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vor dem Tod Geld verschenkt

13.08.2012 10:53 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


vor dem Tod Geld verschenkt

Hallo alle zusammen,
bräuchte Euren Rat. Meine Mutter ist vor wenigen Tagen im Krankenhaus verstorben, vor dem Tod hatte sie mir ihre Bank-Karte gegeben und gebeten 1000€ abzuheben und ggf. von dem Geld Trauerfeier zu veranstallten und Rest behalten. So habe ich auch gemacht, am gleichen Abend ist sie verstorben. Auf dem Konto ist genur Geld geblieben, um Beerdigungskosten und ggf. Miete zu bezahlen. Allerdings möchte ich die Erbe ausschlagen, da ich vermute, dass evtl. Schulden auf uns zukommen können. Die Bestattung kann ich aus unserem (Ehefrau und ich) Einkommen und Ersparnissen schlecht bezahlen, wir haben ca. 3000€ erspart und ich als Alleinverdiener bekomme knapp über der Harz IV Grenze. Deswegen möchte ich Antrag beim Sozialamt auf die Übernahme der Kosten stellen.

Jetzt ist die Frage, was passiert mit 1000€? Kann ich die Bestattungskosten von dem Vermögen meiner Mutter bezahlen, obwohl ich die Erbe ausschlage? Gilt die Erbe als angenommen, wenn ich das Geld kurz vor dem Tod abgehoben habe? wie kann ich das verhindern? (ca. 600€ habe ich für die Trauerfeier ausgegeben).

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Zunächst einmal möchte ich Ihnen mein Beileid ausdrücken.

Soweit Sie nachweislich das Geld VOR dem Tod Ihrer Mutter abgehoben haben, sind Sie damit auf der sicheren Seite, denn Erbe können Sie (potentiell) erst mit dem Zeitpunkt des Todes werden, so dass auch eine etwaige - in schlüssigerweise erklärte - Annahmeerklärung der Erbschaft ab diesen Zeitpunkt vorliegen könnte.

Nur der bzw. die Erbe(n) trägt bzw. tragen die Kosten der Beerdigung des Erblassers.

Schlagen Sie hingegen form- und fristgerecht die Erbschaft aus, ist/sind zunächst der Erbe/die Erben zahlungspflichtig.

Die zweckentsprechende Verwendung des Geldes für die Trauerfeier hatte Ihre Mutter Ihnen derart erklärt, worauf Sie sich in Nachhinein berufen können.

Stellen Sie einen Antrag an das Sozialamt hinsichtlich einer Kostenübernahme für die Beerdigung bzw. schreiben Sie eine Aufforderung an die Erben/den Erben (soweit ermittelbar).

Berufen Sie sich auch gegenüber dem Bestattungsunternehmer darauf.

Sie haben bisher das Erbe nach meiner ersten Einschätzung nicht angenommen und können noch dieses ausschlagen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.08.2012 | 17:25

Vielen Dank erstmal für Ihre Antwort.
So wie der Zufall das will.
Ich habe heute Kontoauszug und die Sterbeunterlagen geholt. Geld um 12:44 abgehoben und meine Mutter um 12:42 verstorben. Wie es dazu kam: vor der Op hat sie uns die Karte gegeben und dann postoperativ auf iIntensivstation verstorben, als ich auf dem weg nach Hause war. Was mache ich in so einer Situation? Kann ich
immer noch die Erbe ausschlagen? Kann ich den Rest zurück aufs Konto einzahlen? Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.08.2012 | 17:33

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Dieser Umstand änder aller Voraussicht nach nichts an meiner ersten Einschätzung, denn:

- Sie konnten dieses zeitlich betrachtet gar nicht wissen und können damit keine Annahme erklärt haben;

- hilfsweise und vorsorglich könnten Sie eine Annahmeerklärung - sollte sich jemand einmal darauf berufen - deswegen noch anfechten wegen Irrtums;

Sie können den Rest wieder zurück überweisen, was aber auch erstmal nur der Erbe gegenüber Ihnen als Erbschaftsbesitzer verlangen könnte, dieses also nicht sofort geschehen müsste.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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