jahr hier. Bis Ende Juli 2018 war es ein friedliches Zusammenleben. (6 Wohneinheiten) Zum 1.8.18 wurde eine der Wohnungen an die wirtschaftliche Jugendhilfe verkauft und von einem jungen Mann neu bezogen. Seit diesem Zeitpunkt an hat sich alles zum Negativen verändert. Begonnen hatte alles mit einer Lapalie -die Waschmaschine des neuen Mieters lief ständig aus. Wir haben unsere Waschmaschinen gemeinsam im Keller stehen und können dort auch unsere Wäsche trocknen. In der Mitte des Raumes stand ewig eine große Lache Wasser. Irgendwann stellte jemand aus dem Haus die Waschmaschine des Mieters aus.....Es wurde erfolglos miteinander geredet. Daraufhin stopfte er gammelige Hausabfälle in eine Papiermülltonne. Und so eskalierte es langsam. Zuerst wurde in den Waschkeller uriniert. Den Geruch können Sie sich vorstellen. Zwei der Hausbewohner zogen sich komplett aus dem Keller zurück. Dann wurde mein Nachbar vom neuen Mieter und zwei seiner Kumpel körperlich bedroht. Ein Reifen seines Fahrrads wurde zerstört. Bei meinem Rad wurde die Klingel kaputt gemacht. Dann wurde zeitgleich vor meine Kellertür und neben die Kellertreppe uriniert. Ich habe auch Bettzeug im Keller gelagert und nun meine Kellertür mit dickem Stoff zugehängt, um diesen ekligen Geruch abzuhalten, der nun aus drei Urinstellen "gespeist" wird. Mittlerweile gab es wohl eine Eigentümerversammlung wegen des neuen Mieters. Aber es herrschte Ratlosigkeit und der Entschluss war dann letztendlich, die Vorkommnisse zu sammeln. Vor drei Tagen wurde eine 87jährige Wohnungseigentümerin aus unserer Wohneineheit ebenfalls vom neuen Mieter samt Kumpels körperlich bedroht. Gestern war auf einmal Waschpulver neben der Kellertreppe verstreut. Ich bin fast darauf ausgerutscht. Seit ein paar Tagen besitzt der junge Mann einen großen Dobermann, mit dem er gern hier draußen seine Runden läuft.
Ich habe mittlerweile Angst, wenn ich die Wohnung verlasse, da man nie weiß, was einen erwartet. Dem Gesetz der Reihe nach wäre ich nun irgendwann "dran", bedroht zu werden. Vielleicht wird mein Fahrrad zerstört, meine Waschmaschine, mein Keller beschädigt.....? Das ist das Problem mit der Angst. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich bin auf jeden Fall eingeschüchtert und das wird sich auch nicht ändern. Außerdem befürchten wir Hausbewohner, dass der neue Mieter, falls er von der Jugendhilfe aus der Wohnung genommen würde, sich richtig an uns rächen könnte. Und man weiß auch nicht, wen die Jugendhilfe als Nächstes in die Wohnung setzen würde! Die Aussichten sind so oder so finster.

Meine Frage lautet nun, ob ich aus meinem Mietvertrag fristlos aussteigen kann? Ich habe einen Zweijahresvertrag unterschrieben, aber ich weiß nicht, wie ich das eine Jahr noch aushalten soll! Ich bezahle Miete und möchte einfach nur friedlich leben. Aber fest steht, dass ich auf jeden Fall ausziehen will. Mein Vermieter lebt in Hamburg, ich in Bremen. Für ihn ist das alles nur Theorie.

Ich bin Ihnen schon vorab sehr dankbar für eine Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Regina Grassmann
26.09.2018 | 19:25

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Sie können den Mietvertrag trotz der Befristung außerordentlich und fristlos kündigen. Allerdings müssen Sie nachweisen, dass das weitere Bewohnen der Wohnung unzumutbar ist. Dazu sollten Sie schon vor der Kündigung entsprechende Beweise sammeln, insbesondere Zeugenaussagen der Nachbarn sind da sehr hilfreich.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 26.09.2018 | 19:36

Hallo Herr Weber,
erst einmal herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort!
Ich habe nur noch einmal zum Verständnis eine Rückfrage: Die von mir (in epischer Breite :) geschilderten Vorkommnisse sind allen bekannt, d.h., allen Eigentümern der Wohnungen, meinem Vermieter und den Mietern. Ist es dennoch nötig, noch einmal alles aufzuschreiben? Mit meinem Vermieter hatte ich bereits per Whatsapp diesbezüglich Kontakt und er wurde außerdem von einem anderen der Eigentümer benachrichtigt, da er in Hamburg lebt und an der Eigentümerversammlung nicht teilgenommen hatte.

Nochmals schöne Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.09.2018 | 22:49

Sehr geehrte Ratsuchende,

leider ist es wirklich notwendig, alles nochmal aufzuschreiben, da es der Grund für die Kündigung ist. Sie müssen es bei der Kündigung und einem eventuellen Prozeß darlegen und notfalls beweisen.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


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