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vorgeworfener Ladendiebstahl


10.12.2006 18:00 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



ich war im Juni diesen Jahres in einem Elektronikmakrt und wurde dabei gefilmt wie ich einen USB-stick aus der Verpackung nam und die leere Verpackung wieder ins Regal hing. Es ist auf dem Video aber nicht zu sehen wie ich den Stick einsteckte. Den besagen Stick legte ich aber vor Verlassen des Marktes in irgend einem Regal ab weil ich mich letztendlich nicht traute den Stick zu klauen und wurde auch damals nicht angesprochen. Gestern war ich wieder in dem Markt, nam wieder einen Stick aus der Verpackung, leget ihn aber wieder irgendwo ab weil ich wiederum ein schlechtes Gewissen hatte. Beim Verlassen des Marktes sprach mich ein Detektiv an, zeigte mir das Video vom Juni und setzte mich unter Druck, eine Strafanzeige zu unterschreiben, was ich allerdings nicht tat, auch die Fangprämie nicht bezahlte sondern nur die Erklärung zum Hausverbot unterschrieb. Von dem versuchten Diebstahl gestern war auch keine Rede. Das war wohl noch nicht aufgefallen sondern man hatte mich nur auf dem Video vom Juni wiedererkannt. Ob ich gestern gefilmt wurde weiß ich nicht.Ich gab auch den Diebstahl vom Juni nicht zu worauf man mir sagte, dass ich das nicht bräuchte, die Strafanzeige würde an die Statsanaltschaft geschickt, die Beweise würden ausreichen und die würde sich melden.
Ist das denn Diebstahl? Muss ich beweisen dass ich den Stick irgendwo abgelegt habe und was kann mir drohen wenn man mich gestern wiklich gefilmt hat? Ich wurde nicht gefilzt und es wurde auch keine Polizei gerufen.

In Voraus vielen Dank

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Ja, das erfüllt den Tatbestand des Diebstahls.

Bei kleineren Gegenständen ist der objektive Tatbestand des Diebstahls dann erfüllt, wenn diese in Jacken- oder Hosentasche gesteckt werden.
Mit dem Einstecken der Sache haben Sie fremden Gewahrsam gebrochen und neuen, eigenen Gewahrsam begründet, da hier dem Eigentümer die Verfügungsgewalt über die Sache schon entzogen ist und damit eine Wegnahme in strafrechtlicher Hinsicht vorliegt.

Die Staatsanwaltschaft muss, um den staatlichen Strafverfolgungsanspruch durchzusetzen, Ihnen nachweisen, dass Sie sich strafbar gemacht haben.

Insoweit sollten Sie als Beschuldigter von Ihrem Recht, sich zur Sache nicht einzulassen, Gebrauch machen und einen Verteidiger mandatieren, um die Verteidigungsstrategie abzuklären.

Eine effektive Verteidigung bedingt zu allererst die Einsicht in die strafrechliche Ermittlungsakte. Erst danach sollte man entscheiden, ob eine Einlassung Sinn macht oder nicht.
Diebstahl setzt noch in subjektiver Hinsicht Vorsatz/Zueignungsabsicht voraus.

Da Sie den Stick jedoch aus der Verpackung genommen haben und die leere Verpackung wieder ins Regal gehängt haben, kann auf den Diebstahlsvorsatz geschlossen werden.
Wenn Sie also auf dem Video identifiziert werden können, müssen Sie in der Konsequenz damit rechnen, dass Sie wegen Diebstahls belangt werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2006
info@kanzlei-roth.de

Nachfrage vom Fragesteller 10.12.2006 | 19:26

danke für die schnelle Beantwortung.
wie hoch würden sich die kosten für einen Anwalt belaufen und mit welcher Strafe müsste ich rechnen? Inwieweit wird sowas öffentlich gemacht?

mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.12.2006 | 19:32

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Wenn Sie keine Vorstrafen aufweisen, sind die Chancen für eine Verfahrenseinstellung gut.

Findet eine Hauptverhandlung statt, so ist diese öffentlich. Die Kosten für die Mandatierung eines Strafverteidigers dürften zwischen EUR 600 und EUR 1.000 liegen.

Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

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