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vortäuschung einer straftat???


| 11.05.2005 13:43 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



ich bin vor drei wochen von einem unbekannten nachts auf der straße sexuell belästigt worden. er hat mein shirt zerrissen und mich angefaßt, schlimmeres ist nicht passiert, weil er von mir abgelassen hat und abgehauen ist, als ich ihm zwichen die beine getreten habe. dennoch war ich ziemlich geschockt und habe die polizei gerufen. sie haben mich mit auf die wache genommen und mich vernommen. allerdings habe ich keine anzeige erstattet. ich war durcheinander, habe aber trotzdem nach bestem wissen und gewissen angaben zur sache gemacht und das protokoll unterschrieben. leider war ich auch betrunken, ich kam ja nachts aus einer bar, darauf habe ich die polizisten aber auch hingewiesen und ein alkoholtest (1,6 promille) wurde gemacht. ein paar tage später wurde ich erneut zur polizei gebeten und mußte alles nochmal erzählen. an einige sachen erinnere ich mich nicht mehr im detail, habe auch gedächtnislücken, nehme an durch den alkohol, es gab differenzen zur ersten vernehmung, was zeitl. abläufe angeht, beim ersten mal habe ich gesagt, meine jacke wäre auf gewesen, beim zweiten mal dachte ich, sie war zu. will sagen, erinnerungen vermischen sich, ich habe widersprüchliche aussagen gemacht. morgen bin ich aufgrund dieser widersprüchlichkeiten zu einer nachvernehmung bei der polizei. ich bin mir ziemlich sicher, dass die polizei mir nicht glaubt und habe das gefühl, vom opfer zum täter geworden zu sein. die polizistin hat mich sogar darauf hingewiesen, dass falschaussage strafbar sei! ich habe aber zu keinem zeitpunkt bewußt gelogen oder falsche aussagen gemacht! mein fehler war wahrscheinlich, nicht sicher gewesen zu sein und trotzdem angaben gemacht zu haben? kann die polizei mir etwas vorwerfen können? falschaussage oder vortäuschung einer straftat? wird die sache zur staatsanwaltschaft gehen? und wird es mir negativ ausgelegt werden oder meine glaubwürdigkeit noch mehr trüben, wenn ich bei der morgigen nachvernehmung nichts mehr zur sache sagen möchte,weil ich mir einfach zu unsicher bin??
danke!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

man muss selbstverständlich berücksichtigen, dass Sie in der ersten Vernehmungssituation erstens alkoholisiert und zweitens aufgrund des sexuellen Übergriffes wahrscheinlich auch sehr aufgeregt und durcheinander waren. In der zweiten Vernehmung waren diese Faktoren dann nicht mehr vorhanden. Aus diesem Grunde sind Diskrepanzen zwischen den beiden Aussagen normal.

Vor diesem Hintergrund brauchen Sie sich vor der erneuten Vernehmung keine Sorge zu machen. Wenn es hierbei um Unterschiede zwischen den beiden bisherigen Aussagen geht, schildern Sie alles so, wie Sie es jetzt in Erinnerung haben und sagen Sie auch klipp und klar, wenn Sie sich bei bestimmten Dingen nicht mehr sicher sind. Damit verhalten Sie sich absolut korrekt und erscheinen deutlich glaubwürdiger, als wenn Sie gar nicht mehr sagen.

Der Hinweis auf die Strafbarkeit einer Falschaussage braucht Sie nicht zu erschrecken, sondern stellt nur ein Mittel dar, um Sie zur Wahrheit zu ermahnen. Eine Strafbarkeit wegen Falschaussage scheidet vor der Polizei ohnehin aus, weil die Polizei keine Stelle ist, die von der Strafvorschrift des § 153 StGB erfasst ist.

In Betracht kommt allenfalls eine Strafbarkeit nach § 145 d StGB (Vortäuschen einer Straftat). Diesen Tatbestand verwirklichen Sie aber nur, wenn Sie wider besseres Wissen vorsätzlich die Begehung einer tatsächlich nicht verübten Straftat vortäuschen, also absichtlich ein Lügenmärchen erzählen.

Sie sehen also, dass Sie sich keine Sorgen zu machen brauchen, solange Sie nach bestem Wissen und Gewissen aussagen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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