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von der PKV in die GKV wechseln

| 06.08.2016 20:13 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Doreen Prochnow


Zusammenfassung: § 9 Abs. 1 Nr. 4 SGB V verlangt neben der in den letzten 3 Monaten festgestellten Schwerbehinderung die Vorversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung für 3 der letzte 5 Jahre eines Elternteils oder Ehegatten/Lebenspartners.

Ich bin zur Zeit noch Student, seit 2 1/2 Monaten besitze ich einen Schwerbehindertenausweis von 50 GdB und werde mein Studium zum 30.9 beenden. Vermutlich werde ich aufgrund von Krankheit daraufhin ALG 2, eher Sozialhilfe beziehen.
Nun hatte ich zum 1.10 bei einer gesetzlichen Krankenkasse einen Aufnahmeantrag gestellt, der abgelehnt wurde.
Meine Eltern sind beide auch Privat Versichert und ich habe kein Ehefrau. Sprich, auch der Paragraph für Schwerbehinderte innerhalb der ersten 3 Monate in eine GKV zu wechseln scheint bei mir nicht zu greifen?!

Gibt es trotzdem eine Möglichkeit für mich in die GKV zu wechseln?

Ich wäre für eine Antwort sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Einsatz editiert am 07.08.2016 11:44:23

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das Sonderzugangsrecht für Schwerbehinderte beruht auf § 9 Abs. 1 Nr. 4 SGB V. Voraussetzung ist neben der Schwerbehinderung, die nur 3 Monate nach ihrer Feststellung geltend gemacht werden kann, dass die Eltern oder der Ehegatte oder Lebenspartner in den letzte 5 Jahren 3 Jahre lang gesetzlich versichert war. Eine Ausnahme von dieser 2. Voraussetzung ist nur möglich, wenn diejenige aufgrund der eigenen Behinderung hieran gehindert war. Dies ist bei ihnen augenscheinlich nicht der Fall, so dass sie diese Rückkehrmöglichkeit nicht nutzen können.

Es bleiben ihnen also nur 3 Auswege:

1. Nach § 9 Abs. 1 Nr. 3 SGB V gewährt ihnen einen Anspruch auf Wechsel in die GKV , wenn sie eine Beschäftigung aufnehmen. Eine Teilzeitbeschäftigung mit egal welcher Stundenbasis genügt , wichtig ist nur dass das Arbeistverhältnis sozialversicherungspflichtig ist und dass sie weniger als die Jahresbemessungsgrenze ( ca. 58.000 €) für freiwillig Versicherte verdienen.

2. Wenn sie eine Zeitlang in den Niederlanden, in Schweden oder in der Schweiz leben unterfallen sie dem dortigen Sozialversicherungsrecht mit einer gesetzlichen Krankenkasse in der jeder Einwohner versichert ist. Diese Versicherung ist bei Rückkher nach Deutschland von der gesetzlichen Versicherung anzurechnen, so dass diese sie bei Antrag als Auslandsrückkehrer wieder aufnehmen muss.

3. Ihr zukünftiger Ehepartner ist gesetzlich versichert. Wenn sie dann ein geringeres Einkommen als er aufweisen, können sie sich bei ihm über die Familienversicherung mitversichern.

Es tut mir leid, dass keine weiteren und einfacheren Chancen zur Verfügung stehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 12.08.2016 | 10:54

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