Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.629
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

vom Vater nach 43 Jahren erfahren


07.11.2007 00:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling



Sehr geehrte Frau RAin,
Sehr geehrter Herr RA,

meine Eltern sind seit etwav50 Jahren verheiratet. Ich habe vor einiger Zeit (mit 43 Jahren) von meiner Mutter erfahren, dass mein Vater nicht mein Erzeuger ist.
Nach einiger Detektivarbeit habe ich nun diesen biologischen Vater (fast 80 jährig) ausfindig gemacht und hatte ein kurzes Treffen mit ihm, in dem er mich bat, aus Rücksicht auf seine ebenfalls ca 50jährige Ehe auf seine Kontaktaufnahme zu warten und nicht selbst anzurufen.
Leider ist dieser Kontakt ausgeblieben.
Er hat noch zwei weitere Kinder, beide älter als ich und ist recht vermögend.

Nun meine Fragen:
Kann ich als eheliches Kind, die Vaterschaft jetzt noch ändern lassen und was mag das kosten?
Steht dann meinem Vater (durch Vormund vertreten) oder in Folge mir Unterhalt vom Erzeuger zu?
Mein Vater hat ja für mich als Kuckuckskind eigentlich zu Unrecht gezahlt.
Die Erbfrage ist eigentlich klar, wenn die Vaterschaft geklärt ist.
Und zuletzt, was passiert falls einer der beiden alten Männer stirbt, bevor die Vaterschaft geklärt ist.




Eingrenzung vom Fragesteller
07.11.2007 | 06:36

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Sie können die Vaterschaft gem. § 1600 ff BGB beim Familiengericht anfechtbar. Die Frist beträgt nach § 1600 b Abs. 3 S. 2 BGB (sh. Anhang) zwei Jahre ab Kenntniserlangung.

Die Kosten bestimmen sich nach dem im Gerichtskostengesetz festgelegten Gegenstandswert von 2.000,00 €. Danach müssen Sie mit Gerichtskosten i. H. v. 219,00 € rechnen und mit Rechtsanwaltskosten i. H. v. von ca. 420,00 €.

Ab dem Zeitpunkt der Feststellung ist der Vater unterhaltsverpflichtet, wenn er leistungsfähig ist und Sie bedürftig. Jedoch sind Sie im Umkehrschluss ebenso unterhaltsverpflichtet gegenüber Ihrem Vater. Rückforderungen von Unterhalt gestalten sich meist schwierig. Hier greift z.B. auch die Problematik der Verjährung. Dieser Sachverhalt bedarf einer umfassenderen Prüfung.

Die Wirkungen der Vaterschaft treten erst mit rechtskräftiger Feststellung ein. Ein Verfahren kann auch nach dem Tod einer Person festgestellt werden.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de


Anhang

§ 1600b Anfechtungsfristen
(1) 1Die Vaterschaft kann binnen zwei Jahren gerichtlich angefochten werden. 2Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Berechtigte von den Umständen erfährt, die gegen die Vaterschaft sprechen; das Vorliegen einer sozial-familiären Beziehung im Sinne von § 1600 Abs. 2 erste Alternative hindert den Lauf der Frist nicht.
(2) 1Die Frist beginnt nicht vor der Geburt des Kindes und nicht, bevor die Anerkennung wirksam geworden ist. 2In den Fällen des § 1593 Satz 4 beginnt die Frist nicht vor der Rechtskraft der Entscheidung, durch die festgestellt wird, dass der neue Ehemann der Mutter nicht der Vater des Kindes ist.
(3) 1Hat der gesetzliche Vertreter eines minderjährigen Kindes die Vaterschaft nicht rechtzeitig angefochten, so kann das Kind nach dem Eintritt der Volljährigkeit selbst anfechten. 2In diesem Fall beginnt die Frist nicht vor Eintritt der Volljährigkeit und nicht vor dem Zeitpunkt, in dem das Kind von den Umständen erfährt, die gegen die Vaterschaft sprechen.
(4) 1Hat der gesetzliche Vertreter eines Geschäftsunfähigen die Vaterschaft nicht rechtzeitig angefochten, so kann der Anfechtungsberechtigte nach dem Wegfall der Geschäftsunfähigkeit selbst anfechten. 2Absatz 3 Satz 2 gilt entsprechend.
(5) Erlangt das Kind Kenntnis von Umständen, auf Grund derer die Folgen der Vaterschaft für es unzumutbar werden, so beginnt für das Kind mit diesem Zeitpunkt die Frist des Absatzes 1 Satz 1 erneut.
(6) 1Der Fristablauf ist gehemmt, solange der Anfechtungsberechtigte widerrechtlich durch Drohung an der Anfechtung gehindert wird. 2Im Übrigen sind die für die Verjährung geltenden Vorschriften der §§ 206, 210 entsprechend anzuwenden.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER