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vorübergehende Trennung -

20.01.2016 12:14 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle


Mein Mann verdient 2700 netto, ich verdiene 2300 netto.
Der Abtrag für unser Haus kostet 850 Euro. Wir stehen beide im Grundbuch und im Kreditdarlehen. Wie haben 2 Kinder 12+17.
Zum 1.1. habe ich mich räumlich getrennt und bin in eine Mietswohnung gezogen. Die Miete netto beträgt 625 Euro. Ich übernehme noch die Hälfte der Kosten des Hauses, 425 Euro. Ich habe also einen Abtrag von 1050 Euro. Auf Unterhalt für die Kinder hat er erstmal verzichtet. Ist das so rechtens oder muss ich eigentlich keinen Abtrag mehr für das Haus bezahlen, weil ich eigene Miete habe? Oder habe ich von ihm etwas zu erwarten?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 20.01.2016 | 13:42

Meine Frage wurde leider nicht völlig beantwortet. Bin ich verpflichtet weiterhin die Hälfte des Abtrags für das Haus zu zahlen obwohl ich ausgezogen bin und er allein über alles verfügt oder könnte ich die hälftige Zahlung einstellen weil ich zusätzlich noch eigene Miete habe, schließlich verdient er mehr als ich und bezieht auch noch das komplette Kindergeld.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.01.2016 | 13:56

Sehr geehrte Ratsuchende,

da habe ich Sie wohl missverstanden. Ich dachte es geht Ihnen um den Trennungsunterhalt, aber gut.

Ihr Auszug aus dem ehelichen Haus hat leider gar keinen Einfluss auf Ihre vertragliche Verpflichtung aus einem Kreditverhältnis. Was kann die Bank dafür, dass Sie aus dem kreditierten Haus ausgezogen sind? Und automatisch wird diese nicht auf einen weiteren Schuldner verzichten, auch wenn Ihr Gatte zunächst 100 % aus welcher Bestimmung oder Vereinbarung heraus auch immer zahlen sollte.

Einen eventuellen Ausgleich für die von Ihnen vorgehaltenen Mehreinkünfte Ihres Ehegatten, wie Kindergeld, höheres Einkommen, Ihre zusätzliche Miete, Fahrkosten zur Arbeit, Unterhalt für ein KFZ usw. können Sie nur erhalten, soweit hier ein Anspruch auf Trennungsunterhalt bestünde.

Wie dargestellt, würden hier die entsprechenden anzurechnenden Beträge in die Gegenüberstellung der jeweiligen Einkommensverhältnisse und finanziellen Verpflichtungen einfließen. Daraus ließe sich dann ein entsprechender Anspruch herleiten, der auch darin bestehen kann, dass Ihr Ehegatte zu 100 % die Kosten des Kredites zu tragen hat.

Der Anspruch auf Trennungsunterhalt besteht erst ab dem Zeitpunkt seiner Geltendmachung. Der Anspruch muss zu diesem Zeitpunkt noch nicht beziffert sein.

Sie können hierüber selbstverständlich auch eine einvernehmliche Lösung mit Ihrem Ehegatten finden, ausgenommen sind hierbei jedoch die Ansprüche der Kinder auf Unterhalt in Naturalunterhalt, soweit die Kinder im gleichen Haushalt leben oder auch zeitweise, oder aber in Geld zu leisten ist.

Ich hoffe nun Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen

Ergänzung vom Anwalt 20.01.2016 | 13:16

Hier die Antwort...

Sehr geehrte Ratsuchende,

gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

Einem Anspruch auf Trennungsunterhalt gemäß § 1361 Abs. 1 BGB, nachdem ein Ehegatte vom anderen bei nicht nur vorübergehender Trennung, einen angemessenen Unterhalt verlangen kann, steht Ihre Formulierung einer nur vorübergehenden Trennung entgegen.

Trennungsunterhalt ist derjenige Unterhalt, der von Beginn der Trennung bis zur Scheidung fällig wird.
Auf Unterhalt für die bei dem Partner lebenden Kinder, kann dieser nicht wirksam verzichten, weil dies ein originärer Anspruch der Kinder selbst zu deren Lebensunterhalt ist und nur in Vertretung durch die zur Sorge berechtigten und verpflichteten Eltern von diesen in Gewahrsam und dafür verwendet wird.
Da Sie wie Sie angeben, aber nur vorübergehend die häusliche Gemeinschaft verlassen haben, wird es wohl kurzfristig bei der Leistung des Kindesunterhalt in Naturalunterhalt verbleiben und kein Anspruch in Geld entstehen. Nur bei ggf. längerfristiger und damit eventueller doch nicht nur vorübergehender Trennung entstünde hier ein Anspruch der Kinder auf Unterhalt in der Form von Geldzahlungen, wie auch ggf. ein Trennungsunterhalt für Sie selbst oder Ihren Ehegatten.

Ihre eigene Miete wäre hier entsprechend in die Berechnung Ihres bei nicht nur vorübergehender Trennung bestehenden Anspruches auf Trennungsunterhalt einzubeziehen.
Hier werden die jeweiligen Einkommen und Vermögensverhältnisse und die einzelnen Bedarfe inklusive der anfallenden Mieten und Wohnwerte sowie Kredite gegenüber gestellt.
Die Familienrechtler unter den Juristen und die Familiengerichte haben hier doch eine recht anspruchsvolle Berechnungsmethode entwickelt, die so einfach aus dem Stehgreif ohne tiefgehende Informationen nicht zu bewerkstelligen ist.

Ich rate von daher, so Sie die nicht unbedingt unumstößliche Entscheidung für sich getroffen haben, sich vorerst nicht nur vorübergehend von Ihrem Ehegatten trennen zu wollen, einen versierten Familienrechtler vor Ort aufzusuchen und hier ggf. in einer entsprechenden Erstberatung, deren Kosten sich auf max. 190 Euro netto (zzgl. derzeit 19% Umsatzsteuer) sich im Rahmen halten, vollumfänglich, auch in Bezug auf den eventuellen Trennungsunterhaltsanspruch beraten zu lassen.

Sollten Ihrerseits noch Fragen offen sein, bitte ich darum, diese im Rahmen der Nachfrage zu konkretisieren.


Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen


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