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vorläufige betreuung

| 16.03.2013 20:18 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle


Zusammenfassung: Betreuung hilfsbedürftiger Angehöriger und die damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten des gerichtlich bestellten Betreuers; mit Hinweis auf die Vorsorgevollmacht

hallo, ich habe vor kurzem die vorläufige betreuung für meine mutter erhalten.ihr mann hat sich von ihr getrennt und sie ist für zwei wochen in eine heilanstalt gegangen.daraufhin erhielt ich dieses schreiben.
dies bedeutet, die gesundheitssorge,vermögensorge, vertretung gegenüber behörden...und aufenthaltsbestimmung.
nun die frage: wenn meine mutter zu ihrer freundin fahren möchte (600km entfernt), muss ich die zwei wochen mit dabei sein?
Eingrenzung vom Fragesteller
16.03.2013 | 20:25

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die eingestellte Frage. Diese möchte ich aufgrund ihrer Sachverhaltsangaben und in Ansehung des Einsatzes wie folgt beantworten.

Nein, das ist heute nicht mehr die Bedeutung von Betreuung. Schon ein Weilchen her, hieß diese Form auch Entmündigung.

Die Betreuung gibt es für hilfsbedürftige Personen. Sie soll bei gleichzeitiger Erhaltung einer größtmöglichen Selbstbestimmung den notwendigen Schutz und die erforderliche Fürsorge gewährleisten. Für eine hilfsbedürftige Person wird ein Betreuer bestellt, die oder der dann als gesetzliche Vertretung fungiert.
Das kann zum Beispiel die Kündigung der Wohnung umfassen, den Abschluss eines Heimvertrags, das Beantragen von Sozialleistungen, die Verwaltung des Vermögens, die Sorge für die Gesundheit, die Sicherstellung der medizinischen Behandlung sowie die Einwilligung in freiheitsbeschränkende Maßnahmen. Ein bisschen so wie bei noch nicht volljährigen Kindern. Geschäfte, die vom Betreuten abgeschlossen werden, sind grundsätzlich schwebend unwirksam. Auch hier gilt der sog. Taschengeldparagraph.

Betreuung meint übrigens lediglich die rechtliche und gesetzliche Betreuung. Dieser Begriff beinhaltet nicht die soziale Betreuung im Sinne von Pflege- oder Aufsichtsleistungen.

Angeordnet wird eine Betreuung immer durch das Betreuungsgericht. Das gilt also auch dann, wenn ein Ehegatte oder Kinder und Eltern bereit sind, sich um die Angelegenheiten der oder des Betroffenen zu kümmern. In Ihrem Fall hat das Gericht Sie bis zur abschließenden Entscheidung als vorläufigen Betreuer bestellt.
Es gibt im familiären Bereich keine automatischen Handlungsbefugnisse. Manche sind überrascht, wenn sie im Falle einer psychischen Erkrankung oder Altersdemenz ihres Ehegatten erst zur Betreuerin oder zum Betreuer bestellt werden müssen, um handeln zu können. Hierbei bedarf es oft des Zugriffs auf das Girokonto des erkrankten Ehegatten, um die laufenden Kosten zu decken. Aber auch dies ist, wenn eine Kontovollmacht nicht erteilt wurde, dem Ehegatten nicht möglich.

Bei Volljährigen gibt es - auch für nahe Angehörige - kein gesetzliches Vertretungsrecht. Um stellvertretend für eine volljährige Person rechtswirksame Erklärungen oder Handlungen vornehmen zu können, bedarf es eben einer gerichtlichen Bestellung zum Betreuer oder aber einer ausreichenden Bevollmächtigung. Diese Bevollmächtigung wird Vorsorgevollmacht genannt.

Sie dürfen also ruhigen Gewissens, Ihre Mutter zu deren entfernt wohnenden Freundin fahren lassen und müssen nicht selbst dort vor Ort sein.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wehle, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 16.03.2013 | 21:02

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Stellungnahme vom Anwalt:
Schade, denn jeder Stern zählt. Leider ist nicht nachvollziehbar aus welchen Gründen der Fragesteller hier der Auffassung ist die Punkte Freundlichkeit und Verständlichkeit hätten ihrer nur 4 Sterne verdient.
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