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von Makler angeheuert, ich hoffe mir hilft jemand!


12.09.2007 13:45 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Guten Tag,
1.ich wurde von einem Makler ohne Vertrag angeheuert in freier Mitarbeit ohne Maklerschein nach 34c ,ihm Häuser zum Verkauf zu suchen, was ich auch getan habe ( 15 Objekte ), die Provision sollte beim Verkauf geteilt werden. Jetzt steht ein von mir gefundenes Haus zum Verkauf an und der Makler sagt : danke schön , ich möchte Ihre Mitarbeit nicht mehr. Ich habe mir dann sofort einen anderen Makler gesucht, für den ich jetzt tätig bin um ihm meine gesuchten Häuser an diese Firma zu geben. Es besteht nirgentwo ein Alleinauftrag.
Der alte Makler sagt,ich wäre ohne Maklerschein tätig und solle diese sofort einstellen sonst würde er mich verklagen. Ist jetzt meine ganze Arbeit umsonst gewesen,was kann ich tun ?
2. Der Kaufinteressent will vom ersten Makler abspringen,er hat aber schon ein Besichtigungstermin mit Angabe vom Objekt, Maklercourtage und Name des Eigentümers unterschrieben,da er aber auch ihn gelingt hat (hat selbständig den Kaufpreis in die Höhe getrieben und weil er mich als freier Mitarbeiter gelinckt hat), wünscht er keine weitere Zusammenarbeit mehr.Wie kommt dieser dort raus , er möchte ja eigentlich das Haus kaufen, aber nicht von diesem Makler? Es besteht kein Alleinauftrag gegenüber dem Verkäufer des Hauses zum Makler.
vielen Dank für Ihre Antwort

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Sehr gehrter Ratsuchender,

dem Vorredner ist zuzustimmen, dennoch ist mir möglich Ihnen einen groben Umriss über Ihre Fragen zu stellen, anhand Ihres Sacheverhaltes und unter Berücksichtigung des geringen Einsatzes. Als erste rechtliche Orientierung.

Immobilienmakler benötigen vor Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit eine behördliche Erlaubnis gemäß § 34 c Gewerbeordnung (GewO).

Für Nachweis oder Vermittlung von Vertragsabschlussmöglichkeiten über Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte (Erbbaurechte), gewerbliche Räume, Wohnräume, wird etwa eine solche Genehimgung benötigt.

Was Sie getan haben, ist wohl etwas anderes, Sie haben potentielle Objekte gesucht, sind aber, wie ich es verstehe, nie in Vertragsverhandlungen offiziell eingebunden worden. Ob hierfür eine behördliche Erlaubnis notwendig ist, wäre daher erst zu prüfen.

Dies würde den Rahmen dieser Erstberatung deutlich sprengen, daher rate ich Ihnen sich an die zustänige Gewerbebehörde zu wenden, in aller Regel sind dies die Stadtverwaltungen oder die Kreisverwaltungen. Diese können den Sachverhalt auch besser beurteilen.

Dort ist übrigens auch sicherheitshalber die Bantragung einer entsprechenden Gneehmigung möglich, allerdings gegen Gebühr.

Auch können hier andere Aspekte im Raum stehen, evtl Scheinselbständigkeit etc.
Das Ganze ohne einen schriftlichen Vertrag auszuführen, halte ich im Übrigen für risikoreich.

Was den Sachverhalt des Kaufinteressenten angeht, wird die Provision des Maklers fällig, wenn auf dessen Vermittlung ein Haus verkauft wird. Eine Vermittlung lag hier zweifelsfrei vor, allerdings noch kein Verkauf.

Maklerverträge lassen sich auch kündigen, speziell wenn Pflichtverletzungen des Maklers im Raum stehen. Diese wären im Einzelfall, am Besten unter Einsicht der Verträge zu prüfen. Im Übrigen kommt es auch auf den evtl unterschiebenen Vertrag des Haus-Verkäufers mit dem Makler an, um eine genaue rechtliche Beurteilung abzugeben.

In der Hoffnung, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben, verbleibe ich

Mit freundlichen Grüßen

RA Boos
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